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today01.03.2026
Christine McVie war eine der prägendsten Stimmen des Rock und eine zentrale Songwriterin von Fleetwood Mac. Mit ihrer warmen, gefühlvollen Stimme und zeitlosen Hits wie “Don’t Stop” und “Everywhere” schrieb sie Musikgeschichte. Die britische Musikerin verstarb am 30. November 2022 in London.
| Künstlername | Christine McVie |
| Bürgerlicher Name | Christine Anne Perfect |
| Genre | Blues, Blues Rock, Soft Rock, Pop Rock |
| Größter Hit | Got a Hold on Me |
| Geburtsdatum | 12. Juli 1943 |
| Geburtsort | Greenodd, Lancashire, England |
| Wohnort | Wickhambreaux, Kent, England |
| Todesdatum | 30. November 2022 |
| Sterbeort | London, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Krebs |

Christine Anne Perfect wurde am 12. Juli 1943 in dem kleinen Ort Greenodd in Lancashire geboren und wuchs in Bearwood und Smethwick bei Birmingham auf. Musik war von Anfang an Teil ihres Lebens, denn ihr Vater war Violinist und Musiklehrer, während ihre Mutter als Medium und Hellseherin arbeitete. Besonders bemerkenswert war auch ihr Großvater, der als Organist in der Westminster Abbey tätig war. Diese musikalische Familientradition sollte Christines Lebensweg entscheidend prägen.
Bereits mit vier Jahren begann sie Klavier zu spielen, und mit elf Jahren erhielt sie klassischen Klavierunterricht, den sie bis zum Alter von etwa 15 Jahren fortsetzte. Doch die junge Christine fühlte sich zunehmend vom Rock’n’Roll und Blues angezogen, was sie dazu brachte, sich von der klassischen Musik abzuwenden und neue musikalische Wege zu erkunden. Während ihres Kunststudiums an der Moseley School of Art in Birmingham tauchte sie tief in die britische Blues-Szene ein und spielte in verschiedenen Bands, darunter Sounds of Blue. Sie arbeitete auch mit Spencer Davis zusammen und wurde schließlich Sängerin und Keyboarderin bei der Blues-Band Chicken Shack.
Bei Chicken Shack veröffentlichte Christine Perfect Ende der 1960er Jahre zwei Alben: “40 Blue Fingers, Freshly Packed and Ready to Serve” im Jahr 1968 und “O.K. Ken?” 1969. Ihre Arbeit mit der Band brachte ihr erste Anerkennung in der britischen Musikszene ein. Im Jahr 1968 heiratete sie John McVie, den Bassisten von Fleetwood Mac, und nahm seinen Nachnamen an. Diese Verbindung sollte nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre musikalische Karriere grundlegend verändern.
Noch bevor sie offiziell Mitglied von Fleetwood Mac wurde, arbeitete Christine als Session-Musikerin für die Band. 1970 trat sie dann als festes Mitglied bei und begann eine Ära, die Fleetwood Mac zu einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten machen sollte. Ihr erstes Album mit der Band war “Future Games” im Jahr 1971, gefolgt von “Bare Trees” 1972 und weiteren Veröffentlichungen wie “Penguin” und “Mystery to Me” 1973 sowie “Heroes Are Hard to Find” 1974.
1974 zog Christine McVie gemeinsam mit Fleetwood Mac nach Kalifornien, wo die Band eine neue kreative Phase begann. Mit dem Beitritt von Lindsey Buckingham und Stevie Nicks im Jahr 1975 formierte sich die klassische Besetzung, die Musikgeschichte schreiben sollte. Das selbstbetitelte Album “Fleetwood Mac” von 1975 brachte erste große Erfolge, darunter Christines Songs “Over My Head” und “Say You Love Me”, die beide die Top 20 der US-Charts erreichten.
Der wahre Durchbruch kam jedoch 1977 mit dem legendären Album “Rumours”, das zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten wurde. Christine steuerte unvergessliche Hits wie “Don’t Stop” und “You Make Loving Fun” bei, die beide in die Top 5 der US-Charts einstiegen. “Don’t Stop” wurde später sogar zur Wahlkampfhymne von Bill Clinton. Das Album gewann den Grammy Award für Album of the Year und machte Fleetwood Mac zu Superstars. Ihre Fähigkeit, persönliche Erfahrungen in universell ansprechende Songs zu verwandeln, war ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Band.
