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today28.02.2026
CeeLo Green ist ein vielseitiger Künstler aus Atlanta, der sowohl als Rapper, Sänger und Songwriter als auch als Teil legendärer Formationen wie Goodie Mob und Gnarls Barkley Musikgeschichte schrieb. Mit seiner unverwechselbaren Soulstimme und seinem exzentrischen Auftreten eroberte er weltweit die Charts. Hits wie „Crazy” und „Fuck You” machten ihn zu einem der markantesten Künstler seiner Generation.
| Künstlername | CeeLo Green |
| Bürgerlicher Name | Thomas DeCarlo Callaway |
| Genre | Soul, R&B, Funk, Hip-Hop, Pop |
| Größter Hit | Crazy / Fuck You |
| Geburtsdatum | 30. Mai 1974 |
| Geburtsort | Atlanta, Georgia, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Zwillinge |
| Markenzeichen | Kraftvolle Soulstimme, theatralisches Auftreten, extravagante Bühnenkostüme |

Thomas DeCarlo Burton kam am 30. Mai 1974 in Atlanta, Georgia, zur Welt. Seine Eltern waren beide als Baptistenprediger ordiniert, was seinem Leben früh eine spirituelle und musikalische Prägung gab. Die Tragödie traf die Familie hart, als sein Vater starb, als CeeLo gerade zwei Jahre alt war. Kurz darauf nahm er den Nachnamen seiner Mutter an und wurde zu Thomas DeCarlo Callaway. Die Musik bot ihm Trost und Ausdrucksmöglichkeit – im Kirchenchor und am heimischen Klavier entwickelte er sein außergewöhnliches Talent.
Die Schulzeit verlief turbulent. CeeLo verließ die Schule in der neunten Klasse, holte aber später seinen GED-Abschluss nach. Schon als Teenager war klar, dass seine Zukunft in der Musik lag. Atlanta, das sich in den Neunzigern zur Hip-Hop-Hauptstadt des Südens entwickelte, bot den perfekten Nährboden für seinen künstlerischen Werdegang. Hier wurde er Teil der legendären Dungeon Family, einem Kollektiv von Künstlern und Produzenten, das die Südstaaten-Hip-Hop-Szene revolutionieren sollte.
Als Mitglied von Goodie Mob, zusammen mit Big Gipp, T-Mo und Khujo, erlangte CeeLo Green erstmals größere Bekanntheit. Die Gruppe, die 1991 gegründet wurde, veröffentlichte 1995 ihr Debütalbum „Soul Food”, das als Meilenstein des Southern Hip-Hop gilt. Mit sozial bewussten Texten, die sich mit Rassismus, Armut und dem Leben in den Südstaaten auseinandersetzten, unterschied sich Goodie Mob deutlich vom damals dominierenden Gangsta-Rap der Westküste.
„Still Standing” folgte 1998 und festigte den Ruf der Gruppe als innovative Kraft im Hip-Hop. CeeLos charakteristische Stimme – eine Mischung aus rauem Rap und souligem Gesang – stach besonders hervor. Das Album „World Party” erschien 1999, doch danach verließ CeeLo zunächst die Gruppe, um seine Solokarriere zu verfolgen. Die musikalische Vision, die er verfolgte, ging über die Grenzen des klassischen Hip-Hop hinaus. Er wollte Soul, Funk, Gospel und Pop miteinander verschmelzen und seinen eigenen, unverwechselbaren Sound kreieren.
Goodie Mob blieb jedoch Teil seiner Identität. Nach Jahren der Solo-Arbeit kehrte er für spätere Alben wie „Age Against the Machine” (2013) und „Survival Kit” (2020) zur Gruppe zurück, was bewies, dass die Verbindung zu seinen Wurzeln nie wirklich gekappt wurde.
Im Jahr 2002 veröffentlichte CeeLo Green sein Solo-Debüt „Cee-Lo Green and His Perfect Imperfections”. Das Album zeigte seine Vielseitigkeit und seinen Willen, musikalische Grenzen zu überschreiten. Songs wie „Closet Freak” demonstrierten seine Fähigkeit, eingängige Melodien mit unkonventionellen Texten zu verbinden. 2004 folgte „Cee-Lo Green… Is the Soul Machine”, das seine Soul- und Funk-Einflüsse noch stärker betonte.
Doch der wirkliche Durchbruch kam mit der Gründung von Gnarls Barkley, einem Duo bestehend aus CeeLo Green und dem Produzenten Danger Mouse. Ihr 2006 erschienenes Debütalbum „St. Elsewhere” wurde zum weltweiten Phänomen, angetrieben von der Single „Crazy”. Der Song erreichte in über 18 Ländern die Charts, darunter Platz eins in Großbritannien, und wurde zu einem der meistverkauften Downloads aller Zeiten. Die Kombination aus CeeLos emotionalem Gesang und Danger Mouses innovativen Produktionen schuf einen Sound, der gleichzeitig retro und modern wirkte.
