Wirtschaft & Politik

Die Musikfinanzierung erreicht neue Höchstwerte – so können Kleinanleger davon profitieren

today20.02.2026

Hintergrund

Gold, Währungen, Immobilien und Rohstoffe: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sein Geld sinnvoll anzulegen. Doch nur wenige davon machen wirklich Spaß. Wer möchte, kann demnächst aber vielleicht den einen oder anderen Euro in das eigene Lieblingslied investieren – und bares Geld verdienen, wenn das Stück im Radio läuft.

Die Branche steht vor einem Wandel

Die Musikfinanzierung erreicht neue Höchstwerte – so können Kleinanleger davon profitieren

Musiker fristeten bislang nicht unbedingt ein glanzvolles Leben. Sicherlich gibt und gab es immer Ausnahmen: Stars und Sternchen, die über Nacht zum Millionär wurden – oder die zumindest ihren Lebensunterhalt sicherten. Der überwiegende Teil der Künstler konnte von solch einem Glück indes nur träumen. Zu wenig Geld ließ sich mit Songs und Konzerten verdienen. Das dürfte sich nun aber ändern, immerhin wollen Musikagenturen, Verlage, Investoren und sogar nationale Fördertöpfe künftig mehr Geld in den Markt spülen. Alleine im Januar 2026 belief sich die ausgezahlte Summe bereits auf 2,4 Milliarden US-Dollar.

Gute Lieder sind eine Goldgrube

Doch warum wird die Branche für die Geldgeber eigentlich genau jetzt so interessant? Der Grund dürfte darin zu sehen sein, dass sich die Musikrechte in den letzten Jahren als alternative Anlagemethode etabliert haben. Mit Songs lässt sich bares Geld verdienen. Einmal über den Verkauf von Alben und Singles sowie über das Streaming im Internet und bei den Medienanstalten. Ebenso aber über Tantiemen, die selbst nach langer Zeit noch gezahlt werden können. Ein gutes Beispiel ist das Lied „Last Christmas“ der britischen Pop-Band Wham!: Jahr für Jahr spielt das Werk etwa zehn Millionen US-Dollar ein.

Die Risiken im Vergleich zu anderen Anlageobjekten fallen geringer aus

Die meisten Investoren sind allerdings nicht an einzelnen Liedern interessiert. Sie wollen vielmehr den vollständigen Musikkatalog eines Künstlers erwerben – inklusive aller Rechte. So gaben in der Vergangenheit bereits Britney Spears, Bob Dylan oder Queen ihr Gesamtwerk in die Hände von Anlegern. Songs gelten dabei als wertbeständiger als viele andere Währungen, Rohstoffe oder Immobilien. Denn das Streaming der Musik im Internet läuft sogar in den größten Krisen ungemindert weiter. Wer sich Anteile an Songs ins Portfolio legt, kann damit also Geld verdienen.

Die Möglichkeit, vom Boom zu profitieren

Wer sich auf diese Weise seine Haushaltskasse ein wenig aufbessern möchte, sollte sich Anlagefonds aussuchen, die auf die Verwertung von Musik- und Streamingrechten spezialisiert sind. Und da die Branche momentan Milliardensummen in die Hand nimmt, um sie in die Musiker zu investieren, dürfte der Trend auch noch einige Jahre anhalten. So entsteht eine mehr als solide Basis, durch die selbst Kleinanleger mit einzelnen Songs und ganzen Musikkatalogen etwas Geld verdienen. Zugleich werden damit künftig mehr Künstler ihren Lebensunterhalt sicherstellen können.

Geschrieben von: RadioMonster.FM