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Es war mal wieder ein Event der Superlative: Als die BRIT Awards am 28. Februar 2026 in Manchester verliehen wurden, gaben sich Stars und Sternchen der Musikbranche die Klinke in die Hand. Doch etwas war anders als sonst in der langen Tradition des Preises.

Ehre, wem Ehre gebührt – darum sollen die Preisträger ganz am Anfang dieses Artikels genannt werden: Mit insgesamt vier Trophäen war Olivia Dean die große Siegerin des Abends. Auch am Song des Jahres war sie im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Sam Fender beteiligt. Den Lifetime Achievement Award erhielt der bereits verstorbene Ozzy Osbourne. War also alles so wie immer bei den diesjährigen BRIT Awards? Mitnichten, denn zum ersten Mal seit 48 Jahren wurde die Gala nicht in Englands Hauptstadt London, sondern in Manchester ausgetragen.
Natürlich wird in der Musikbranche bereits kontrovers über die Gründe für diesen Schritt diskutiert. Wobei ohnehin offen ist, ob er von Dauer sein wird, denn bislang hat sich Manchester nur für die Jahre 2026 und 2027 die Rechte für die Austragung der BRIT Awards sichern können. Damaris Rex-Taylor, die Geschäftsführerin von Sony Music, vermutet die vielfältige Kunst- und Kulturszene in Manchester als wesentliches Argument für den neuen Standort – die Menschen dort hätten es schlichtweg verdient, dass der renommierteste Musikpreis des Vereinigten Königreiches bei ihnen übergeben werde.
Demgegenüber gibt es jene Branchenkenner, die eher die steigenden Kosten für das Event als ausschlaggebend ansehen. Immerhin müssten die O2 Arena gebucht, Hotelzimmer für die Stars und ihre Begleiter reserviert oder Plätze in den besten Restaurants freigehalten werden – das kostet eben. War den Veranstaltern die Gesamtrechnung im teuren London also zu hoch und wurde der Umzug nach Manchester erwogen, um profitabler zu wirtschaften? Allerdings ist sich die Musikszene einig darin, dass derlei Preisverleihungen ohnehin dezentralisiert und somit nicht stets in der gleichen Stadt ausgetragen werden sollten.
Wahrscheinlicher dürfte aber sein, dass künftig kleineren Städten zu mehr Sichtbarkeit gerade im Bereich von Kunst und Kultur verholfen werden soll. Denn auch in Manchester, Liverpool, Birmingham oder Bristol wird gute Musik gemacht. Der Umzug der Gala könnte somit dafür sorgen, dass regionale Künstler endlich jene Bühne erhalten, die sie seit langer Zeit verdienen – verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Kulturförderung in den kommenden Jahren vielleicht stärker auf lokaler Ebene ausbreitet, statt die Geldtöpfe nur über Sänger und Bands der Hauptstadt auszuschütten.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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