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today01.03.2026
David Foster ist eine lebende Legende der Musikproduktion und gilt als einer der erfolgreichsten Komponisten und Arrangeure unserer Zeit. Der kanadische Musiker hat mit 16 Grammy Awards und unzähligen Hits für internationale Superstars Musikgeschichte geschrieben. Sein instrumentaler Klassiker “Love Theme from St. Elmo’s Fire” ist nur eines von vielen Meisterwerken aus seiner beeindruckenden Karriere.
| Künstlername | David Foster |
| Bürgerlicher Name | David Walter Foster |
| Genre | Pop, Adult Contemporary, Soft Rock, R&B |
| Größter Hit | Love Theme from St. Elmo’s Fire |
| Geburtsdatum | 1. November 1949 |
| Geburtsort | Victoria, British Columbia, Kanada |
| Wohnort | Los Angeles und Palm Desert, Kalifornien |
| Staatsangehörigkeit | Kanadisch, US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Skorpion |
| Markenzeichen | Melodische Balladen mit orchestralen Arrangements, emotionale Piano-Kompositionen |

David Walter Foster wuchs in Victoria, British Columbia auf, wo seine musikalische Begabung schon früh erkennbar wurde. Seine Eltern Maurice und Eleanor May Foster erkannten das außergewöhnliche Talent ihres Sohnes und förderten es nach Kräften. Bereits mit 13 Jahren nahm der junge David an einem Musikprogramm der University of Washington teil – ein bemerkenswerter Erfolg für einen Teenager. In den 1960er Jahren sammelte er erste Bühnenerfahrungen in kanadischen Bands und spielte unter anderem mit dem legendären Ronnie Hawkins.
Der Durchbruch kam Anfang der 1970er Jahre, als Foster Keyboarder bei der Band Skylark wurde. Mit dem Song “Wildflower” landete die Gruppe 1973 einen Top-10-Hit in den USA, der Fosters Namen erstmals einem breiteren Publikum bekannt machte. Obwohl sich Skylark kurz darauf auflöste, erwies sich dieser Erfolg als Sprungbrett für eine beispiellose Karriere. Foster blieb in Los Angeles und begann, sich als gefragter Studiomusiker, Arrangeur und Produzent zu etablieren.
In den späten 1970er und 1980er Jahren entwickelte sich David Foster zu einem der einflussreichsten Produzenten der Musikindustrie. Seine Zusammenarbeit mit der Band Chicago brachte Hits wie “Hard to Say I’m Sorry” und “You’re the Inspiration” hervor, die bis heute zu den Klassikern des Soft Rock zählen. Foster hatte ein untrügliches Gespür dafür, emotionale Melodien mit perfekter Produktion zu verbinden – eine Fähigkeit, die ihn von vielen seiner Zeitgenossen unterschied.
Seine Arbeit an Filmsoundtracks öffnete ihm weitere Türen. Der Soundtrack zu “St. Elmo’s Fire” aus dem Jahr 1985 wurde zu einem Meilenstein seiner Karriere. Das von ihm komponierte “Love Theme from St. Elmo’s Fire” erreichte Platz 15 der Billboard Hot 100 und Platz 3 der Adult Contemporary Charts. Die instrumentale Ballade zeigt Fosters charakteristischen Stil: gefühlvolle Klaviermelodien, unterstützt von einem opulenten Orchester-Arrangement, das direkt ins Herz trifft. Der Song wurde zu einem der meistgespielten Instrumentaltitel der 80er Jahre und läuft noch heute regelmäßig im Internetradio.
Neben “St. Elmo’s Fire” produzierte Foster weitere erfolgreiche Soundtracks wie “The Secret of My Success” und “Stealing Home”. Seine Fähigkeit, Musik zu komponieren, die Emotionen verstärkt und Geschichten erzählt, machte ihn zu einem begehrten Partner für Hollywood-Produktionen. Peter Ceteras “Glory of Love”, ebenfalls von Foster produziert, wurde zum Soundtrack-Hit für “Karate Kid II” und erreichte die Spitze der Charts.
