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today01.03.2026
10,000 Maniacs gehören zu den prägenden Alternative-Rock-Bands der 1980er und 1990er Jahre und begeisterten mit poetischen Texten und folkigen Klängen. Die Band aus Jamestown, New York, wurde vor allem durch die charismatische Sängerin Natalie Merchant bekannt. Bis heute ist die Gruppe aktiv und hat mehrere Besetzungswechsel überstanden.
| Künstlername | 10,000 Maniacs |
| Mitglieder | Mary Ramsey, Jerome Augustyniak, John Lombardo, Dennis Drew, Ben Medina, Steven Gustafson (ehemalige: Natalie Merchant, Robert Buck) |
| Genre | Alternative Rock, Folk Rock, College Rock |
| Größter Hit | Because the Night (MTV Unplugged) |
| Gründungsjahr | 1981 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Poetische, sozialkritische Texte, folkige Melodien, weibliche Leadstimme |

Im Jahr 1981 formierte sich in der kleinen Stadt Jamestown im Bundesstaat New York eine Band, die zunächst unter dem Namen Still Life auftrat. Die Gründungsmitglieder Steven Gustafson am Bass, Dennis Drew an den Keyboards, Robert Buck an der Gitarre sowie Teri Newhouse als Sängerin und Chet Cardinale am Schlagzeug experimentierten mit verschiedenen Sounds. Bald stieß die damals erst 17-jährige Natalie Merchant als Background-Sängerin dazu und übernahm rasch die Rolle der Frontfrau. Der ungewöhnliche Bandname 10,000 Maniacs war eine Anspielung auf einen Low-Budget-Horrorfilm und sollte die kreative Unabhängigkeit der Gruppe unterstreichen.
In den frühen Jahren veröffentlichten sie ihre ersten Alben in Eigenregie. Das Debüt “Secrets of the I Ching” erschien 1983 und zeigte bereits die Vorliebe für literarische Texte und unkonventionelle Arrangements. Mit “The Wishing Chair” von 1985 gelang der Sprung zu Elektra Records, einem Major-Label, das der Band größere Reichweite verschaffte. Die College-Rock-Szene wurde schnell auf die Band aufmerksam, und ihre Konzerte zogen ein treues Publikum an.
Das Jahr 1987 markierte den internationalen Durchbruch für 10,000 Maniacs. Das Album “In My Tribe”, produziert von Peter Asher, blieb beeindruckende 77 Wochen in den Charts und etablierte die Band als feste Größe im Alternative-Rock-Bereich. Songs wie “Like the Weather”, “What’s the Matter Here?” und “Don’t Talk” wurden zu Radiohits und liefen regelmäßig im Internetradio sowie auf College-Stationen. Die Platte erreichte Gold- und später Platinstatus in den USA.
“Like the Weather” wurde 1988 als Single ausgekoppelt und erreichte Platz 68 in den Billboard Hot 100. Der Song besticht durch seine melancholische Atmosphäre und Natalie Merchants eindringliche Stimme, die den inneren Gemütszustand bei grauem Himmel widerspiegelt. Die Kombination aus poetischen Texten und eingängigen Melodien wurde zum Markenzeichen der Band. Ursprünglich enthielt das Album auch eine Coverversion von Cat Stevens’ “Peace Train”, die jedoch später aus einigen Pressungen entfernt wurde.
Nach dem Erfolg von “In My Tribe” folgten weitere starke Alben. “Blind Man’s Zoo” erschien 1989 und enthielt mit “Trouble Me” einen weiteren Hit, der Platz 44 in den US-Charts erreichte. Das Album setzte die sozialkritische Linie der Band fort und behandelte Themen wie Umweltzerstörung und politische Ungerechtigkeit. 1992 kam “Our Time in Eden” heraus, das mit “These Are Days” und “Candy Everybody Wants” erneut für Airplay und Chartpräsenz sorgte.
Ein Höhepunkt war die MTV Unplugged-Session, die 1993 aufgezeichnet wurde. Die Coverversion von Patti Smiths “Because the Night” erreichte Platz 11 der Billboard Hot 100 und wurde zum größten kommerziellen Erfolg der Band. Doch kurz nach dieser Veröffentlichung verließ Natalie Merchant die Gruppe, um ihre Solokarriere zu starten. Ihr Debütalbum “Tigerlily” von 1995 wurde ein großer Erfolg und bewies, dass sie auch ohne die Band künstlerisch überzeugen konnte.
Nach Natalies Weggang stand die Band vor der Herausforderung, eine neue Sängerin zu finden. Mary Ramsey, die bereits als Gastmusikerin mit der Band zusammengearbeitet hatte, übernahm den Leadgesang und brachte mit ihrer Viola einen neuen Klangcharakter ein. Das Album “Love Among the Ruins” erschien 1997 und enthielt mit der Coverversion von Roxy Musics “More Than This” einen überraschenden Hit, der Platz 24 in den US-Charts erreichte.
Die folgenden Jahre brachten weitere Alben wie “The Earth Pressed Flat” von 1999, doch der tragische Tod von Gitarrist Robert Buck im Jahr 2000 erschütterte die Band tief. Buck war seit den Anfangstagen dabei gewesen und hatte maßgeblich zum Sound der Gruppe beigetragen. Nach einer Pause nahm die Band 2003 den Betrieb mit neuer Besetzung wieder auf. Jeff Erickson und später Ben Medina übernahmen die Leadgitarre.
In den 2010er Jahren veröffentlichten 10,000 Maniacs weitere Alben wie “Music From The Motion Picture” von 2013 und “Twice Told Tales” von 2015, das traditionelle britische und amerikanische Folk-Songs neu interpretierte. Die Band tourte weiterhin und spielte sowohl neue Songs als auch die Klassiker aus der Natalie-Merchant-Ära. Für viele Fans, die die Band über Online Radio oder Streaming-Dienste entdeckten, blieben die Hits der späten 1980er und frühen 1990er Jahre die prägendsten.
Das Vermächtnis von 10,000 Maniacs liegt in ihrer Fähigkeit, anspruchsvolle Texte mit zugänglicher Musik zu verbinden. Sie ebneten den Weg für viele Alternative-Rock-Bands der 1990er Jahre und zeigten, dass kommerzielle Erfolge und künstlerische Integrität sich nicht ausschließen müssen. Die Band hat bis heute eine treue Fangemeinde und ihre Songs werden regelmäßig im Webradio gespielt. Die aktuelle Besetzung mit Mary Ramsey, Jerome Augustyniak, John Lombardo, Dennis Drew, Ben Medina und Steven Gustafson hält die Tradition lebendig und bringt die Musik von 10,000 Maniacs zu neuen Generationen von Hörern.
Wir konnten leider keine Konzerte von 10 finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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