Die erfolgreiche Phase setzte sich mit Alben wie “Tusk” 1979, “Mirage” 1982 und “Tango in the Night” 1987 fort. Besonders “Mirage” brachte mit “Hold Me” einen weiteren Top-5-Hit hervor, bei dem Christine den Lead-Gesang übernahm. Der Song entstand aus ihrer schwierigen Beziehung mit Dennis Wilson von den Beach Boys. “Tango in the Night” lieferte mit “Little Lies” einen weiteren großen Erfolg, den Christine gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Eddy Quintela schrieb.
Neben ihrer Arbeit mit Fleetwood Mac verfolgte Christine McVie auch eine Solokarriere. Bereits 1970 hatte sie unter ihrem Mädchennamen ein Album namens “Christine Perfect” veröffentlicht. Ihr erfolgreichstes Soloalbum erschien jedoch 1984 unter dem Titel “Christine McVie”. Die Single “Got a Hold on Me” wurde ihr größter Solo-Erfolg und erreichte Platz 10 der US Billboard Hot 100. Gleichzeitig stand der Song vier Wochen lang auf Platz 1 der US Adult Contemporary Charts und der Mainstream Rock Tracks Charts. Weitere Singles wie “Love Will Show Us How” erreichten ebenfalls die Charts, wenn auch nicht ganz so erfolgreich.
Nach Jahren intensiver Tourneen und Studioarbeit mit Fleetwood Mac zog sich Christine 1998 zurück. Ihre Flugangst und der Wunsch nach einem ruhigeren Leben führten sie zurück nach England, wo sie sich in einem Tudor-Manorhaus in Wickhambreaux in Kent niederließ. Dort genoss sie die Ruhe des Landlebens und widmete sich anderen Interessen. Im Jahr 2004 veröffentlichte sie ihr letztes Soloalbum “In the Meantime”, das größtenteils in einer umgebauten Scheune am Ende ihres Gartens entstand. Sie arbeitete dabei eng mit ihrem Neffen Dan Perfect zusammen.
Obwohl Christine McVie sich aus dem Rampenlicht zurückgezogen hatte, blieb die Verbindung zu Fleetwood Mac bestehen. Im Jahr 2013 erschien sie überraschend bei zwei Konzerten in London auf der Bühne, was Spekulationen über eine mögliche Rückkehr auslöste. 2014 trat sie dann offiziell wieder der Band bei und tourte bis etwa 2019 mit ihren langjährigen Bandkollegen. 2017 veröffentlichte sie gemeinsam mit Lindsey Buckingham das Album “Lindsey Buckingham & Christine McVie“, das ihre kreative Partnerschaft noch einmal unterstrich.
Christine McVie wurde für ihr musikalisches Schaffen vielfach ausgezeichnet. 1998 wurde sie zusammen mit Fleetwood Mac in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im selben Jahr erhielt die Band den Brit Award für Outstanding Contribution to Music. 2006 wurde Christine mit der Gold Badge of Merit von BASCA geehrt, und 2014 erhielt sie den Ivor Novello Award for Lifetime Achievement. Ihre Musik erreichte Millionen von Hörern weltweit, ob über traditionelles Radio, Streaming-Dienste oder Internetradio.
Ihre stilistischen Markenzeichen waren ihre warme, soulige Stimme im Alt- bis Mezzosopran-Bereich und ihre Fähigkeit, gefühlvolle, melodische Songs zu schreiben, die von Sehnsucht, Liebe und Verlust handelten. Im Gegensatz zu den extrovertierteren Bandmitgliedern wie Stevie Nicks strahlte Christine eine ruhige, unaufdringliche Präsenz aus, die ihre Musik umso eindringlicher machte. Songs wie “Songbird”, “Everywhere” und “Little Lies” sind bis heute fester Bestandteil zahlreicher Playlists und werden regelmäßig im Online Radio gespielt.
Am 30. November 2022 verstarb Christine McVie im Alter von 79 Jahren in London. Ihr Tod hinterließ eine große Lücke in der Musikwelt, doch ihr Vermächtnis lebt in ihren zeitlosen Songs weiter. Im Jahr 2022 erschien posthum die Kompilation “Songbird – A Solo Collection”, die Stücke aus ihren Soloalben sowie bisher unveröffentlichte Aufnahmen enthält. Christine McVie bleibt eine der einflussreichsten Musikerinnen ihrer Generation, deren Songs Generationen von Musikfans berührt haben und weiterhin berühren werden.
Wir konnten leider keine Konzerte von Christine McVie finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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