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today28.02.2026
Adamski, bürgerlich Adam Paul Tinley, ist ein britischer DJ und Produzent, der Ende der 1980er Jahre die Acid-House-Szene mitprägte. Sein größter Erfolg war 1990 die Single „Killer” mit Seal, die vier Wochen lang die britischen Charts anführte. Mit seinen innovativen Sounds und energiegeladenen Live-Sets wurde er zu einer Schlüsselfigur der frühen Rave-Kultur.
| Künstlername | Adamski |
| Bürgerlicher Name | Adam Paul Tinley |
| Genre | Acid House, Dance, Electronic |
| Größter Hit | Killer (mit Seal) |
| Geburtsdatum | 4. Dezember 1967 |
| Geburtsort | Lymington, Hampshire, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Schütze |

Adam Paul Tinley kam am 4. Dezember 1967 in der beschaulichen Hafenstadt Lymington in Hampshire zur Welt. Schon früh zeigte sich seine rebellische Ader und sein unstillbarer Drang zur Musik. Mit gerade einmal elf Jahren gründete er zusammen mit seinem damals erst fünfjährigen Bruder Dominic die Punkband The Stupid Babies. Was als kindlicher Spaß begann, entwickelte sich schnell zu etwas Ernsthaftem: Ihre Aufnahme „Babysitters” landete auf einem Indie-Sampler und wurde sogar vom legendären BBC Radio 1 DJ John Peel gespielt. Musikmagazine wie Smash Hits und Melody Maker berichteten über die ungewöhnlich jungen Musiker.
Diese frühe Erfahrung mit Punk und DIY-Kultur prägte Tinleys musikalisches Selbstverständnis nachhaltig. Später formte er mit seinem Bruder Mark und Jonny Slut die Band Diskord Datkord, bevor er sich zunehmend elektronischen Klängen zuwandte. Die rohe Energie des Punk sollte er später in seine House-Produktionen übertragen und damit einen ganz eigenen Sound kreieren.
Ende der 1980er Jahre erlebte Adamski eine musikalische Offenbarung. 1988 reiste er nach Ibiza und tauchte dort in die aufblühende Balearic- und Acid-House-Szene ein. Die Kombination aus hypnotischen Beats, synthetischen Klängen und der ekstatischen Atmosphäre der Clubs faszinierte ihn sofort. Zurück in England begann er, als DJ zu arbeiten und spielte bald vor tausenden begeisterten Ravern in illegalen Warehouse-Partys und aufkommenden Clubnächten.
Seine Sets waren energiegeladen und experimentell. Adamski nutzte Equipment wie die Roland TR-909 Drum Machine und den Ensoniq SQ-80 Synthesizer, um Sounds zu kreieren, die die Tanzflächen zum Kochen brachten. Er wurde schnell zu einer festen Größe in der britischen Rave-Szene und begann, eigene Tracks zu produzieren. Sein erstes Album „Liveandirect” von 1989 fing die rohe Energie seiner Live-Auftritte ein und etablierte ihn als ernstzunehmenden Produzenten in der elektronischen Musikszene.
Das Jahr 1990 sollte Adamskis Leben für immer verändern. Er hatte ein instrumentales Stück namens „The Killer” produziert, das mit seinem treibenden Bassline und den charakteristischen Acid-House-Elementen bereits großes Potenzial zeigte. Die entscheidende Wendung kam, als er den damals noch unbekannten Sänger Seal traf. Seal übergab ihm Texte, und gemeinsam nahmen sie das Lied auf, wobei Seals eindringliche Vocals dem Track eine völlig neue Dimension verliehen.
„Killer” wurde im März 1990 veröffentlicht und entwickelte sich zu einem phänomenalen Erfolg. Die Single schoss auf Platz eins der britischen Charts und hielt sich dort vier Wochen lang. Auch international war der Song ein Hit und erreichte Spitzenplatzierungen in Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Der Track wurde zum Soundtrack des Acid-House-Jahres 1990 und machte sowohl Adamski als auch Seal über Nacht zu Stars. Bei den Brit Awards 1991 wurde „Killer” als „British Single of the Year” nominiert.
