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today28.02.2026
Freude ist eine österreichische Indie-Rock-Band aus Wien, die 2019 von Clemens „Cley” Freude gegründet wurde. Mit deutschsprachigen Texten, die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Themen behandeln, hat sich die Band in der alternativen Musikszene etabliert. Ihre Musik verbindet eingängige Melodien mit tiefgründigen, oft sozialkritischen Inhalten.
| Künstlername | Freude |
| Mitglieder | Clemens Neumeister, Nina Schwarzott, Johannes Riegelsperger |
| Genre | Indie-Rock, Alternative Rock |
| Größter Hit | Knutschen |
| Gründungsjahr | 2019 |
| Land | Österreich |
| Markenzeichen | Sozialkritische Texte, emotionale Tiefe |

Die Geschichte von Freude begann 2019 in der österreichischen Hauptstadt Wien, als Clemens Neumeister, besser bekannt als Cley Freude, das Bandprojekt ins Leben rief. Der Musiker, der zuvor als Schlagzeuger in verschiedenen Formationen aktiv war, entdeckte während seines Zivildienstes seine Leidenschaft für das Songwriting. In dieser Zeit entstanden bereits erste Kompositionen, darunter der später veröffentlichte Song „Sabine”, der von einer Begegnung mit einer obdachlosen Frau inspiriert wurde. Diese frühe Arbeit sollte den thematischen Grundstein für das gesamte Schaffen der Band legen – Geschichten von Menschen am Rande der Gesellschaft, emotionale Zerrissenheit und die Suche nach Hoffnung in schwierigen Zeiten.
Von Anfang an war Freude mehr als nur ein musikalisches Projekt. Clemens Freude verstand die Band als künstlerisches Gesamtkonzept, das verschiedene Ausdrucksformen miteinander verbindet. Neben der Musik veröffentlichte er unter dem Namen c. Freude auch einen Roman, der die Gedankenwelt hinter den Songs vertieft und literarisch erweitert. Diese Verbindung von Musik und Literatur macht Freude zu einem besonderen Phänomen in der deutschsprachigen Indie-Szene.
Die aktuelle Besetzung von Freude besteht aus drei Musikern, die gemeinsam den charakteristischen Sound der Band prägen. Clemens Neumeister steht als Frontmann im Mittelpunkt und übernimmt den Gesang sowie einen Großteil des Songwritings. An seiner Seite spielt Nina Schwarzott Bass und steuert zusätzliche Gesangsparts bei, die den Songs eine besondere Tiefe verleihen. Am Schlagzeug sitzt Johannes Riegelsperger, der mit seinem präzisen und gleichzeitig dynamischen Spiel das rhythmische Fundament der Band bildet. In der Anfangszeit war noch Moritz Meixner als Schlagzeuger Teil der Formation, verließ die Band jedoch im Laufe der Zeit.
Die musikalische Ausrichtung von Freude lässt sich am besten als Indie-Rock mit alternativen Pop-Elementen beschreiben. Die Band selbst nennt internationale Acts wie Arctic Monkeys sowie deutschsprachige Formationen wie Kraftklub als Inspirationsquellen. Was Freude jedoch auszeichnet, ist die gelungene Verbindung von eingängigen, fast poppigen Melodien mit anspruchsvollen, oft düsteren Texten. Die Songs bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen Melancholie und Euphorie, zwischen Chaos und Klarheit – eine Zwischenwelt, die die Band bewusst als künstlerisches Konzept kultiviert.
Die Veröffentlichungsgeschichte von Freude begann 2020 mit ersten Singles, die bereits die thematische und musikalische Richtung vorgaben. Songs wie „Sabine”, „Ich schau dir zu” und „Bratislava” machten auf die Band aufmerksam und etablierten sie in der österreichischen Indie-Szene. Im Jahr 2021 folgte die EP „Europa”, die das Spektrum der Band erweiterte und mit Titeln wie „Sterne von Marrakesch” und „Apokalypse” auch internationale Themen aufgriff.
Ein besonderer Meilenstein war 2022 die Live-EP „Live aus Ottakring”, die den rohen, intensiven Charakter der Konzerte einfing. Viele Fans und Kritiker betonen, dass Freude live noch eindrucksvoller wirken als auf Tonträger – die emotionale Direktheit und Energie der Auftritte lassen sich auf dieser Veröffentlichung erahnen. Im Jahr 2023 erschien dann das Debütalbum „Salz”, das die bisherige Entwicklung der Band zusammenfasste und mit Songs wie „Vor die Hunde”, „Ambrosia” und „Paranoia” neue Facetten zeigte.
