Aswad – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
🤖Dieser Beitrag wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Fehler entdeckt? Hier melden.

Aswad zählt zu den Pionieren des britischen Reggae und hat mit ihrer Mischung aus Roots-Reggae, Dub und kommerziellen Crossover-Sounds Musikgeschichte geschrieben. Die 1975 in West London gegründete Band feierte vor allem in den späten 1980er und 1990er Jahren große Erfolge. Ihr bekanntester Hit „Don’t Turn Around” erreichte 1988 Platz 1 der britischen Charts und machte Aswad international bekannt.

Künstlername Aswad
Mitglieder Tony „Gad” Robinson, Brinsley „Dan” Forde, Angus „Drummie Zeb” Gaye, Donald „Dee” Griffiths, George „Ras” Oban, Courtney „Khaki” Hemmings
Genre Reggae, Roots-Reggae, Dub, R&B, Lovers Rock
Größter Hit Don’t Turn Around
Gründungsjahr 1975
Land Vereinigtes Königreich
Markenzeichen Kraftvolle Harmonien, sozialkritische Texte, Dub-Rhythmen, warme Stimmen

Die Anfänge in Ladbroke Grove

Webradio Steckbrief - Aswad

Die Geschichte von Aswad begann 1975 im multikulturellen Stadtteil Ladbroke Grove in West London. Die Gründungsmitglieder Brinsley Forde, Angus „Drummie Zeb” Gaye und Donald „Dee” Griffiths stammten alle aus Familien karibischer Herkunft und besuchten gemeinsam die John Kelly School beziehungsweise Holland Park School. Der Bandname „Aswad”, was auf Arabisch „schwarz” bedeutet, war bewusst gewählt und spiegelte das Selbstbewusstsein und die Identität der jungen Musiker wider.

In den Anfangsjahren vervollständigten George „Ras” Oban am Bass und Courtney „Khaki” Hemmings an den Keyboards die Besetzung. Bereits 1976 stieg Tony „Gad” Robinson ein, der nach dem Weggang von Hemmings und später Oban sowohl Bass als auch Keyboards übernahm und zu einem der prägenden Mitglieder werden sollte. Die Band entwickelte schnell einen eigenständigen Sound, der traditionellen jamaikanischen Reggae mit den Erfahrungen schwarzer Jugendlicher in Großbritannien verband.

Als eine der ersten britischen Reggae-Bands unterschrieb Aswad bei einem Major-Label, Island Records, und veröffentlichte 1976 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Diese frühen Werke waren stark vom Roots-Reggae und Dub geprägt und behandelten politische sowie sozialkritische Themen wie Diskriminierung, Identität und das Leben in den Ghettos britischer Großstädte.

Musikalische Entwicklung und der Weg zum Erfolg

In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren festigte Aswad ihren Ruf als ernstzunehmende Reggae-Formation. Alben wie „Hulet” (1979), „New Chapter” (1981) und „Not Satisfied” (1982) zeigten die Band auf dem Höhepunkt ihrer Roots-Phase. Besonders „Not Satisfied” erreichte Platz 50 der britischen Charts und bewies, dass Reggae auch kommerziell erfolgreich sein konnte.

Mit dem Album „Rebel Souls” (1984) begann eine stilistische Öffnung. Die Band experimentierte zunehmend mit Soul- und R&B-Elementen, ohne ihre Reggae-Wurzeln zu verleugnen. Diese Entwicklung setzte sich mit „To the Top” (1986) fort, das zwar nur Platz 71 der Charts erreichte, aber den Grundstein für den kommenden Durchbruch legte.

Der große Wendepunkt kam 1988 mit dem Album „Distant Thunder”, das Platz 10 der britischen Charts erreichte. Die darauf enthaltene Single „Don’t Turn Around”, eine Coverversion eines Songs von Tina Turner, katapultierte Aswad an die Spitze der Charts. Zwei Wochen lang hielt sich der Song auf Platz 1 in Großbritannien und erreichte auch in Neuseeland die Spitzenposition. In den USA schaffte es die Single bis auf Platz 45 der R&B-Charts. Dieser Erfolg machte Aswad über Nacht zu internationalen Stars und öffnete die Türen für weitere Hits.

Die goldenen Jahre und weitere Erfolge

Nach dem Durchbruch mit „Don’t Turn Around” folgte eine Serie erfolgreicher Singles. „Give a Little Love” erreichte 1988 Platz 11 der britischen Charts, gefolgt von „On and On” (Platz 25 in 1989) und „Beauty’s Only Skin Deep” (Platz 31). Das Album „Too Wicked” (1990) platzierte sich auf Rang 51 und enthielt weitere Hits wie „Next to You” (Platz 24) und „Smile” (Platz 53).