Der Erfolg von „Killer” war jedoch nur der Anfang einer produktiven Phase. Weitere Singles wie „N-R-G”, das Platz zwölf in Großbritannien erreichte, und „The Space Jungle”, das bis auf Platz sieben kletterte, folgten. Sein zweites Album „Doctor Adamski’s Musical Pharmacy” aus dem Jahr 1990 vereinte Live-Elemente mit durchproduzierten Tracks und zeigte die Bandbreite seines musikalischen Könnens. Wer damals Internetradio oder Streaming genutzt hätte, wäre kaum an Adamskis Sounds vorbeigekommen.
Nach dem kometenhaften Aufstieg begann Adamski, musikalisch neue Pfade zu beschreiten. Sein Album „Naughty” von 1992 zeigte eine introspektivere Seite mit stärkeren Rock-Einflüssen und persönlicheren Vocals. Die Veröffentlichung „Adamski vs The Sentinels” 1993 war ein weiteres Experiment, gefolgt von „Adamski’s Thing” 1998, das verschiedene Stilrichtungen miteinander verschmolz.
Parallel zu seinen Albumveröffentlichungen konzentrierte sich Adamski verstärkt auf seine DJ-Arbeit und begann, unter verschiedenen Aliases zu arbeiten. Als Adam Sky und Sonny Eriksson erforschte er unterschiedliche Klangästhetiken und visuelle Konzepte. Besonders sein „Futurewaltz”-Projekt, bei dem er mit ungewöhnlichen Taktarten wie 3/4 experimentierte, zeigte seinen Innovationsgeist.
In den 2000er und 2010er Jahren blieb Adamski produktiv, wenn auch außerhalb des Mainstreams. Alben wie „Revolt” (2015), „The Sound of Sonny Eriksson” (2017) und „Re:nrgise” (2019) zeigten seine kontinuierliche kreative Entwicklung. Er arbeitete mit verschiedenen Künstlern zusammen und blieb der elektronischen Musik treu, während er gleichzeitig neue Sounds und Technologien integrierte.
2020, dreißig Jahre nach dem ursprünglichen Erfolg, veröffentlichte Adamski das bemerkenswerte Album „Free to Kill Again”. Es enthielt zehn neue Versionen seines Klassikers „Killer”, jeweils mit unterschiedlichen Gastkünstlern wie Boy George, Nina Hagen und Mykki Blanco. Dieses Projekt zeigte nicht nur die zeitlose Qualität des ursprünglichen Tracks, sondern auch Adamskis Fähigkeit, sein eigenes Werk immer wieder neu zu interpretieren und in zeitgenössische Kontexte zu setzen.
Adamskis Einfluss auf die elektronische Musikszene kann kaum überschätzt werden. Als einer der Pioniere der britischen Acid-House- und Rave-Bewegung half er, einen Sound zu definieren, der Generationen von Produzenten und DJs inspirierte. Seine Bereitschaft zu experimentieren, verschiedene Genres zu verschmelzen und unter verschiedenen Namen zu arbeiten, zeigt einen Künstler, der sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhte.
Heute wird Adamskis Musik weiterhin auf zahlreichen Online Radio Stationen und Streaming-Plattformen gespielt. „Killer” bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil jeder 90er-Jahre-Playlist und wird regelmäßig auf Webradio-Kanälen gespielt, die sich der Dance- und House-Musik widmen. Mit zwei Kindern und einem Leben, das weiterhin der Musik gewidmet ist, bleibt Adam Paul Tinley alias Adamski eine faszinierende Figur der britischen Musikgeschichte – ein Künstler, der von Punk über Acid House bis zu modernen elektronischen Experimenten eine bemerkenswerte kreative Reise zurückgelegt hat.
Wir konnten leider keine Konzerte von Adamski finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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