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today01.03.2026
Jimmy Barnes ist eine lebende Legende des australischen Rock und eine der markantesten Stimmen der Musikgeschichte. Von seinen Anfängen in Glasgow über die legendäre Band Cold Chisel bis zu seiner erfolgreichen Solokarriere hat er Generationen von Fans begeistert. Seine raue, kraftvolle Stimme und seine authentischen Songs über das Arbeiterleben machten ihn zur Ikone Down Under.
| Künstlername | Jimmy Barnes |
| Bürgerlicher Name | James Dixon Swan |
| Genre | Rock, Hard Rock, Blues, Soul |
| Größter Hit | Working Class Man |
| Geburtsdatum | 28. April 1956 |
| Geburtsort | Glasgow, Schottland |
| Wohnort | New South Wales, Australien |
| Staatsangehörigkeit | Australisch |
| Sternzeichen | Stier |
| Markenzeichen | Raue, kraftvolle Stimme, energiegeladene Bühnenpräsenz |

Als James Dixon Swan erblickte Jimmy Barnes am 28. April 1956 in Glasgow das Licht der Welt. Seine Kindheit war alles andere als einfach – geprägt von Armut, häuslicher Gewalt und psychischen Belastungen. 1961 wagte die Familie den großen Schritt und wanderte nach Australien aus, wo sie sich zunächst in Adelaide und später im Arbeiterviertel Elizabeth niederließ. Der junge James nahm den Nachnamen seines Stiefvaters Reg Barnes an, während seine leibliche Familie Swan hieß. Auch sein Bruder John Swan sollte später musikalisch aktiv werden.
Die raue Umgebung seiner Jugend prägte Barnes nachhaltig. Er wuchs in einem protestantischen Haushalt auf, entwickelte aber später ein Interesse am Buddhismus. Die harten Bedingungen seiner Kindheit sollten sich später in seinen Songs widerspiegeln – authentisch, direkt und ohne Beschönigung. Bevor die Musik sein Leben bestimmte, arbeitete Barnes Anfang der 1970er Jahre auf einer Werft, doch die Leidenschaft für Rock’n’Roll war bereits entfacht.
1973 trat Barnes der Band Fraternity bei, doch der wirkliche Durchbruch sollte mit einer anderen Formation kommen. Er wurde Mitglied der Band Orange, die sich kurz darauf in Cold Chisel umbenannte. Diese Gruppe sollte zur prägendsten Kraft des australischen Pub Rock werden. Mit seiner explosiven Bühnenpräsenz und seiner unverwechselbaren Stimme wurde Barnes schnell zum Aushängeschild der Band.
Cold Chisel veröffentlichte zwischen 1978 und 1984 eine Reihe legendärer Alben. Das selbstbetitelte Debüt 1978, gefolgt von “Breakfast at Sweethearts” 1979, legte den Grundstein. Mit “East” (1980) und “Circus Animals” (1982) erreichte die Band ihren kommerziellen und künstlerischen Höhepunkt. Songs wie “Khe Sanh”, “Flame Trees” und “Cheap Wine” wurden zu Hymnen einer ganzen Generation. Die Band verkörperte das australische Lebensgefühl wie keine andere – hart arbeitend, ehrlich und kompromisslos.
1983 löste sich Cold Chisel auf, doch das war nicht das Ende der Geschichte. Mehrere Reunions folgten: 1997-1999, 2003 und schließlich ab 2009 bis heute. Mit Alben wie “No Plans” (2012), “The Perfect Crime” (2015) und “Blood Moon” (2019) bewies die Band, dass sie auch Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch relevante Musik machen konnte.
Nach der Auflösung von Cold Chisel startete Barnes 1984 seine Solokarriere mit der Single “No Second Prize”, die Platz 12 in den australischen Charts erreichte. Sein Debütalbum “Bodyswerve” schoss sofort auf Platz 1 und zeigte, dass Barnes auch ohne seine Band erfolgreich sein konnte. Doch der wahre Durchbruch kam 1985 mit “For the Working Class Man”. Der Titeltrack wurde zu seiner Signatur-Single und einer Hymne für das Arbeitermilieu – ein Song, der Barnes’ Wurzeln und seine Verbundenheit mit den einfachen Leuten perfekt einfing.