„Crazy” war mehr als nur ein Hit – es war ein kulturelles Ereignis. Der Song lief im Webradio rauf und runter, wurde in Filmen, Werbespots und TV-Shows verwendet und machte CeeLo Green über Nacht zu einem internationalen Star. Das Nachfolgealbum „The Odd Couple” erschien 2008 und konnte zwar nicht ganz an den Erfolg des Debüts anknüpfen, zeigte aber erneut die kreative Chemie zwischen den beiden Künstlern. Nach Jahren der Stille kündigte das Duo 2025 überraschend ein neues und letztes Album namens „Atlanta” an, das im März 2026 erscheinen soll.
2010 kehrte CeeLo Green mit seinem dritten Soloalbum „The Lady Killer” zurück – und lieferte damit eines der erfolgreichsten Alben seiner Karriere. Die Lead-Single „Fuck You” (in der radiofreundlichen Version „Forget You”) wurde zu einem globalen Phänomen. Mit seinem frechen Text über eine gescheiterte Beziehung und dem unwiderstehlichen Soul-Groove eroberte der Song die Charts weltweit. In den USA erreichte er Platz zwei der Billboard Hot 100 und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.
Der Song war überall präsent – im Radio, in Streaming-Diensten, auf Partys und in sozialen Medien. CeeLos theatralische Performances, oft begleitet von seiner All-Female-Band „Scarlet Fever”, machten ihn zu einem gefragten Live-Act. Ein weiterer Höhepunkt des Albums war „Fool for You”, das ihm zwei Grammy Awards einbrachte: für Best R&B Song und Best Traditional R&B Performance. Das Album zeigte CeeLo auf dem Höhepunkt seiner kreativen Kraft – ein Künstler, der Soul-Traditionen mit modernem Pop verband und dabei seine eigene Identität nie verlor.
Die Popularität von „The Lady Killer” führte auch zu seiner Rolle als Coach in der US-Version der TV-Show „The Voice”, wo er von 2011 bis 2013 mitwirkte. Seine exzentrische Persönlichkeit und sein musikalisches Fachwissen machten ihn zu einem Publikumsliebling und brachten ihm eine neue Generation von Fans ein.
Nach dem Erfolg von „The Lady Killer” veröffentlichte CeeLo Green 2012 das Weihnachtsalbum „CeeLo’s Magic Moment”, das seine Liebe zu klassischen Soul- und Gospel-Klängen unterstrich. 2015 folgte „Heart Blanche”, ein Album, das experimenteller ausfiel und gemischte Kritiken erhielt. Es zeigte jedoch seine Bereitschaft, Risiken einzugehen und sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen.
2020 erschien „CeeLo Green Is Thomas Callaway”, ein Album, das als Rückkehr zu seinen Wurzeln verstanden werden kann. Der Titel selbst ist programmatisch – eine Erinnerung daran, dass hinter dem exzentrischen Bühnenpersona ein Künstler mit tiefen emotionalen und spirituellen Wurzeln steht. Das Album vereint Soul, Funk, Gospel und R&B und zeigt CeeLo als gereiften Künstler, der seine Geschichte erzählt.
Neben seiner Musikkarriere war CeeLo auch in Film und Fernsehen aktiv, arbeitete an Synchronprojekten und trat in verschiedenen Shows auf. Seine unternehmerischen Aktivitäten und Werbeverträge zeigten, dass er nicht nur ein Musiker, sondern auch ein vielseitiger Entertainer ist.
CeeLo Greens Karriere war nicht frei von Kontroversen. 2014 wurde er beschuldigt, einer Frau Ecstasy verabreicht zu haben, was zu gerichtlichen Verfahren führte. Seine öffentlichen Äußerungen zu Themen wie Einwilligung und sexuelle Übergriffe lösten heftige Kritik aus und überschatteten zeitweise sein musikalisches Schaffen. Diese Ereignisse führten dazu, dass er sich zeitweise aus der Öffentlichkeit zurückzog.
Trotz dieser Rückschläge bleibt sein musikalisches Vermächtnis beeindruckend. CeeLo Green hat fünf Grammy Awards gewonnen und wurde für zahlreiche weitere nominiert, darunter für Record of the Year und Song of the Year. Seine Fähigkeit, Genres zu verschmelzen und dabei authentisch zu bleiben, hat ihn zu einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation gemacht.
Seine Musik läuft weiterhin auf Internetradio-Sendern weltweit, und Songs wie „Crazy” und „Fuck You” sind zeitlose Klassiker geworden, die neue Generationen entdecken. CeeLo Green ist ein Künstler, der es geschafft hat, sowohl kommerziellen Erfolg als auch künstlerische Integrität zu bewahren – ein seltenes Kunststück in der heutigen Musikindustrie. Mit der Ankündigung des letzten Gnarls-Barkley-Albums „Atlanta” schließt sich ein Kreis, und die Fans dürfen gespannt sein, welche musikalischen Überraschungen dieser außergewöhnliche Künstler noch bereithält.
Wir konnten leider keine Konzerte von CeeLo Green finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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