Musik

Für 170 Millionen Euro: Britney Spears verkauft ihren Musikkatalog

today12.02.2026

Hintergrund

Obwohl die Tinte unter dem Vertrag bereits seit dem 30. Dezember 2025 trocken sein soll, kam die Meldung erst jetzt heraus: Britney Spears hat ihr künstlerisches Werk und die damit verbundenen Rechte an einen Musikverlag veräußert. Ganz neu ist ein solches Vorgehen in der Branche nicht. Doch worin liegen eigentlich die Vorteile für die Beteiligten?

Spears folgt großen Vorbildern

Für 170 Millionen Euro: Britney Spears verkauft ihren Musikkatalog

Der Verkauf eigener Musikkataloge ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. In den Vorjahren entschieden sich Künstler wie etwa Justin Bieber oder Justin Timberlake gleichermaßen zu diesem Schritt. Folk-Legende Bob Dylan erhielt für die Veräußerung sämtlicher Rechte an seinen Songs im Jahre 2020 circa 350 Millionen Euro. Unangefochtene Spitzenreiter in dieser Kategorie sind jedoch Queen mit ihrem Sänger Freddie Mercury: Im Jahre 2020 durchbrach die englische Rockband mit dem Katalog-Verkauf die magische Schallmauer von einer Milliarde Euro. Dagegen wirken die rund 170 Millionen Euro, die Britney Spears nun erhalten haben soll, fast schon wie Kleingeld.

Weniger Arbeit bei sicheren Einnahmen

Natürlich ist damit die Frage verbunden, warum sich Künstler gegenwärtig so häufig von ihren Liedern und den dazugehörigen Rechten trennen. Einerseits sicherlich, weil sich auf diese Weise auf einen Schlag erhebliche Einnahmen generieren lassen, die in einem Musikmarkt der Zukunft, der starken Veränderungen entgegensieht, keineswegs sicher wären. Andererseits ist es Sängern und Bands damit möglich, die eigene Arbeit deutlich zu reduzieren. Nicht jedermann möchte mit der Vermarktung der Songs seine Lebenszeit vergeuden. So ließ Britney Spears bereits durchblicken, sich nach der Veräußerung ihres Musikkatalogs sogar gänzlich aus dem Showgeschäft zurückzuziehen.

Eine Wette auf die Zukunft

Demgegenüber steht der Käufer der Kataloge und Rechte. Im Falle von Britney Spears handelt es sich dabei um den Musikverlag Primary Wave, der bereits häufiger bei der Vermarktung von Lizenzen in Erscheinung getreten war. Der Erwerb von Musikstücken ist eine Investition in die Zukunft. Dabei wird die Wette eingegangen, dass die erhaltenen Songs in einigen Jahren oder Jahrzehnten im Wert steigen. Der Käufer profitiert somit zeitnah von Tantiemen, die durch das Abspielen der Lieder erzielt werden. Ebenso aber durch einen späteren Verkauf des Katalogs, der im Idealfall die Kasse richtig klingeln lässt.

Der Wert der Musik wird neu bestimmt

Klar ist allerdings auch, dass die Branche in eine ungewisse Zukunft blickt. Denn vor allem in Zeiten des Streamings ist mehr denn je die Frage offen, welchen Wert ein Song eigentlich hat und welche Einkünfte damit erwirtschaftet werden können. Dass sich Britney Spears nun von ihrem künstlerischen Werk getrennt hat, mag private Gründe haben – die 44-jährige US-Amerikanerin möchte künftig mehr Zeit mit der Familie verbringen. Gleichzeitig hat sie sich durch den Verkauf aber einen festen Erlös gesichert, der in einem sich wandelnden Markt vielleicht bald schon deutlich geringer ausfallen würde.

Geschrieben von: RadioMonster.FM