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today28.02.2026
Carmel ist ein britisches Musikprojekt, das 1981 in Manchester gegründet wurde und durch die unverwechselbare Stimme von Carmel McCourt sowie eine einzigartige Mischung aus Jazz, Soul und Blues bekannt wurde. Die Band feierte vor allem in den 1980er Jahren Erfolge und ist bis heute aktiv. Besonders in Kontinentaleuropa, insbesondere in Frankreich, entwickelte sich eine treue Fangemeinde.
| Künstlername | Carmel |
|---|---|
| Mitglieder | Carmel McCourt, Jim Parris (ehemals: Gerry Darby) |
| Genre | Jazz, Soul, Blues, Pop |
| Größter Hit | Bad Day, Sally |
| Gründungsjahr | 1981 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Ausdrucksstarker, rauer Gesang von Carmel McCourt, Jazz-Soul-Instrumentierung |

Die Geschichte von Carmel begann 1981 in Manchester, als sich Carmel McCourt mit dem Bassisten Jim Parris und dessen Cousin Gerry Darby am Schlagzeug zusammentat. Carmel McCourt, geboren am 24. November 1958 in Wrawby bei Scunthorpe in Lincolnshire, brachte eine außergewöhnliche Stimme mit, die sich durch ihre raue Tiefe und gleichzeitig warme Ausdruckskraft auszeichnete. Diese Stimme sollte zum Markenzeichen der Band werden und sie von anderen Acts der damaligen Zeit deutlich abheben.
Die ersten Schritte machte die Band 1982 mit der Veröffentlichung einer selbstbetitelten EP auf dem Label Red Flame. Diese frühen Aufnahmen erregten bereits Aufmerksamkeit in der britischen Musikszene und führten bald zu Verträgen mit größeren Plattenfirmen. Der Sound von Carmel war von Anfang an ungewöhnlich: Eine Mischung aus Jazz-Instrumentierung mit Kontrabass und Bläsern, Soul-Elementen, Blues-Feeling und Gospel-Einflüssen, die sich nicht einfach in eine Schublade stecken ließ.
Der kommerzielle Durchbruch gelang Carmel 1984 mit dem Album “The Drum Is Everything”. Die Singles “Bad Day” und “More More More” wurden zu echten Hits und schafften es beide in die britischen Top 25. “Bad Day” erreichte Platz 15 und wurde zum größten Chart-Erfolg der Band in Großbritannien. Der Song bestach durch seinen eingängigen Rhythmus und McCourts eindringlichen Gesangsstil, der Emotionen auf authentische Weise transportierte.
Das Album etablierte Carmel als ernstzunehmende Kraft in der britischen Musiklandschaft der Achtziger. Die Band tourte ausgiebig und baute sich eine loyale Fangemeinde auf, die besonders die Live-Auftritte schätzte. McCourts Bühnenpräsenz und die emotionale Intensität der Performances wurden zu einem weiteren Markenzeichen. Die Kombination aus musikalischer Raffinesse und roher Emotion sprach ein Publikum an, das nach etwas anderem als dem damals dominierenden Synthie-Pop suchte.
1986 erschien mit “The Falling” ein Album, das besonders in Europa große Erfolge feierte. Produziert wurde es unter anderem von Brian Eno, was dem Sound zusätzliche Tiefe und atmosphärische Qualität verlieh. Der Song “Sally” von diesem Album wurde zum Signature-Song der Band, vor allem in Frankreich. Dort verkaufte sich die Single allein rund 200.000 Mal und machte Carmel zu einem bekannten Namen.
“Sally” zeichnete sich durch Cha-Cha-Cha-Rhythmen aus, kombiniert mit Soul- und R&B-Elementen. Der Song hatte eine tanzbare Leichtigkeit, ohne dabei die charakteristische emotionale Tiefe zu verlieren. In Großbritannien erreichte “Sally” Platz 60 der Charts, doch auf dem europäischen Festland wurde der Song zu einem echten Kulthit. Wer heute Internetradio oder Online Radio mit Achtziger-Jahre-Musik hört, wird “Sally” immer wieder als einen der prägenden Songs dieser Ära entdecken.
Das Album “The Falling” verkaufte sich allein in Frankreich etwa 200.000 Mal und festigte Carmels Position als internationale Act. Die Band tourte durch Europa und trat auf renommierten Festivals auf. Die kontinentaleuropäische Fangemeinde erwies sich als besonders treu und begeistert, was Carmel zu einer Band machte, die außerhalb Großbritanniens oft noch erfolgreicher war als in ihrer Heimat.
