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today28.02.2026
Curiosity Killed the Cat war eine der stilprägenden britischen Pop-Funk-Bands der späten 1980er Jahre, die mit ihrem sophistizierten Sound und eleganten Auftreten die Charts eroberte. Mit Hits wie “Down to Earth” und “Misfit” schrieben sie sich in die Musikgeschichte ein. Ihr unverwechselbarer Mix aus Funk, Soul und Pop machte sie zu einer der interessantesten Bands ihrer Ära.
| Künstlername | Curiosity Killed the Cat |
| Mitglieder | Ben Volpeliere-Pierrot, Julian Godfrey Brookhouse, Nick Thorpe, Migi Drummond |
| Genre | Sophisti-Pop, Funk, Soul |
| Größter Hit | Down to Earth |
| Gründungsjahr | 1984 |
| Auflösungsjahr | 1994 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Stilvolle Arrangements, Ben Volpeliere-Pierrots charakteristischer umgedrehter Fischerhut |

Die Geschichte von Curiosity Killed the Cat begann in den pulsierenden Straßen Londons, wo sich vier junge Musiker zusammenfanden, die eine gemeinsame Vision verfolgten. Ben Volpeliere-Pierrot, geboren am 19. Mai 1965 in Earls Court, übernahm den Gesang. An der Gitarre stand Julian Godfrey Brookhouse, der am 15. Mai 1963 in Putney das Licht der Welt erblickte. Nicholas Bernard Thorp, geboren am 25. Oktober 1964 in Sunbury-on-Thames, kümmerte sich um Bass und Keyboards, während Miguel John Drummond, genannt Migi, am 27. Januar 1964 in Strawberry Hill geboren, das Schlagzeug bediente.
Einige der Mitglieder kannten sich bereits aus früheren musikalischen Projekten, darunter eine Band namens Twilight Children. Als sie 1984 offiziell Curiosity Killed the Cat gründeten, war ihnen noch nicht bewusst, welchen Erfolg sie in den kommenden Jahren feiern würden. Der ungewöhnliche Bandname, eine Anspielung auf das englische Sprichwort, sollte bald in aller Munde sein.
Der Weg zum Ruhm begann holprig. Die erste Single “Misfit” erschien 1986 und fand zunächst kaum Beachtung, erreichte lediglich Platz 76 der britischen Charts. Doch die Band ließ sich nicht entmutigen. Im November 1986 veröffentlichten sie “Down to Earth“, und diesmal schlug der Erfolg ein wie eine Bombe. Die Single kletterte auf Platz 3 der britischen Single-Charts und wurde zum Signature-Song der Band.
Der Erfolg von “Down to Earth” ebnete den Weg für das Debütalbum “Keep Your Distance”, das im April 1987 erschien. Das Album stieg direkt auf Platz 1 der britischen Albumcharts ein und hielt sich wochenlang in den Top-10. Mit über 300.000 verkauften Exemplaren allein in Großbritannien wurde es mit Platin ausgezeichnet. Die Mischung aus funkigen Basslinien, jazzigen Bläserarrangements und eingängigen Pop-Melodien traf den Nerv der Zeit perfekt.
Ermutigt durch den Erfolg von “Down to Earth” veröffentlichte die Plattenfirma “Misfit” 1987 erneut, und diesmal erreichte der Song Platz 7 der Charts. Weitere Singles wie “Ordinary Day”, das im März 1987 auf Platz 11 kletterte, festigten den Status der Band als eine der angesagtesten Acts Großbritanniens. Die Band erhielt 1987 eine Nominierung bei den BRIT Awards als “Best New Act” und gewann den Music Therapy Best New Act Award.
Was Curiosity Killed the Cat von vielen ihrer Zeitgenossen unterschied, war ihr ausgeprägter Sinn für Stil und Ästhetik. Frontmann Ben Volpeliere-Pierrot wurde zum visuellen Markenzeichen der Band, insbesondere durch seine charakteristische Kopfbedeckung, die viele für ein Barett hielten, sich aber tatsächlich als umgedrehter Fischerhut entpuppte. Diese Liebe zum Detail zeigte sich auch in ihren Musikvideos und Live-Auftritten.
