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today28.02.2026
Double Trouble sind ein britisches Produzenten- und Remixer-Kollektiv aus London, das Ende der 1980er Jahre mit ihrer Mischung aus Hip House, Dance und Reggae-Einflüssen die Clubszene eroberte. Gemeinsam mit Rebel MC gelang ihnen 1989 mit „Street Tuff” der kommerzielle Durchbruch, der bis heute als Klassiker der britischen Tanzmusik gilt. Nach einer langen Pause meldete sich die Gruppe 2025 überraschend mit neuer Musik zurück.
| Künstlername | Double Trouble |
| Mitglieder | Leigh Guest, Karl “Tuff Enuff” Brown, Michael Menson (verstorben), Mike Morrison, Damon Rochefort |
| Genre | Hip House, House, Dance, Reggae |
| Größter Hit | Street Tuff |
| Gründungsjahr | 1985 |
| Land | Großbritannien |
| Markenzeichen | Kombination von Rap-Vocals mit House-Beats und Reggae-Dancehall-Elementen |

Double Trouble formierten sich Mitte der 1980er Jahre in London als Produzenten- und DJ-Kollektiv. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Mike Morrison, Leigh Guest und Damon Rochefort, die sich in der aufstrebenden House- und Dance-Szene der britischen Hauptstadt einen Namen machten. Ihre Vision war es, die energiegeladenen Beats der amerikanischen House-Musik mit britischen Hip-Hop-Elementen und karibischen Reggae-Einflüssen zu verschmelzen. Diese innovative Herangehensweise sollte sich als wegweisend für das Genre Hip House erweisen, das Ende der 1980er Jahre in Großbritannien immer populärer wurde.
In den frühen Jahren konzentrierte sich die Gruppe hauptsächlich auf Remix-Arbeiten und Produktionen für andere Künstler. Dabei entwickelten sie ihren charakteristischen Sound, der sich durch treibende Basslines, eingängige Samples und eine perfekte Balance zwischen Tanzbarkeit und urbaner Coolness auszeichnete. Die Londoner Clubszene bot ihnen die ideale Plattform, um ihre Musik zu testen und weiterzuentwickeln. Besonders in den Underground-Clubs der Stadt wurden ihre Sets zu legendären Events, bei denen die Grenzen zwischen verschiedenen Musikstilen verschwammen.
Die entscheidende Wende in der Karriere von Double Trouble kam mit der Zusammenarbeit mit Rebel MC, einem charismatischen MC und Rapper, dessen energiegeladener Stil perfekt zur Produktion der Gruppe passte. 1989 veröffentlichten sie gemeinsam die Single „Just Keep Rockin'”, die sofort in den britischen Charts einschlug und Platz 11 erreichte. Der Song kombinierte Rebel MCs schnelle, toasterartige Rap-Vocals mit den hypnotischen House-Beats von Double Trouble und wurde zu einem Clubhit, der auch im Radio gespielt wurde.
Doch der wahre Durchbruch sollte noch folgen. Im selben Jahr erschien „Street Tuff”, eine Single, die nicht nur die britische Musiklandschaft revolutionierte, sondern auch international für Aufsehen sorgte. Der Track erreichte Platz 3 in den UK Singles Charts und platzierte sich in den Top 10 mehrerer europäischer Länder, darunter Belgien, die Niederlande, die Schweiz und Griechenland. „Street Tuff” wurde zum Anthem einer ganzen Generation und definierte den Sound des Hip House in Großbritannien. Die Mischung aus treibenden Beats, eingängigen Hooks und Rebel MCs unverwechselbarem Flow machte den Song zu einem zeitlosen Klassiker, der auch heute noch auf vielen Internetradio-Playlists zu finden ist.
Nach dem überwältigenden Erfolg von „Street Tuff” befand sich Double Trouble auf dem Höhepunkt ihrer Popularität. Die Gruppe hatte sich mittlerweile personell verändert: Mike Morrison und Damon Rochefort hatten das Projekt verlassen, während Leigh Guest nun mit Karl “Tuff Enuff” Brown und Michael Menson zusammenarbeitete. Diese neue Konstellation brachte frische Energie und Ideen in die Musik der Gruppe.
