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today01.03.2026
Jefferson Starship ist eine amerikanische Rockband aus San Francisco, die 1974 aus den Reihen der legendären Jefferson Airplane hervorging. Mit Hits wie „Miracles” und „No Way Out” prägten sie den Sound der 70er und 80er Jahre und entwickelten sich von psychedelischem Rock zu eingängigem Arena Rock. Die Band durchlief zahlreiche Besetzungswechsel, bleibt aber bis heute aktiv und auf Tour.
| Künstlername | Jefferson Starship |
| Mitglieder | David Freiberg, Donny Baldwin, Chris Smith, Cathy Richardson, Jude Gold |
| Genre | Rock, Psychedelic Rock, Soft Rock, Arena Rock, AOR |
| Größter Hit | Miracles |
| Gründungsjahr | 1974 |
| Land | Vereinigte Staaten |
| Markenzeichen | Starke Gesangsharmonien, Science-Fiction-Thematik, Wechsel zwischen Balladen und rockigen Stücken |

Die Geschichte von Jefferson Starship beginnt eigentlich schon 1970, als Paul Kantner sein Soloalbum „Blows Against the Empire” unter dem Namen Jefferson Starship veröffentlichte. Dieses Projekt war zunächst ein loses Kollektiv aus Mitgliedern von Jefferson Airplane und befreundeten Musikern. Erst 1974 wurde daraus eine feste Band, als Kantner zusammen mit Grace Slick, David Freiberg, Craig Chaquico, Pete Sears, Papa John Creach und John Barbata beschloss, unter diesem Namen regelmäßig aufzutreten und Alben zu produzieren. Das Debütalbum „Dragon Fly” erschien noch im selben Jahr und erreichte Platz 11 der US-Charts, was für eine neu formierte Band ein beachtlicher Erfolg war. Die Band aus San Francisco knüpfte damit nahtlos an die Erfolge ihrer Vorgängerband an, entwickelte aber einen eigenständigen Sound, der weniger experimentell und zugänglicher war als die psychedelischen Ausflüge von Jefferson Airplane. Der Name selbst war programmatisch und verwies auf die Science-Fiction-Thematik, die Kantner schon immer fasziniert hatte.
Mit dem zweiten Album „Red Octopus” gelang Jefferson Starship 1975 der große Durchbruch. Das Album kletterte auf Platz 1 der Billboard-Charts und wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet. Besonders die Single „Miracles”, gesungen von Marty Balin, entwickelte sich zum Megahit und erreichte Platz 3 der US-Singlecharts. Der Song wurde zum größten Hit in der Geschichte aller Jefferson-Inkarnationen und blieb lange Zeit der meistverkaufte Song der Band. Die Mischung aus sanften Balladen und rockigen Nummern kam beim Publikum hervorragend an. Die Folgealben „Spitfire” von 1976 und „Earth” von 1978 setzten diese Erfolgsserie fort. „Spitfire” brachte mit „With Your Love” einen weiteren Top-20-Hit hervor, während „Earth” gleich zwei erfolgreiche Singles lieferte: „Count on Me” erreichte Platz 8 und „Runaway” Platz 12 der Charts. Die Band war zu dieser Zeit eine der erfolgreichsten Rockbands Amerikas und füllte regelmäßig große Arenen. Ihr Sound war perfekt für das Internetradio und Streaming-Dienste geeignet, auch wenn diese Technologien damals noch Zukunftsmusik waren.
Ende der 70er Jahre kam es zu erheblichen Veränderungen in der Bandbesetzung. Marty Balin verließ die Gruppe 1978, ebenso Grace Slick und Schlagzeuger John Barbata nach den Aufnahmen zu „Earth”. 1979 stieß Mickey Thomas als neuer Leadsänger zur Band, zusammen mit Drummer Aynsley Dunbar. Diese neue Konstellation markierte einen stilistischen Wandel hin zu einem stärkeren Rock- und AOR-Sound. Das Album „Freedom at Point Zero” von 1979 mit der Hitsingle „Jane”, die Platz 14 erreichte, zeigte diese neue Richtung deutlich. Die Alben „Modern Times” von 1981 und „Winds of Change” von 1982 setzten diesen Kurs fort, wobei „Find Your Way Back” aus „Modern Times” noch einmal die Top 30 erreichte. Die kreative Spannung zwischen den Bandmitgliedern wuchs jedoch, besonders zwischen Paul Kantner und dem Rest der Band. Kantner bevorzugte einen progressiveren, experimentelleren Ansatz, während die anderen Mitglieder den kommerziell erfolgreichen Mainstream-Rock-Kurs beibehalten wollten.
1984 erschien das Album „Nuclear Furniture”, das eine der erfolgreichsten Singles der Band hervorbrachte: „No Way Out”. Der von Peter Wolf und Ina Wolf geschriebene Song, produziert von Ron Nevison, wurde ein massiver Erfolg in den Rock-Charts. Er erreichte Platz 23 in den US-Hot 100 und eroberte Platz 1 der US Mainstream Rock Charts – die erste Nummer-eins-Platzierung der Band in diesem Format. Der Song mit seinen starken Synthesizer-Elementen und dem eingängigen Refrain wurde zu einem Klassiker des 80er-Jahre-Rocks und wird heute noch regelmäßig im Radio und auf Streaming-Plattformen gespielt. Doch der Erfolg konnte nicht über die internen Spannungen hinwegtäuschen. Paul Kantner verließ die Band noch 1984 aufgrund künstlerischer Differenzen. Es folgte ein Rechtsstreit über die Nutzung des Namens „Jefferson Starship”, den die verbliebenen Mitglieder gewannen. Sie benannten sich daraufhin in „Starship” um und hatten unter diesem Namen weitere große Erfolge mit Songs wie „We Built This City” und „Nothing’s Gonna Stop Us Now”.
Paul Kantner gab jedoch nicht auf. 1992 gründete er Jefferson Starship neu, zunächst unter dem Namen „Jefferson Starship: The Next Generation”. Mit verschiedenen Besetzungen tourte die Band und veröffentlichte neue Alben. Papa John Creach, der legendäre Violinist, war kurzzeitig wieder dabei, verstarb aber 1994. Marty Balin kehrte zeitweise zurück, zog sich aber 2008 endgültig zurück und verstarb 2018. Das vielleicht tragischste Datum in der Bandgeschichte war der 28. Januar 2016, als Paul Kantner in San Francisco starb – interessanterweise am selben Datum wie Signe Toly Anderson, ein frühes Mitglied von Jefferson Airplane. Nach Kantners Tod führte die Band mit ausdrücklicher Genehmigung seiner Familie und Grace Slicks den Namen Jefferson Starship weiter. Die aktuelle Besetzung mit David Freiberg als letztem Gründungsmitglied, Donny Baldwin, Chris Smith, Cathy Richardson und Jude Gold veröffentlichte 2020 das Album „Mother of the Sun” und tourt weiterhin regelmäßig. Jefferson Starship bleibt ein wichtiger Teil der amerikanischen Rockgeschichte, eine Band, die den Übergang von den psychedelischen 60ern über die Arena-Rock-Ära der 70er bis in die synthesizer-getriebenen 80er Jahre erfolgreich meisterte und deren Musik bis heute Menschen begeistert.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jefferson Starship finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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