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today01.03.2026
Animotion ist eine US-amerikanische New-Wave- und Synth-Pop-Band aus Los Angeles, die vor allem durch ihre Hits „Obsession” und „Room to Move” bekannt wurde. Die 1983 gegründete Formation begeisterte mit dualen Leadgesängen und elektronischen Klängen ein weltweites Publikum. Nach einer Auflösung 1990 fand die Band 2001 wieder zusammen und ist bis heute aktiv.
| Künstlername | Animotion |
| Mitglieder | Astrid Plane, Bill Wadhams, Don Kirkpatrick, Greg Smith, Jim Blair, Chris Wadhams, Wyatt Blair |
| Genre | New Wave, Synth-Pop |
| Größter Hit | Obsession |
| Gründungsjahr | 1983 |
| Land | Vereinigte Staaten |
| Markenzeichen | Duale Leadgesänge (männlich/weiblich), Synthesizer-Sound |

Die Geschichte von Animotion begann 1983 in der pulsierenden Musikszene von Los Angeles, Kalifornien. Die Band formierte sich aus ehemaligen Mitgliedern der Gruppe Red Zone, zu denen Astrid Plane am Gesang, Paul Antonelli an den Keyboards, Charles „Char” Ottavio am Bass und David „Frenchy” O’Brien am Schlagzeug gehörten. Hinzu kam Bill Wadhams, ein Sänger der Billy Bond Band, der auf Vorschlag eines Managers mit den Red Zone-Musikern zusammenarbeiten sollte. Den Namen „Animotion” schlug Astrid Plane vor – ein Begriff, der Energie und Bewegung ausdrücken sollte und perfekt zum dynamischen Sound der Band passte. Komplettiert wurde die Originalbesetzung durch Gitarrist Don Kirkpatrick, der der Formation den letzten Schliff gab.
Die Chemie zwischen den Bandmitgliedern stimmte von Anfang an. Besonders die Kombination aus Astrid Planes und Bill Wadhams’ Stimmen erwies sich als charakteristisches Merkmal, das Animotion von anderen Bands der Ära abhob. Die duale Gesangsführung, bei der männliche und weibliche Stimmen miteinander harmonierten oder kontrastierten, wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen der Gruppe.
1984 unterschrieb Animotion bei Mercury Records und veröffentlichte ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Darauf befand sich der Song „Obsession”, der die Band schlagartig berühmt machen sollte. Interessanterweise stammte das Stück nicht aus der Feder der Bandmitglieder selbst, sondern war eine Komposition von Holly Knight und Michael Des Barres, die es zunächst selbst aufgenommen hatten. Animotions Version wurde jedoch zum weltweiten Erfolg und erreichte Platz sechs der US Billboard Hot 100 sowie Platz fünf in Großbritannien. In Kanada erhielt der Song sogar Goldstatus.
Der Erfolg von „Obsession” katapultierte Animotion in die erste Reihe der New-Wave-Bewegung der 1980er Jahre. Der Song verkörperte perfekt den Zeitgeist mit seinem treibenden Synthesizer-Sound, den eingängigen Melodien und dem charakteristischen Wechselgesang. Das dazugehörige Musikvideo lief in Dauerschleife auf MTV und trug wesentlich zur Popularität bei. Die Single wurde zu einem der definierenden Songs der Dekade und ist bis heute ein fester Bestandteil vieler Webradio-Programme, die sich dem Sound der 80er Jahre widmen.
Nach diesem durchschlagenden Erfolg folgte 1985 die Single „Let Him Go”, die es auf Platz 39 der US-Charts schaffte. Obwohl dieser Song nicht ganz an den Erfolg von „Obsession” anknüpfen konnte, festigte er doch den Status der Band als ernstzunehmende Größe in der Musikszene.
1986 veröffentlichte Animotion ihr zweites Studioalbum „Strange Behavior”, das besonders in Europa gut ankam. Die Auskopplung „I Engineer” wurde vor allem im deutschsprachigen Raum ein Hit und erreichte Platz zwei in Deutschland sowie Platz sechs in der Schweiz. In den USA hingegen schaffte es der Song nur auf Platz 76, was zeigte, dass die Band international unterschiedlich wahrgenommen wurde. In dieser Phase hatte die Band bereits erste Besetzungswechsel hinter sich – Paul Antonelli und David „Frenchy” O’Brien waren ausgeschieden, und Greg Smith sowie Jim Blair waren als neue Mitglieder hinzugekommen.
