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today14.03.2026
Bereits seit Februar 2013 lieferte die größte Video- und damit auch Musikstreamingplattform YouTube regelmäßig Streaming-Daten an Billboard und trug somit maßgeblich zu der Chartberechnung bei. Doch seit dem 16. Januar 2026 ist diese Partnerschaft inzwischen Geschichte. Wie YouTube selbst diesen Schritt begründet und welche Auswirkungen das auf die Billboard-Chartberechnungen hat, erfährst Du hier!

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, möchten wir zunächst klarstellen, was die Billboard-Charts eigentlich sind und warum sie in der Musikwelt eine nicht zu verachtende Relevanz genießen. Kurz und knapp: Bei Billboard handelt es sich im Wesentlichen um ein US-Musikmagazin und gleichermaßen ein Branchenunternehmen, welches hauptsächlich für seine Musikcharts bekannt ist. Dazu gehören unter anderem die Billboard Hot 100 und Billboard 200 Hitlisten. Wie die meisten Charthitlisten messen auch die Billboard-Charts, welche Songs und Alben aktuell am erfolgreichsten sind.
YouTube steuerte bereits seit 2013 zu der Chartberechnung von Billboard aktiv bei. Da YouTube selbst in gewissermaßen als Musikstreamingplattform fungiert und das auch abseits von YouTube-Music, ist die Videoplattform wichtig, wenn es darum geht, die Beliebtheit und den Erfolg verschiedener Künstler und deren Songs zu bestimmen. Durch die Daten, die YouTube regelmäßig an Billboard weitergab, wurden später auch die Albumcharts maßgeblich beeinflusst.
Durch den Wegfall sämtlicher Streamingdaten, die YouTube zuvor an Billboard weiterreichte, ergeben sich deutlich spürbare Auswirkungen auf die Berechnung der verschiedenen Billboard-Charts. Vereinfacht gesagt werden ab nun sämtliche Video-Streams von YouTube nicht mehr in der Chartberechnung berücksichtigt, was wiederum zufolge hat, dass Musikvideos oder virale Clips auf Social Media in Zukunft schlechter oder zum Teil gar nicht mehr in den Charts abgebildet werden können. Während virale YouTube-Erfolge in Zukunft damit kaum noch stattfinden, könnte sich durch den Wegfall der YouTube-Daten der Fokus zunehmend auf monetarisierte Streaming-Plattformen verschieben. Dieser zuletzt genannte Faktor trug in letzter Konsequenz sogar zu YouTubes Entscheidung bei, keine Daten mehr an Billboard zu liefern.
Lyan Cohen, der seinerseits der Chef von YouTube Music ist, ließ nähere Details zu der Entscheidung von YouTube verlauten. So gab Cohen an, dass die Entscheidung hauptsächlich auf eine zunehmende Unzufriedenheit über die Chart-Methodik von Billboard zurückzuführen ist. Billboard, so Lyan Cohen, würde Songs stärker gewichten, wenn diese über Abo-Dienste und damit bezahlte Streamingdienste abgespielt werden. Kostenlose oder werbefinanzierte Streams würden weniger berücksichtigt werden, wodurch die Chart-Hitlisten ein verzerrtes Bild darstellen würden. “Every fan matters and every play should count equally“, ließ Lyan Cohen verlauten, womit sich YouTubes Entscheidung, fortan keine Daten mehr an Billboard weiterzugeben, auch am besten auf den Punkt bringen lässt.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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