Ein besonderes Highlight war die Zusammenarbeit mit der Pop-Art-Ikone Andy Warhol für das Musikvideo zu “Misfit”. Warhol, der zu dieser Zeit bereits eine lebende Legende war, verlieh dem Video eine künstlerische Dimension, die weit über das übliche Maß hinausging. Diese Verbindung zur Kunstwelt unterstrich den Anspruch der Band, mehr zu sein als nur eine weitere Pop-Gruppe.
Musikalisch bewegte sich die Band im Bereich des sogenannten Sophisti-Pop, einem Genre, das sich durch anspruchsvolle Arrangements, Jazz-Einflüsse und eine gewisse urbane Eleganz auszeichnete. Ihre Songs waren geprägt von funkigen Rhythmen, geschmeidigen Basslinien und einer Produktion, die sowohl zeitgemäß als auch zeitlos wirkte. Wer heute ihre Musik auf einem Internetradio hört, kann nachvollziehen, warum sie damals so erfolgreich waren.
Nach dem triumphalen Erfolg des Debütalbums stand die Band unter enormem Druck, diesen Erfolg zu wiederholen. Das zweite Album “Getahead” erschien 1989 und zeigte die Band in einer etwas experimentelleren Phase. Die Single “Name and Number” erreichte immerhin noch Platz 14 der britischen Charts, doch insgesamt konnte das Album nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Die Single “First Place” verschwand weitgehend unbemerkt in den unteren Chartregionen.
Die frühen 1990er Jahre brachten weitere Veränderungen. Die Band verkürzte ihren Namen auf schlicht “Curiosity” und musste personelle Wechsel verkraften. Bassist Nick Thorpe verließ die Gruppe, und die Dynamik innerhalb der Band veränderte sich spürbar. Dennoch gelang 1992 mit der Coverversion von “Hang On in There Baby” noch einmal ein beachtlicher Erfolg, als der Song die Top 5 der britischen Charts erreichte.
Das dritte und letzte Studioalbum “Back to Front” erschien 1994, allerdings nur in ausgewählten Märkten wie Japan. Der kommerzielle Erfolg blieb weitgehend aus, und die Band löste sich im selben Jahr auf. Die Musiklandschaft hatte sich verändert, Britpop und Grunge dominierten die Szene, und der elegante Sophisti-Pop der späten 1980er Jahre wirkte plötzlich aus der Zeit gefallen.
Obwohl Curiosity Killed the Cat nur eine relativ kurze aktive Phase hatte, hinterließen sie einen bleibenden Eindruck in der britischen Popmusik. Ihr Einfluss zeigte sich auch in unerwarteten Bereichen: Der Refrain von “Name and Number” mit seinem charakteristischen “Hey, how you doin’?” wurde 1991 von der Hip-Hop-Gruppe De La Soul in ihrem Song “Ring Ring Ring (Ha Ha Hey)” gesampelt, was die Reichweite der Band über ihr ursprüngliches Genre hinaus demonstrierte.
In den Jahren nach der Auflösung gab es mehrere Wiedervereinigungen, insbesondere im Rahmen von 1980er-Revival-Tourneen. Die Nostalgie für die Musik dieser Ära führte dazu, dass die Band gelegentlich wieder zusammenkam, um vor begeisterten Fans aufzutreten, die ihre Jugend mit den Songs von Curiosity Killed the Cat verbunden hatten. Verschiedene Kompilationen wie “Their Very Best” (1990), “The Very Best Of” (1996) und “Down to Earth: The Collection” (2015) hielten die Erinnerung an die Band lebendig.
Heute werden die Songs der Band regelmäßig auf Streaming-Plattformen und in Webradio-Programmen gespielt, die sich der Musik der 1980er Jahre widmen. Für viele Hörer verkörpern Curiosity Killed the Cat eine bestimmte Ära britischer Popmusik, in der Stil, Eleganz und musikalische Raffinesse noch geschätzt wurden. Ihre Fähigkeit, funkige Grooves mit eingängigen Pop-Melodien zu verbinden, macht ihre Musik auch Jahrzehnte später noch hörenswert.
Die vier Musiker, die einst als junge Männer in London zusammenfanden, schufen mit ihrem unverwechselbaren Sound ein bleibendes musikalisches Erbe. Auch wenn ihre Zeit im Rampenlicht relativ kurz war, bleibt Curiosity Killed the Cat ein wichtiger Teil der britischen Popgeschichte der späten 1980er Jahre – eine Band, die bewies, dass Intelligenz und Tanzbarkeit sich nicht ausschließen müssen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Curiosity Killed the Cat finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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