Die folgenden Jahre waren unglaublich produktiv. “Freight Train Heart” (1987) brachte mit “Too Much Ain’t Enough Love” seine erste Nummer-eins-Single. “Two Fires” (1990) und das Soul-Cover-Album “Soul Deep” (1991) zeigten seine stilistische Vielseitigkeit. Letzteres war eine Hommage an die schwarze Musik, die ihn so sehr beeinflusst hatte. Barnes experimentierte weiter mit verschiedenen Genres – von Hard Rock über Blues bis hin zu Country und elektronischen Elementen.
Besonders erwähnenswert ist seine Zusammenarbeit mit INXS im Jahr 1986. Die gemeinsame Aufnahme von “Good Times”, einem Cover der Easybeats, wurde ein riesiger Hit in Australien und erreichte auch in Großbritannien Platz 18. Diese Kollaboration verhalf Barnes zu zusätzlicher internationaler Aufmerksamkeit. Wer heute im Internetradio nach klassischem australischen Rock sucht, kommt an diesem Song nicht vorbei.
In den 1990er und 2000er Jahren setzte Barnes seine beeindruckende Diskografie fort. “Heat” und “Flesh and Wood” (beide 1993), “Psyclone” (1995) mit elektronischen Einflüssen, “Love and Fear” (1999) und “Soul Deeper… Songs From the Deep South” (2000) zeigten einen Künstler, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhte. Jedes Album erforschte neue musikalische Territorien, während Barnes seiner charakteristischen Stimme und Authentizität treu blieb.
“Double Happiness” (2005), “Out in the Blue” (2007), “The Rhythm and the Blues” (2009) und “Rage and Ruin” (2010) folgten in schneller Abfolge. Barnes war ein Arbeitstier, das ständig auf Tour war und neue Musik aufnahm. “30:30 Hindsight” (2014) war eine Retrospektive seiner 30-jährigen Solokarriere, während “Soul Searchin'” (2016) erneut seine Liebe zur Soul-Musik demonstrierte.
Mit “My Criminal Record” (2019) lieferte Barnes ein weiteres starkes Statement ab. Die Alben “Flesh and Blood” (2021), “Soul Deep 30” (2022) – eine Neuauflage seines Soul-Klassikers – und das Weihnachtsalbum “Blue Christmas” (2022) zeigten einen Künstler, der auch im fortgeschrittenen Alter nichts von seiner Schaffenskraft verloren hatte. 2025 erschien “Defiant”, ein Titel, der Barnes’ Lebenseinstellung perfekt zusammenfasst.
Barnes’ Leben war nicht nur von musikalischen Erfolgen geprägt. 2016 veröffentlichte er seine Autobiografie “Working Class Boy”, gefolgt von “Working Class Man” 2017. Beide Bücher wurden Bestseller und gewannen Preise, darunter “Biography of the Year” bei den Australian Book Industry Awards. Die schonungslos ehrliche Darstellung seiner schwierigen Kindheit, seiner Kämpfe mit Sucht und seinen persönlichen Dämonen berührte Millionen Leser. “Working Class Boy” wurde sogar als Dokumentarfilm verfilmt.
Seine Familie spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben. Seit etwa 1981 ist er mit Jane Mahoney verheiratet, mit der er mehrere Kinder hat. Viele von ihnen sind ebenfalls musikalisch aktiv, darunter seine Tochter Mahalia Barnes. In späteren Jahren entdeckte Barnes weitere erwachsene Kinder aus früheren Beziehungen, mit denen er sich versöhnte und Beziehungen aufbaute.
Gesundheitlich hatte Barnes einige Rückschläge zu verkraften. Herzoperationen, bakterielle Infektionen und andere medizinische Eingriffe zwangen ihn immer wieder zu Pausen. Doch jedes Mal kam er zurück – stärker und entschlossener als zuvor. Seine Auszeichnungen sind zahlreich: Er wurde zweimal in die ARIA Hall of Fame aufgenommen – 1992 mit Cold Chisel und 2005 als Solokünstler. 2017 erhielt er die Ehrung als Officer of the Order of Australia.
Jimmy Barnes ist mehr als nur ein Musiker. Er ist ein Symbol für Durchhaltevermögen, Authentizität und die Kraft der Musik. Seine Songs laufen regelmäßig im Radio und auf Streaming-Plattformen, wo neue Generationen seine kraftvolle Stimme entdecken. Ob im Webradio oder live auf der Bühne – Barnes bleibt eine unverzichtbare Größe der Rockmusik. Seine Geschichte vom schottischen Einwandererkind zum australischen Nationalschatz inspiriert bis heute unzählige Menschen weltweit.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jimmy Barnes finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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