In dieser Phase perfektionierte Aswad die Balance zwischen kommerziell orientiertem Reggae-Pop und ihren musikalischen Wurzeln. Die warmen, harmonischen Vocals der Bandmitglieder, kombiniert mit eingängigen Melodien und professioneller Produktion, machten ihre Musik für ein breites Publikum zugänglich. Wer damals Internetradio oder andere Streaming-Dienste genutzt hätte, wäre kaum an Aswad vorbeigekommen – ihre Songs liefen in Dauerschleife im Radio.

1993 arbeitete die Band mit der Sängerin Yazz zusammen und veröffentlichte „How Long”, das Platz 31 erreichte. Ein Jahr später folgte mit „Rise and Shine” eines ihrer erfolgreichsten Alben, das Platz 38 der Charts erreichte und für einen Grammy als „Best Reggae Album” nominiert wurde. Die Single „Shine” aus diesem Album kletterte bis auf Platz 5 und wurde zu einem der bekanntesten Songs der Band. Weitere Singles wie „Warriors” (Platz 33) und „You’re No Good” (Platz 35) folgten 1994 und 1995.

Veränderungen und spätere Jahre

1996 markierte einen Einschnitt in der Bandgeschichte, als Brinsley Forde aus spirituellen Gründen die Gruppe verließ. Forde, der als Frontmann und Gitarrist eine zentrale Rolle gespielt hatte, widmete sich anderen Projekten. Von diesem Zeitpunkt an bestand Aswad hauptsächlich als Duo mit Drummie Zeb und Tony „Gad” Robinson, wobei Donald Griffiths gelegentlich noch beteiligt war.

Trotz dieser Veränderung blieb die Band aktiv. Das Album „Big Up” (1996) und „Roots Revival” (1999), das ebenfalls eine Grammy-Nominierung erhielt, zeigten, dass Aswad weiterhin qualitativ hochwertige Musik produzieren konnte. „Cool Summer Reggae” (2002) erreichte noch einmal Platz 54 der britischen Charts und bewies die anhaltende Popularität der Band.

Ihr bislang letztes Studioalbum „City Lock” erschien 2009. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Band vor allem auf Live-Auftritte und Tourneen. Neben den Studioalben veröffentlichte Aswad auch bemerkenswerte Live-Aufnahmen wie „Live and Direct” (1983) und „Live at Rockpalast – Cologne 1980″ (2016), die die Energie und Qualität ihrer Bühnenperformances dokumentierten.

Ein schwerer Schlag traf die Band am 2. September 2022, als Angus „Drummie Zeb” Gaye im Alter von 62 Jahren in London verstarb. Sein Tod bedeutete das Ende einer Ära, auch wenn Tony Robinson weiterhin unter dem Namen Aswad aktiv bleibt.

Vermächtnis und kulturelle Bedeutung

Aswad hat weit mehr geleistet als nur kommerzielle Erfolge zu feiern. Als eine der ersten britischen Reggae-Bands, die bei einem Major-Label unterschrieben und Chart-Erfolge feierten, ebneten sie den Weg für nachfolgende Künstler. Ihre Musik reflektierte authentisch die Erfahrungen schwarzer Jugendlicher in Großbritannien und thematisierte Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Identitätsfragen.

Die Band erhielt insgesamt drei Grammy-Nominierungen, was ihre internationale Anerkennung unterstreicht. Ihre Fähigkeit, traditionellen Reggae mit modernen Einflüssen zu verbinden, machte sie zu Brückenbauern zwischen verschiedenen musikalischen Welten. Interessanterweise wurde ihr größter Hit „Don’t Turn Around” später von Ace of Base gecovert, was die Reichweite des Songs noch einmal vergrößerte.

Aswad engagierte sich auch abseits der Musik für soziale Anliegen. Sie traten bei Benefizkonzerten auf und setzten sich aktiv gegen Rassismus und für soziale Gerechtigkeit ein. Ihre Texte waren nie nur Unterhaltung, sondern trugen stets eine Botschaft in sich.

Heute kann man die Musik von Aswad auf zahlreichen Online Radio-Plattformen hören, wo ihre zeitlosen Hits weiterhin ein breites Publikum erreichen. Über 20 Studioalben, zahlreiche Singles und Live-Aufnahmen bilden ein beeindruckendes musikalisches Erbe. Von den frühen Roots-Reggae-Tagen über den kommerziellen Durchbruch bis hin zu späteren experimentellen Phasen hat Aswad die Entwicklung des britischen Reggae maßgeblich mitgeprägt und bleibt eine unverzichtbare Größe in der Geschichte dieser Musikrichtung.

Songs von Aswad im Radio

Konzerte von Aswad

Wir konnten leider keine Konzerte von Aswad finden.

🤖Dieser Beitrag wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Fehler entdeckt? Hier melden.

Geschrieben von: RadioMonster.FM