David Fosters Einfluss beschränkte sich nicht nur auf die Produktion von Hits – er hatte auch ein außergewöhnliches Talent dafür, neue Stars zu entdecken und zu fördern. Celine Dion verdankt ihm einen großen Teil ihres internationalen Durchbruchs. Foster produzierte für sie Welthits wie “Because You Loved Me” und “The Power of the Dream”, das bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta aufgeführt wurde. Die Zusammenarbeit mit Dion brachte ihm mehrere Grammy Awards ein und festigte seinen Ruf als Produzent von Weltklasse-Balladen.
Auch Michael Bublé hat Foster viel zu verdanken. Der kanadische Crooner wurde von Foster entdeckt und gefördert, als er noch ein unbekannter Sänger war. Foster produzierte mehrere von Bublés frühen Alben und half ihm dabei, seinen charakteristischen Retro-Sound zu entwickeln. Ähnlich verhielt es sich mit Josh Groban, dessen kraftvolle Stimme Foster in orchestrale Arrangements einbettete, die perfekt zu Grobans klassischem Crossover-Stil passten.
Die Liste der Künstler, mit denen Foster zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein Who’s Who der Musikindustrie: Whitney Houston, Barbra Streisand, Andrea Bocelli, Madonna, Rod Stewart und viele mehr. Seine Produktionen zeichnen sich durch eine unverwechselbare Handschrift aus – emotional, melodisch und technisch perfekt. Foster verstand es, das Beste aus jedem Künstler herauszuholen und ihre individuellen Stärken in den Vordergrund zu stellen.
Trotz seiner intensiven Arbeit als Produzent fand David Foster immer wieder Zeit für eigene musikalische Projekte. Sein selbstbetiteltes Album “David Foster” von 1986 ist ein Meisterwerk instrumentaler Popmusik und enthält neben dem “Love Theme from St. Elmo’s Fire” weitere atmosphärische Kompositionen. Das Album zeigt Fosters Virtuosität am Klavier und seine Fähigkeit, komplexe Arrangements zu schaffen, die dennoch zugänglich und emotional berührend bleiben.
1990 veröffentlichte er “River of Love”, ein Kollaborationsprojekt mit verschiedenen Sängern, das seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Die Live-Alben “Hit Man: David Foster & Friends” (2008) und “Hit Man Returns: David Foster & Friends” (2011) dokumentieren seine spektakulären Konzerte, bei denen er gemeinsam mit Gaststars seine größten Hits präsentierte. Diese Shows wurden auch als TV-Specials ausgestrahlt und erreichten Millionen von Zuschauern weltweit.
2020 überraschte Foster mit “Eleven Words”, einem rein instrumentalen Album mit klassischen Einflüssen. Das Album erreichte Platz 1 der Billboard Classical Crossover Charts und bewies, dass Foster auch nach Jahrzehnten im Geschäft noch neue musikalische Wege beschreiten kann. Die Kompositionen auf “Eleven Words” sind persönlicher und introspektiver als seine früheren Werke und zeigen eine reifere, nachdenklichere Seite des Komponisten.
Seine “Foster & Friends”-Tourneen, besonders in Asien, sind legendär. Foster tritt dabei mit wechselnden Gästen auf und präsentiert eine Mischung aus seinen eigenen Kompositionen und den Hits, die er für andere Künstler produziert hat. Diese Konzerte sind mehr als nur musikalische Darbietungen – sie sind Meisterklassen in Songwriting und Arrangement, bei denen Foster sein enormes Wissen und seine Erfahrung mit dem Publikum teilt.