Nach dem Erfolg von “The Falling” veröffentlichte Carmel weitere Alben, die stilistisch zunehmend Pop-Elemente integrierten. “Everybody’s Got a Little… Soul” erschien 1987 und enthielt die Single “It’s All in the Game”, die Platz 81 in den britischen Charts erreichte. 1989 folgte “Set Me Free” mit der Single “I Have Fallen in Love”, und 1990 kam “You Can Have Him” heraus, das Platz 76 erreichte.
Carmel McCourt arbeitete in dieser Zeit auch mit anderen Künstlern zusammen. Besonders erwähnenswert ist das Duett “J’oublierai ton nom” mit dem französischen Superstar Johnny Hallyday aus dem Jahr 1986. Diese Zusammenarbeit unterstrich die besondere Verbindung zwischen Carmel und dem französischen Publikum. 1991 nahm McCourt am prestigeträchtigen Sanremo-Festival teil, wo sie gemeinsam mit Rossana Casale den Titel “Terra (You’re On My Mind)” präsentierte.
Die frühen Neunziger brachten mit “Good News” (1992) und “World’s Gone Crazy” (1995) weitere Alben hervor. Die Band tourte weiterhin und veröffentlichte 1997 und 1998 zwei Live-Alben: “Live in Paris” und “Live at Ronnie Scott’s”. Diese Aufnahmen dokumentierten die Stärke von Carmel als Live-Act und zeigten die Band in ihrem natürlichen Element. In Italien wurde Carmel McCourt beim Messina Festival als beste Jazz-Sängerin ausgezeichnet, was ihre Anerkennung als Künstlerin mit außergewöhnlichem Talent unterstrich.
Ende der Neunziger Jahre erklärte die Band zunächst ihre Auflösung. Gerry Darby stieg aus, und es schien, als würde Carmel als Projekt zu Ende gehen. Doch bereits um 2001/2002 fanden Carmel McCourt und Jim Parris wieder zusammen und setzten ihre musikalische Arbeit fort. Die beiden bildeten fortan das Kernteam von Carmel und bewiesen, dass ihre kreative Partnerschaft noch lange nicht erschöpft war.
2004 erschien “More More More”, eine DVD-Aufnahme eines Konzerts von 2003, die die anhaltende Qualität ihrer Live-Performances dokumentierte. Nach einer längeren Pause im Studiobereich überraschte Carmel 2011/2012 mit “Strictly Piaf”, einem Album mit Coverversionen von Liedern der legendären Edith Piaf. Dieses Projekt zeigte McCourts Vielseitigkeit und ihre Fähigkeit, sich in verschiedene musikalische Welten einzufühlen, ohne ihre eigene Identität zu verlieren.
2015 folgten neue Singles wie “Second Wife Blues” und “Sad Situation”, die zeigten, dass Carmel auch im neuen Jahrtausend kreativ aktiv blieb. 2022 erschien schließlich das Album “Wild Country”, das bewies, dass die Band auch nach über vier Jahrzehnten noch relevante und berührende Musik schaffen kann. Die Band tourt weiterhin, vor allem in Europa, und pflegt ihre besondere Beziehung zum französischen Publikum.
Carmel hat sich über die Jahrzehnte einen festen Platz in der Musikgeschichte erarbeitet. Die Band steht für eine Zeit, in der musikalische Vielfalt und künstlerische Integrität noch einen hohen Stellenwert hatten. Der unverwechselbare Sound, geprägt von McCourts einzigartiger Stimme und der raffinierten Instrumentierung, hat zahlreiche Künstler beeinflusst und inspiriert.
Besonders bemerkenswert ist die Langlebigkeit des Projekts. Während viele Bands der Achtziger längst Geschichte sind, haben McCourt und Parris es geschafft, ihre musikalische Vision über verschiedene Jahrzehnte hinweg lebendig zu halten. Ihre Musik findet heute neue Hörer über Streaming-Dienste und wird regelmäßig im Radio gespielt, besonders auf Sendern, die sich der Musik der Achtziger widmen.
Die Diskografie von Carmel umfasst zwölf Studioalben, mehrere Live-Aufnahmen und zahlreiche Singles. Songs wie “Bad Day”, “More More More” und natürlich “Sally” sind zu zeitlosen Klassikern geworden, die die Atmosphäre einer ganzen Ära einfangen. Die Musik von Carmel verbindet Generationen und zeigt, dass authentischer künstlerischer Ausdruck niemals aus der Mode kommt.
Heute ist Carmel McCourt, geboren unter dem Sternzeichen Schütze, weiterhin musikalisch aktiv. Die britische Sängerin und ihr langjähriger Partner Jim Parris haben bewiesen, dass wahre künstlerische Partnerschaften Jahrzehnte überdauern können. Ihre Musik bleibt ein Zeugnis für die kreative Kraft, die entsteht, wenn talentierte Musiker ihrer Vision treu bleiben und sich nicht von kurzlebigen Trends beeinflussen lassen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Carmel finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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