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today28.02.2026
Alex Party war ein italienisches Dance-Projekt, das Anfang der 1990er Jahre gegründet wurde und vor allem durch euphorische Eurodance- und Italo-House-Klänge bekannt wurde. Mit ihrem größten Hit “Don’t Give Me Your Life” eroberten sie 1994/95 die internationalen Charts und wurden zu einer festen Größe in den Clubs der Neunziger. Die Kombination aus italienischer Produktionskunst und eingängigen englischsprachigen Vocals machte Alex Party zu einem Paradebeispiel für die Dance-Ära dieser Zeit.
| Künstlername | Alex Party |
| Mitglieder | Paolo Visnadi, Gianni Visnadi, Alex Natale, Robin „Shanie” Campbell |
| Genre | Italo House, Eurodance, Dance |
| Größter Hit | Don’t Give Me Your Life |
| Gründungsjahr | 1993 |
| Land | Italien |

Als die Brüder Paolo und Gianni Visnadi zusammen mit DJ Alex Natale im Jahr 1993 das Projekt Alex Party ins Leben riefen, war die europäische Dance-Szene bereits in vollem Gange. Die Visnadi-Brüder waren keine Unbekannten in der Szene, sie arbeiteten parallel auch am erfolgreichen Projekt Livin' Joy. Paolo Visnadi hatte bereits als Kind klassisches Klavier studiert und sich Ende der 1980er Jahre intensiv mit elektronischer Musikproduktion beschäftigt. Diese musikalische Ausbildung sollte sich als perfekte Grundlage für die kommenden Erfolge erweisen.
Die erste Veröffentlichung von Alex Party war “Saturday Night Party (Read My Lips)”, ein Track, der im Sommer 1993 besonders auf Ibiza und in europäischen Clubs für Furore sorgte. Der Song war zunächst instrumental angelegt und arbeitete mit cleveren Samples, die den typischen Sound der frühen Neunziger perfekt einfingen. Die Reaktionen waren so positiv, dass schnell klar wurde: Hier entstand etwas Besonderes.
Der eigentliche Durchbruch kam 1994 mit “Don’t Give Me Your Life”, einem Song, der die Dance-Welt im Sturm eroberte. Für diesen Track holten sich die Produzenten die britische Sängerin Robin “Shanie” Campbell ins Boot, die an der London School of Musical Theatre Gesang, Tanz und Schauspiel studiert hatte. Shanie schrieb den Text in einer emotional schwierigen Phase ihres Lebens, was dem Song eine besondere Tiefe und Authentizität verlieh.
Die Produktion war für damalige Verhältnisse hochmodern und aufwendig. Vocal-Phrasen wurden einzeln gesampelt und mittels Midi-Sequencing bearbeitet, wobei sogar Atari-Computer zum Einsatz kamen. Diese technische Raffinesse kombiniert mit Shanies eindringlicher Stimme und den treibenden Beats der Visnadi-Brüder ergab einen perfekten Dance-Track. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: In Großbritannien erreichte der Song Platz 2, ebenso in Irland, in Australien kletterte er auf Platz 13, und in den USA Dance Charts schaffte er es auf Platz 5. Auch in Italien und anderen europäischen Ländern stürmte “Don’t Give Me Your Life” die Charts.
Bei den Music Week Awards 1995 wurde der Track mit dem Titel “Club Record of the Year” ausgezeichnet, was die Bedeutung des Songs für die Club-Kultur jener Zeit unterstreicht. Bis heute gilt dieser Hit als Klassiker der 90er-Dance-Musik und wird regelmäßig auf Retro-Festivals gespielt sowie in zahlreichen Compilation-Alben aufgenommen.
Nach dem überwältigenden Erfolg von “Don’t Give Me Your Life” folgte 1995 die Single “Wrap Me Up”, die ebenfalls sehr erfolgreich war. In Großbritannien erreichte sie Platz 17, in Australien sogar Platz 11, und in Italien kletterte der Song an die Spitze der Charts. Der typische Alex-Party-Sound mit eingängigen Melodien, starken Beats und Shanies charakteristischer Stimme hatte sich etabliert und fand ein treues Publikum.