Die Liste von David Fosters Auszeichnungen ist beeindruckend: 16 Grammy Awards aus etwa 47 Nominierungen sprechen eine deutliche Sprache. Er gewann in verschiedenen Kategorien, von “Producer of the Year” bis “Best Instrumental Composition”. Drei Oscar-Nominierungen für “Best Original Song” und ein Golden Globe Award für “The Prayer” (zusammen mit Celine Dion und Andrea Bocelli aufgenommen) unterstreichen seine Bedeutung auch für die Filmindustrie.
In seiner kanadischen Heimat wird Foster besonders geehrt. Er wurde in den Order of Canada und den Order of British Columbia aufgenommen – zwei der höchsten zivilen Auszeichnungen des Landes. Die Canadian Music Hall of Fame nahm ihn ebenfalls auf, und mehrere Universitäten verliehen ihm Ehrendoktortitel. Diese Anerkennungen würdigen nicht nur sein musikalisches Schaffen, sondern auch sein soziales Engagement.
1986 gründete Foster die David Foster Foundation, die kanadischen Familien mit Kindern hilft, die lebensrettende Organtransplantationen benötigen. Die Stiftung unterstützt Familien finanziell und setzt sich für Aufklärung über Organspende ein. Dieses Engagement zeigt eine andere Seite von Foster – den Menschen, der seinen Erfolg nutzt, um anderen zu helfen. Die Foundation hat im Laufe der Jahre Millionen Dollar gesammelt und zahlreichen Familien in schwierigen Zeiten beigestanden.
David Foster ist Vater von sechs Kindern – fünf Töchtern (Allison, Amy, Sara, Erin und Jordan) und einem Sohn namens Rennie, der im Februar 2021 geboren wurde. Seine aktuelle Ehefrau ist die Sängerin und Schauspielerin Katharine McPhee, die er 2019 heiratete. Das Paar lebt in Kalifornien, zwischen Los Angeles und Palm Desert. Foster war zuvor mehrfach verheiratet, und seine Beziehungen waren oft Gegenstand medialer Aufmerksamkeit.
Interessanterweise leidet Foster unter Klaustrophobie und vermeidet Aufzüge, wann immer möglich. Selbst in hohen Gebäuden nimmt er lieber die Treppe – eine Eigenheit, die bei jemandem, der regelmäßig in Wolkenkratzern arbeitet, durchaus herausfordernd sein kann. Diese persönliche Schwäche hat ihn jedoch nie davon abgehalten, seine Ziele zu verfolgen.
2023 wagte Foster sich in ein neues Terrain: das Broadway-Musical. “Boop! The Musical”, basierend auf der Zeichentrickfigur Betty Boop, hatte seine Pre-Broadway-Premiere in Chicago und eröffnete 2025 am Broadway. Das Projekt zeigt Fosters Bereitschaft, auch nach Jahrzehnten im Musikgeschäft neue Herausforderungen anzunehmen. Die Musik für das Musical kombiniert Fosters charakteristische melodische Sensibilität mit den Anforderungen des Musiktheaters.
Auch im hohen Alter bleibt Foster aktiv. Er produziert weiterhin für Künstler wie Chris Botti, tourt regelmäßig und arbeitet an neuen Projekten. Seine Konzerte, die oft im Streaming übertragen werden, erreichen ein weltweites Publikum und beweisen, dass seine Musik generationenübergreifend relevant bleibt. Foster selbst sagt, dass er nie in Rente gehen wird – Musik ist nicht nur sein Beruf, sondern seine Leidenschaft und sein Lebenselixier.
David Fosters Einfluss auf die Popmusik der letzten fünf Jahrzehnte kann kaum überschätzt werden. Seine Produktionen haben den Sound einer ganzen Ära geprägt, und seine Kompositionen werden noch Generationen nach ihm gespielt werden. Ob als Produzent, Komponist, Mentor oder Philanthrop – David Foster hat Spuren hinterlassen, die weit über die Musikindustrie hinausreichen.
Wir konnten leider keine Konzerte von David Foster finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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