PC & Gaming

PlayStation-Exklusivtitel für PC ade – Sony zieht sich vorerst von PC-Ports zurück

today25.05.2026

Hintergrund

Was einst schon früher undenkbar war, wurde innerhalb der letzten Jahre fast schon zur Normalität für viele Gaming-Enthusiasten: Sony’s Konsolen-Exklusivtitel, wie in etwa The Last of Us oder Marvel’s Spider-Man, die beide aus dem Hause Sony Computer Entertainment stammen, sind einige Jahre später tatsächlich auch auf dem PC erschienen. Doch genau damit ist nun wieder Schluss, denn aufgrund einer neuen Marktlage und neuer Konkurrenz (Thema: Steam Machine), ändert Sony nun seine Plattformstrategie. Was das für Gamer bedeutet und welche Ursachen tatsächlich hinter dieser Entscheidung stecken, versuchen wir Dir heute in diesem Beitrag zu beantworten.

The Last of Us, Spider-Man und Horizon Forbidden West – diese Exklusivtitel gab es plattformübergreifend

PlayStation-Exklusivtitel für PC ade – Sony zieht sich vorerst von PC-Ports zurück

Wirft man einen Blick auf Bewertungsplattformen und schaut sich dort die am besten bewerteten Singleplayer-Blockbuster für Sony’s PlayStation an, so stößt man recht schnell auf Titel wie Spider-Man, The Last of Us 1 oder auch Horizon Forbidden West. Diese und ähnliche Titel sind mitunter auch der Grund dafür, warum Gaming-Enthusiasten sich überhaupt eine Spielekonsole kaufen, abgesehen von Gründen der Bequemlichkeit. Denn streng genommen lassen sich zumindest technisch die meisten Spiele, Konsolen-Exklusivtitel inklusive, auch oder sogar noch besser auf dem PC spielen, wenn die notwendige Rechenleistung vorhanden ist. Doch allen voran aufgrund wirtschaftlicher Interessen, ging Sony in der Vergangenheit dazu über, mehr und mehr dieser ursprünglichen Konsolen-Exklusivtitel wie Marvel’s Spider-Man Remastered oder Horizon Forbidden West, mit Verzögerung auch auf dem PC zu veröffentlichen. Das steigerte die Verkaufszahlen und damit den Umsatz enorm. Doch die Marktlage hat sich aufgrund verschiedener Faktoren geändert, und Sony hat darauf nun reagiert.

Welche Titel werden in Zukunft nicht mehr auf dem PC erscheinen?

Ghost of Yotei, Death Stranding 2, Astro Bot oder auch Marvel’s Wolverine sind die ersten großen Triple-A-Spiele, die inzwischen keinen PC-Port mehr erhalten. Zum Vergleich: Death Stranding 1 erschien vor einiger Zeit noch auf dem PC, wenngleich auch mit Verzögerung. Diese Strategie, vermeintliche Exklusivtitel mit Verzögerung auf anderen Plattformen zu veröffentlichen, griff bei den meisten Titeln, darunter auch Marvel’s Spider-Man oder The Last of Us.

Valve’s Steam Machine und veränderte Marktlage: mögliche Ursachen für Sony’s neue Plattformstrategie

Hinsichtlich der tatsächlichen Beweggründe, die hinter dieser Entscheidung stecken, gibt es zum einen die offizielle Begründung von Sony, die sich verstärkt auf scheinbar schwächere Verkaufszahlen beruft und auf den “Schutz des PlayStation-Ökosystems”. Doch tatsächlich dürfte vor allem eine Ankündigung aus dem Hause Valve am meisten zu dieser neuen Plattformstrategie von Sony beigetragen haben, und diese hört auf den Namen “Steam Machine”. Valve, als Spieleplattform für den PC und größter digitaler Spielemarktplatz weltweit, versucht nun in gewisser Weise ebenfalls auf dem Konsolenmarkt Fuß zu fassen. Nach dem enormen Erfolg von Valve’s Handheld “Steam Deck”, hat Valve nun eine Art Konsole angekündigt, die streng genommen ein kleiner Mini-PC mit eigenem Betriebssystem (Steam OS) ist. Spielen lässt sich auf diesem konsolenartigen Mini-PC nahezu die gesamte Steam-Spiele-Bibliothek, wodurch Valve’s Steam Machine in Zukunft auch für Sony’s PlayStation eine enorme Konkurrenz darstellen kann. Diese Ankündigung hat zudem einen enormen Hype ausgelöst und wurde sehr positiv von vielen Gaming-Enthusiasten aufgenommen. Doch genau das hat bei den bekannten Platzhirschen des Spielekonsolen-Marktes Angst ausgelöst, und dazu gehört auch Sony. Fortan nun weiterhin noch PlayStation Exklusivtitel auf dem PC zu veröffentlichen, womit die Spiele auch auf Valve’s Steam Machine spielbar werden, scheint aus Sicht von Sony ein Schuss in den eigenen Fuß zu sein. Genau deshalb greift jetzt die neue Plattformstrategie. Ob sie sich für Sony auszahlt, bleibt abzuwarten.

Geschrieben von: RadioMonster.FM