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today28.02.2026
Counting Crows zählen seit den frühen Neunzigern zu den prägenden Bands des Alternative Rock. Mit ihrem poetischen Songwriting und der unverwechselbaren Stimme von Frontmann Adam Duritz eroberten sie die Herzen von Millionen Fans weltweit. Ihr Durchbruch mit „Mr. Jones” machte sie über Nacht zu Stars und läutete eine beeindruckende Karriere ein.
| Künstlername | Counting Crows |
| Mitglieder | Adam Duritz, David Bryson, Charlie Gillingham, Dan Vickrey, David Immerglück, Jim Bogios, Millard Powers |
| Genre | Alternative Rock, Folk Rock, Roots Rock |
| Größter Hit | Mr. Jones |
| Gründungsjahr | 1991 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Poetische Texte, emotionale Live-Auftritte, Mischung aus akustischen und elektrischen Elementen |

Alles begann 1991 in der San Francisco Bay Area, als sich Adam Duritz und David Bryson zusammentaten. Die beiden Musiker hatten zunächst als akustisches Duo experimentiert, bevor sie beschlossen, eine richtige Band zu gründen. Schnell stießen Matt Malley am Bass, Charlie Gillingham an den Keyboards und Steve Bowman am Schlagzeug dazu. David Immerglück, der später offizielles Mitglied werden sollte, war von Anfang an gelegentlich dabei und bereicherte den Sound mit seinen vielseitigen Gitarrenkünsten.
Die Chemie zwischen den Musikern stimmte von Beginn an. Sie teilten eine Liebe zu introspektiven Texten und einer Mischung aus Folk, Rock und Pop-Elementen. Der Name der Band stammt übrigens von einem alten englischen Abzählreim über Krähen, was perfekt zur melancholischen und nachdenklichen Atmosphäre ihrer Musik passte. In den Clubs der Bay Area machten sie sich schnell einen Namen als energiegeladene Live-Band mit emotionaler Tiefe.
Im September 1993 erschien ihr Debütalbum „August and Everything After”, das die Musikwelt im Sturm eroberte. Das Album wurde von T Bone Burnett produziert und bestach durch seine ehrlichen, verletzlichen Texte und den charakteristischen Sound der Band. Songs wie „Round Here”, „Rain King” und natürlich „Mr. Jones” wurden zu Hymnen einer ganzen Generation. Interessanterweise spielte beim Recording von „Mr. Jones” nicht der damalige Schlagzeuger Steve Bowman, sondern Studiomusiker Denny Fongheiser, da Produzent Burnett mit Bowmans Stil nicht zufrieden war.
„Mr. Jones” wurde Ende 1993 als Single veröffentlicht und entwickelte sich zum absoluten Durchbruch. Der Song erreichte Platz 5 in den US-Radiocharts, kletterte in Kanada sogar auf Platz 1 und schaffte es in zahlreichen Ländern in die Top 10. Die eingängige Melodie kombiniert mit Duritz’ eindringlichem Gesang machte den Track zu einem Dauerbrenner im Internetradio und auf allen relevanten Streaming-Plattformen. Das Debütalbum wurde allein in den USA siebenfach mit Platin ausgezeichnet und verkaufte sich weltweit millionenfach.
Der plötzliche Ruhm war allerdings nicht nur Segen. Die Band sah sich enormem Druck ausgesetzt, und die Erwartungen waren gigantisch. Steve Bowman verließ die Band bereits 1994, Ben Mize übernahm seinen Platz am Schlagzeug. Trotz dieser Veränderungen blieb die kreative Vision der Band intakt.
1996 folgte das zweite Studioalbum „Recovering the Satellites”, das musikalisch härter und direkter ausfiel als der Vorgänger. Die Band verarbeitete darin ihre Erfahrungen mit Ruhm, Identität und den Schattenseiten des Erfolgs. Der Song „A Long December” wurde zu einem weiteren großen Hit und erreichte in den USA die Top 10, in Kanada sogar die Nummer 1. Das Album zeigte, dass Counting Crows mehr waren als eine One-Hit-Wonder-Band – sie hatten sich als ernstzunehmende Künstler etabliert.