1996 erschien “Read My Lips”, eine erweiterte Version des ursprünglichen Tracks von 1993, diesmal mit vollständigen Vocals von Shanie Campbell. Der Song erreichte in Großbritannien Platz 28 und bewies, dass Alex Party auch mit Neuauflagen ihrer früheren Werke punkten konnte. Im selben Jahr veröffentlichte die Gruppe ihr einziges vollständiges Studioalbum, schlicht betitelt “Alex Party”. Das Album vereinte die erfolgreichen Singles mit weiteren Dance-Tracks und zeigte die Bandbreite des Projekts.
1997 folgte “Simple Things”, das zwar moderate Chart-Erfolge verzeichnete, aber nicht mehr an die großen Hits anknüpfen konnte. Der Song war dennoch in Dance- und Club-Charts präsent und wurde von Fans geschätzt. Die letzte reguläre Single unter dem Namen Alex Party erschien im Jahr 2000 mit “U Gotta Be”, die jedoch außerhalb der Top-40 blieb und das Ende der aktiven Phase des Projekts markierte.
Neben den eigenen Veröffentlichungen waren die Mitglieder von Alex Party auch als Produzenten und Remixer für andere Künstler tätig. Die Visnadi-Brüder und Alex Natale arbeiteten an Remixen für bekannte Acts wie 2 Unlimited, The Shamen, Jinny, Alison Limerick, Gipsy und sogar Everything but the Girl. Diese Arbeit zeigte ihre Vielseitigkeit und ihr Gespür für verschiedene Facetten der Dance-Musik.
Besonders das parallele Projekt Livin’ Joy, an dem Paolo und Gianni Visnadi ebenfalls beteiligt waren, erzielte große Erfolge und bewies, dass die Brüder ein goldenes Händchen für Hit-Produktionen hatten. Die Erfahrungen aus beiden Projekten befruchteten sich gegenseitig und trugen zur Weiterentwicklung des typischen Italo-House-Sounds bei, der in den Neunzigern so prägend war.
Obwohl Alex Party seit dem Jahr 2000 keine neuen regulären Veröffentlichungen mehr herausgebracht hat, ist das musikalische Erbe der Gruppe bis heute lebendig. “Don’t Give Me Your Life” wird regelmäßig im Internetradio gespielt und ist auf zahlreichen 90er-Dance-Compilations zu finden. Der Song hat seinen Status als Hymne jener Ära behalten und wird von DJs weltweit in Retro-Sets eingebaut.
Shanie Campbell, die Stimme hinter den größten Hits von Alex Party, ist weiterhin musikalisch aktiv. Sie tritt bei Retro-Festivals und 90er-Partys auf, wo sie die alten Hits zum Besten gibt und damit nostalgische Gefühle bei den Fans weckt. Mittlerweile lebt sie in Bismarck, North Dakota, in den USA, hat aber ihre Verbindung zur Dance-Szene nie aufgegeben. Neben den Alex-Party-Klassikern veröffentlichte sie auch eigene Songs und Cover-Versionen, darunter “You’re Still The One” und “Piano in the Dark”.
Die Kombination aus italienischer Produktionsexzellenz und englischsprachigen, emotionalen Vocals war das Markenzeichen von Alex Party. Diese Formel erwies sich als äußerst erfolgreich und prägte den Sound vieler Dance-Projekte der Neunziger. Die Verwendung modernster Studiotechnik, gepaart mit eingängigen Melodien und starken Hooklines, machte die Musik von Alex Party zu einem festen Bestandteil der Club-Kultur.
Heute erinnern sich Fans weltweit gerne an die Zeit zurück, als Alex Party die Tanzflächen füllte. Die Musik des Projekts steht exemplarisch für eine Ära, in der Dance-Musik nicht nur in Clubs, sondern auch in den Mainstream-Charts dominierte. Ob beim Streaming oder im Radio – die Hits von Alex Party haben ihren Platz in der Musikgeschichte sicher und werden auch künftige Generationen zum Tanzen bringen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Alex Party finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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