1990 veröffentlichten Double Trouble ihr Debütalbum „As One”, das ihre stilistische Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Die Single „Talk Back” zeigte eine etwas experimentellere Seite der Gruppe, erreichte aber mit Platz 71 in den UK-Charts nicht ganz die Erfolge der Vorgänger. Interessanter war ihre Interpretation von „Love Don’t Live Here Anymore”, einem Cover des Rose-Royce-Klassikers von 1979. Double Trouble verwandelten die Soul-Ballade in einen tanzbaren House-Track und erreichten damit Platz 21 in den britischen Charts. Diese Coverversion bewies, dass die Gruppe nicht nur im Hip-House-Bereich erfolgreich sein konnte, sondern auch in der Lage war, Songs aus völlig anderen Genres neu zu interpretieren und für die Clubszene aufzubereiten.
Weitere Singles wie „Celebrate” und „Rub-A-Dub” folgten, wobei letztere die Reggae- und Dancehall-Einflüsse der Gruppe noch stärker in den Vordergrund rückte. Obwohl diese Veröffentlichungen nicht mehr die gleichen Chart-Erfolge erzielten wie „Street Tuff”, festigten sie Double Troubles Ruf als innovative Produzenten und wichtige Akteure in der britischen Dance-Musik-Szene. Ihre Musik wurde regelmäßig in Clubs gespielt und fand auch ihren Weg in verschiedene Streaming-Angebote und Radioprogramme.
Die frühen 1990er Jahre markierten das Ende der aktiven Phase von Double Trouble. Nach einigen weniger erfolgreichen Veröffentlichungen zog sich die Gruppe allmählich aus dem Rampenlicht zurück. Die Mitglieder konzentrierten sich auf andere Projekte, arbeiteten als Produzenten für verschiedene Künstler oder verfolgten solo ihre musikalischen Interessen. Die Hip-House-Welle, die sie mitgeprägt hatten, ebbte ab, während neue Genres wie Jungle, Drum and Bass und später UK Garage die britische Dance-Szene dominierten.
Ein tragisches Ereignis überschattete die Geschichte der Gruppe: Michael Menson, Sohn eines ghanaischen Diplomaten und wichtiges Mitglied von Double Trouble, wurde 1997 Opfer eines brutalen rassistisch motivierten Übergriffs in London. Er erlag am 13. Februar 1997 seinen schweren Verletzungen. Mensons Tod löste in Großbritannien Diskussionen über Rassismus und Gewalt aus und hinterließ eine schmerzliche Lücke in der britischen Musikszene. Sein Beitrag zur Musik von Double Trouble und zur Entwicklung des Hip House bleibt unvergessen.
In den folgenden Jahrzehnten wurden Double Trouble hauptsächlich als historische Größe wahrgenommen. Ihre Klassiker, insbesondere „Street Tuff”, wurden immer wieder gesampled, remixt und in Compilations aufgenommen. Die Gruppe hatte sich einen festen Platz in der Geschichte der britischen Dance-Musik gesichert, auch wenn neue Veröffentlichungen ausblieben.
Nach einer Pause von rund 35 Jahren überraschte Double Trouble die Musikwelt 2025 mit einem unerwarteten Comeback. Leigh Guest, eines der Gründungsmitglieder, kehrte mit neuer Musik zurück und veröffentlichte gemeinsam mit Rebel MC und weiteren Künstlern die Single „This Is Ska”. Diese Veröffentlichung zeigte, dass die kreative Energie der Gruppe auch nach all den Jahren nicht erloschen war. Die neue Single griff Ska-Elemente auf und bewies erneut die stilistische Flexibilität, die Double Trouble schon immer ausgezeichnet hatte.
Das musikalische Erbe von Double Trouble ist beachtlich. Sie gehörten zu den Pionieren, die Hip-Hop, House und Reggae in Großbritannien zu einer eigenständigen Musikrichtung verschmolzen. Ihr Einfluss ist in der Arbeit zahlreicher späterer Künstler zu hören, die ähnliche Genre-Grenzen überschritten. Songs wie „Street Tuff” werden bis heute in Clubs gespielt und sind fester Bestandteil von 80er- und 90er-Jahre-Playlists auf verschiedenen Online-Radio-Stationen und Webradio-Kanälen weltweit.
Die Gruppe bewies, dass britische Produzenten in der Lage waren, amerikanische Dance-Trends nicht nur zu kopieren, sondern mit lokalen Einflüssen zu etwas völlig Neuem zu formen. Ihre Arbeit ebnete den Weg für spätere britische Dance-Acts und trug wesentlich zur Entwicklung der UK-Dance-Szene bei. Double Trouble bleiben ein wichtiger Teil der Musikgeschichte – als Innovatoren, Pioniere und Schöpfer zeitloser Clubhymnen, die auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nichts von ihrer Energie verloren haben.
Wir konnten leider keine Konzerte von Double Trouble finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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