Das Jahr 2024 brachte gleich zwei EPs hervor: „Phantom” und „Mosaik”. Letztere enthält den Song „Knutschen”, der am 22. November 2024 veröffentlicht wurde und sich zu einem der meistgestreamten Titel der Band entwickelte. Auf Plattformen wie Spotify erreichte der Song über eine halbe Million Streams, und auf iTunes kletterte er kurzzeitig auf Platz 55. Ende 2025 folgte die EP „Zwischenwelten”, die das Konzept der Band weiter vertiefte und von einer ausgedehnten Tour begleitet wurde.
Was Freude von vielen anderen Bands im Indie-Rock-Bereich unterscheidet, ist der besondere Fokus auf die Texte. Clemens Freude schreibt keine oberflächlichen Liebeslieder oder belanglose Partyanthems, sondern erzählt Geschichten von Menschen in schwierigen Lebenslagen. Der bereits erwähnte Song „Sabine” handelt von einer obdachlosen Frau und ihrer Geschichte, die der Sänger während seines Zivildienstes kennengelernt hatte. Andere Songs thematisieren Angst, psychische Belastungen, Beziehungskonflikte und die Suche nach Identität in einer zunehmend unübersichtlichen Welt.
Diese thematische Tiefe wird oft als „Kaffeehauslyrik trifft auf Gitarrenjamparts” beschrieben – eine Mischung aus poetischer Sprache und rockiger Energie. Die Band scheut sich nicht, unbequeme Themen anzusprechen und dabei auch politisch Stellung zu beziehen. So beteiligte sich Freude beispielsweise an einem Benefizkonzert unter dem Motto „WeStandWithUkraine” am Wiener Heldenplatz, bei dem gemeinsam mit anderen Künstlern ein Zeichen der Solidarität gesetzt wurde. Dieses gesellschaftliche Engagement ist Teil der DNA der Band und spiegelt sich auch in vielen Songtexten wider.
Wer die Musik von Freude im Internetradio oder beim Streaming entdeckt, wird schnell merken, dass hier nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt werden soll. Die Texte laden dazu ein, genauer hinzuhören und sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen, die hinter den Melodien stecken.
Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von Freude sind die Live-Auftritte der Band. Viele Konzertbesucher berichten, dass die Songs auf der Bühne noch intensiver wirken als in der Studioversion. Die emotionale Direktheit, mit der Clemens Freude seine Texte vorträgt, kombiniert mit der energiegeladenen Performance der gesamten Band, schafft eine besondere Atmosphäre. Die Live-EP „Live aus Ottakring” gibt einen Eindruck davon, wie die Band auf der Bühne klingt, kann aber die Erfahrung eines tatsächlichen Konzerts nur ansatzweise wiedergeben.
Mit der Veröffentlichung der EP „Zwischenwelten” Ende 2025 und der begleitenden Tour strebt Freude eine weitere Expansion im deutschsprachigen Raum an. Die Band hat sich in Österreich bereits einen Namen gemacht und möchte nun auch in Deutschland und der Schweiz ein größeres Publikum erreichen. Die Chancen stehen gut, denn die Mischung aus eingängigen Melodien, tiefgründigen Texten und energiegeladenen Live-Shows trifft den Nerv einer Generation, die nach authentischer, bedeutungsvoller Musik sucht.
Auch wenn Freude bisher keine großen Chartplatzierungen oder Auszeichnungen vorweisen kann, wächst die Fangemeinde stetig. Die Streaming-Zahlen steigen kontinuierlich, und die Band hat sich eine treue Hörerschaft aufgebaut, die die Musik nicht nur nebenbei konsumiert, sondern sich intensiv damit auseinandersetzt. In einer Zeit, in der viele Songs im Radio oder Online Radio nur noch als Hintergrundberieselung dienen, schafft es Freude, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Menschen wirklich zu erreichen.
Die Zukunft von Freude sieht vielversprechend aus. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus musikalischer Qualität, textlicher Tiefe und gesellschaftlichem Engagement hat die Band das Potenzial, sich langfristig in der deutschsprachigen Musiklandschaft zu etablieren. Ob als Entdeckung im Webradio oder als Live-Erlebnis – Freude ist eine Band, die es verdient, gehört zu werden.
Wir konnten leider keine Konzerte von Freude finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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