Gegen Ende der 1980er Jahre kam es zu dramatischen Veränderungen in der Bandbesetzung. Gründungsmitglieder wie Astrid Plane, Charles Ottavio und Bill Wadhams verließen die Gruppe – teilweise unfreiwillig. Als Ersatz kamen Cynthia Rhodes, eine Schauspielerin und Tänzerin, die unter anderem in „Flashdance” und „Dirty Dancing” mitgewirkt hatte, sowie Paul Engemann, der am 15. Oktober 1957 geboren wurde und bereits als Solokünstler bekannt war. Mit dieser neuen Besetzung nahm Animotion 1989 ein weiteres selbstbetiteltes Album auf, das oft auch als „Room to Move” bezeichnet wird.
Die Single „Room to Move” aus diesem Album wurde zu einem der größten Erfolge der Band und erreichte Platz neun der US-Charts. Der Song wurde auch im Soundtrack des Films „My Stepmother Is an Alien” verwendet, was ihm zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffte. Heute läuft dieser Titel regelmäßig im Streaming-Programm verschiedener Internetradios, die sich auf die Musik der 80er Jahre spezialisiert haben. Trotz dieses Erfolgs konnte das Album insgesamt nicht an frühere Verkaufszahlen anknüpfen, und 1990 löste sich die Band auf.
Nach über einem Jahrzehnt der Pause fanden am 8. Februar 2001 einige der ursprünglichen Mitglieder wieder zusammen. Astrid Plane, Bill Wadhams, Don Kirkpatrick und Greg Smith beschlossen, Animotion neu zu beleben. Die wiedervereinigte Band trat zunächst vor allem live auf und pflegte das musikalische Erbe der 80er Jahre. Im Laufe der Jahre kamen weitere Musiker hinzu, darunter Chris Wadhams, der Sohn von Bill Wadhams, der seit 2011 den Bass spielt, sowie Wyatt Blair an Bass und Gitarre.
Ein besonderer Moment war die Rückkehr von Jim Blair ans Schlagzeug um 2017, nachdem Kevin Rankin, der von 2002 bis 2016 die Drums gespielt hatte, ausgeschieden war. Die Band bewies damit, dass sie trotz aller Veränderungen den charakteristischen Sound bewahren konnte. Charles Ottavio, der mit Astrid Plane verheiratet war, trat gelegentlich als Gastmusiker auf, was die familiäre Atmosphäre innerhalb der Band unterstrich.
2016 und 2017 veröffentlichte Animotion schließlich das Album „Raise” beziehungsweise „Raise Your Expectations” – das erste Studiowerk seit fast drei Jahrzehnten. Dieses Comeback-Album zeigte, dass die Band auch im 21. Jahrhundert noch kreativ und musikalisch relevant war. Die Veröffentlichung wurde von Fans der ersten Stunde begeistert aufgenommen und bewies, dass gute Musik zeitlos ist.
Animotion hat mit ihrem unverwechselbaren Sound einen festen Platz in der Musikgeschichte der 1980er Jahre. Die Kombination aus New Wave und Synth-Pop, gepaart mit den charakteristischen dualen Gesängen, machte die Band zu einem wichtigen Vertreter ihrer Ära. Ihre Musik wird bis heute auf zahlreichen Online-Radio-Sendern gespielt und erreicht so auch neue Generationen von Hörern, die den Sound der 80er Jahre schätzen.
Tragischerweise verstarb David „Frenchy” O’Brien, der ursprüngliche Schlagzeuger der Band, am 13. Januar 2019. Er wurde am 23. Mai 1947 in Worcester, Massachusetts, geboren und war ein wichtiger Teil der frühen Erfolgsgeschichte von Animotion. Sein Tod markierte das Ende einer Ära, doch die verbliebenen Mitglieder setzen sein musikalisches Erbe fort.
Bill Wadhams, der heute in Portland, Oregon, lebt, bleibt eine treibende Kraft hinter der Band. Zusammen mit Astrid Plane und den anderen Mitgliedern hält er die Musik von Animotion lebendig. Die Band tritt weiterhin auf und pflegt ihr reiches musikalisches Erbe. Neben den aktiven Mitgliedern unterstützt Kevin Hahn die Band gelegentlich als Gitarren-Ersatz, wenn Don Kirkpatrick verhindert ist.
Die kulturelle Bedeutung von Animotion geht über ihre Chartplatzierungen hinaus. Songs wie „Obsession” sind zu Ikonen der 80er Jahre geworden und tauchen regelmäßig in Filmen, Fernsehserien und Werbungen auf. Sie verkörpern den Geist einer Dekade, die von elektronischen Klängen, mutigen Experimenten und unvergesslichen Melodien geprägt war. Auch wenn die Band nie einen Grammy gewann, so hat sie doch einen unauslöschlichen Eindruck in der Popkultur hinterlassen. Ihre Musik lebt weiter – in den Herzen der Fans, auf den Bühnen dieser Welt und in den Programmen unzähliger Radiosender, die den zeitlosen Sound der 80er Jahre feiern.
Wir konnten leider keine Konzerte von Animotion finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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