Drei Jahre später, 1999, erschien „This Desert Life”, das die Band wieder in eine etwas sanftere, introspektivere Richtung lenkte. Mit Songs wie „Hanginaround” bewiesen sie erneut ihr Gespür für eingängige Melodien und tiefgründige Texte. Die Band tourte ausgiebig und baute sich eine treue Fangemeinde auf, die ihre Live-Auftritte für ihre Intensität und Spontaneität liebte. Adam Duritz war bekannt dafür, Songs bei jedem Konzert anders zu interpretieren, was jede Show zu einem einzigartigen Erlebnis machte.
Mit dem Beginn der 2000er Jahre experimentierte die Band weiter mit ihrem Sound. 2002 erschien „Hard Candy”, auf dem auch eine Coverversion von Joni Mitchells „Big Yellow Taxi” zu finden war. Diese Version wurde überraschend zum Hit und erreichte hohe Chartplatzierungen in Australien, Großbritannien und den USA. Die Band bewies damit ihre Fähigkeit, klassische Songs neu zu interpretieren und ihnen ihren eigenen Stempel aufzudrücken.
Ein besonderer Höhepunkt war 2004 der Song „Accidentally in Love”, den die Band für den Soundtrack des Animationsfilms „Shrek 2″ beisteuerte. Der fröhliche, uptempo-lastige Song unterschied sich deutlich von ihrem üblichen melancholischen Stil und wurde ein weltweiter Erfolg. Er brachte der Band Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe ein – eine bemerkenswerte Anerkennung für ihre Vielseitigkeit.
In dieser Zeit gab es weitere personelle Veränderungen: 2002 ersetzte Jim Bogios Ben Mize am Schlagzeug, und 2005 übernahm Millard Powers den Bass von Matt Malley, der die Band verließ. Diese neue Besetzung sollte stabil bleiben und prägt die Band bis heute.
2008 veröffentlichten Counting Crows „Saturday Nights & Sunday Mornings”, ein ambitioniertes Doppelalbum-Konzept, das die Gegensätze zwischen wilden Nächten und ruhigen Morgenstunden thematisierte. Nach 18 Jahren bei Geffen Records verließ die Band 2009 das Label und gewann damit mehr künstlerische Freiheit.
2012 folgte mit „Underwater Sunshine” ein Album voller Coverversionen, das die musikalischen Einflüsse der Band offenbarte. Zwei Jahre später erschien „Somewhere Under Wonderland”, das wieder Originalmaterial präsentierte und zeigte, dass die Band nach über zwei Jahrzehnten nichts von ihrer Kreativität eingebüßt hatte.
Nach einer längeren Pause meldeten sich Counting Crows 2021 mit der EP „Butter Miracle, Suite One” zurück. 2025 erschien schließlich das vollständige Album „Butter Miracle, The Complete Sweets!”, das die EP erweiterte und bewies, dass die Band auch nach über 30 Jahren noch relevante und berührende Musik schaffen kann. Die Besetzung mit Adam Duritz, David Bryson, Charlie Gillingham, Dan Vickrey, David Immerglück, Jim Bogios und Millard Powers ist eingespielt und harmonisch.
Die Band bleibt aktiv und tourt regelmäßig. Ihre Musik läuft weiterhin auf zahlreichen Radiostationen und wird von neuen Generationen über Online Radio entdeckt. Mit weltweit über 20 Millionen verkauften Alben, zwei Grammy-Nominierungen und einer Oscar-Nominierung haben Counting Crows ihren Platz in der Rockgeschichte gesichert. Ihr Markenzeichen – poetische, introspektive Texte gepaart mit emotionalen Live-Performances – macht sie bis heute zu einer der authentischsten Bands des Alternative Rock.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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