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today01.03.2026
Triumph ist eine kanadische Hard-Rock-Band, die 1975 in Mississauga, Ontario, gegründet wurde und mit ihrer Mischung aus melodischem Hard Rock, virtuoser Gitarrenarbeit und spektakulären Live-Shows zu den erfolgreichsten Rock-Acts Kanadas aufstieg. Die klassische Besetzung mit Rik Emmett, Mike Levine und Gil Moore prägte die Arena-Rock-Szene der 1980er Jahre und feierte mit Hits wie „Hold On”, „Magic Power” und „Somebody’s Out There” internationale Erfolge. Nach mehreren Pausen und Reunion-Konzerten kündigte die Band 2025 ihre erste große Nordamerika-Tour seit Jahrzehnten an.
| Künstlername | Triumph |
| Mitglieder | Rik Emmett, Mike Levine, Gil Moore |
| Genre | Hard Rock, Arena Rock, Progressive Rock |
| Größter Hit | Somebody’s Out There |
| Gründungsjahr | 1975 |
| Land | Kanada |
| Markenzeichen | Virtuose Gitarrenarbeit, spektakuläre Live-Shows mit Pyrotechnik, gemeinsame Lead Vocals |

Die Geschichte von Triumph beginnt Mitte der 1970er Jahre in der Musikszene von Toronto. Bassist Mike Levine und Schlagzeuger Gil Moore spielten zunächst in der Blues-Rock-Formation Abernathy Shagnaster’s Wash and Wear Band, bevor sie beschlossen, einen neuen musikalischen Weg einzuschlagen. Als der talentierte Gitarrist und Sänger Rik Emmett zur Band stieß, war die klassische Besetzung komplett, die Triumph über ein Jahrzehnt lang prägen sollte.
Bereits 1975 veröffentlichte die frisch formierte Band ihre Debüt-Single „Hobo”/„Got to Get You Back in My Life”, die erste Aufmerksamkeit erregte. Das selbstbetitelte Debütalbum folgte 1976 und zeigte bereits die musikalische Bandbreite, die Triumph auszeichnen sollte. Mit „Rock & Roll Machine” aus dem Jahr 1977 etablierte sich das Trio zunehmend als energiegeladene Live-Band, die mit ihrer Bühnenpräsenz und technischen Versiertheit beeindruckte.
Die Band arbeitete hart daran, sich einen Namen zu machen, und tourte unermüdlich durch Nordamerika. Dabei entwickelte sie einen Ruf für spektakuläre Konzerte, die weit über das hinausgingen, was man von einem Power-Trio erwarten würde. Die drei Musiker teilten sich nicht nur die instrumentalen Aufgaben, sondern auch die Gesangsparts, was ihrem Sound eine besondere Vielseitigkeit verlieh.
Der kommerzielle Durchbruch gelang Triumph 1979 mit dem Album „Just a Game”. Die Single „Hold On” erreichte Platz 38 in den US-Billboard-Charts und wurde zum ersten großen Hit der Band. Der Song kombinierte eingängige Melodien mit kraftvollen Gitarrenriffs und zeigte die Stärke von Rik Emmetts Songwriting. „Lay It on the Line” vom selben Album wurde ebenfalls ein Radiohit und gehört bis heute zu den bekanntesten Songs der Band.
Mit „Allied Forces” aus dem Jahr 1981 erreichte Triumph ihren künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt. Das Album wurde sowohl in Kanada als auch in den USA mit Gold und Platin ausgezeichnet. Songs wie „Magic Power” und „Fight the Good Fight” wurden zu Klassikern des Arena-Rocks und liefen in Heavy Rotation auf Rock-Radiosendern. „Magic Power” erreichte Platz 8 in den US-Rock-Charts und Platz 51 in den Pop-Charts, während das Album selbst auf Platz 23 der Billboard 200 kletterte.
Die Folgealben „Never Surrender” (1982) und „Thunder Seven” (1984) setzten die Erfolgsserie fort und festigten Triumphs Position als eine der führenden Hard-Rock-Bands der frühen 1980er Jahre. Die Band füllte große Arenen und tourte mit Acts wie Journey, REO Speedwagon und Kansas. Ihre Live-Shows wurden legendär für ihre aufwendige Produktion mit Pyrotechnik, Lasershows und einer Lichtshow, die dem Progressive Rock der 1970er Jahre Tribut zollte.
1986 veröffentlichte Triumph das Album „The Sport of Kings”, das eine leichte stilistische Verschiebung hin zu einem zugänglicheren, radiofreundlicheren Sound markierte. Der Song „Somebody’s Out There” wurde relativ spät im Produktionsprozess hinzugefügt und erwies sich als goldrichtige Entscheidung. Mit Platz 27 in den US-Billboard-Hot-100-Charts wurde er zum kommerziell erfolgreichsten Hit der Band und erreichte Platz 9 in den Rock-Charts.
Interessanterweise war der Song in Kanada weniger erfolgreich und erreichte nur Platz 84, was für eine kanadische Band ungewöhnlich war. „Somebody’s Out There” unterschied sich von früheren Triumph-Hits durch seinen melodischeren, fast balladenhaften Charakter mit einem eingängigen Refrain, der perfekt ins Radioformat der Mitte der 1980er Jahre passte. Das dazugehörige Musikvideo lief häufig auf MTV und erweiterte die Reichweite der Band erheblich.
Das Album „The Sport of Kings” selbst war ebenfalls erfolgreich und zeigte die Band in einer reiferen, polierten Form. Neben dem Hit-Single enthielt es weitere starke Tracks wie „Tears in the Rain” und den Titeltrack, die die musikalische Bandbreite von Triumph unter Beweis stellten. Trotz des kommerziellen Erfolgs markierte diese Phase auch den Beginn interner Spannungen, die letztendlich zu Veränderungen in der Band führen sollten.
Nach dem Album „Surveillance” (1987) verließ Rik Emmett 1988 die Band, um eine Solokarriere zu verfolgen. Sein Ausstieg war ein schwerer Schlag für Triumph, da Emmett nicht nur der Hauptsongwriter, sondern auch das Gesicht der Band war. Seine virtuose Gitarrenarbeit, die von Hard Rock über Jazz bis hin zu klassischen Einflüssen reichte, hatte den Sound von Triumph maßgeblich geprägt.
Mike Levine und Gil Moore entschieden sich, weiterzumachen und holten den Gitarristen Phil X (Phil Xenedis) als Ersatz. Mit dieser neuen Besetzung nahm Triumph 1993 das Album „Edge of Excess” auf, das jedoch nicht an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. Die Musiklandschaft hatte sich verändert, Grunge und Alternative Rock dominierten die Charts, und der klassische Arena-Rock der 1980er Jahre war aus der Mode gekommen.
Nach Labelproblemen und dem veränderten Musikgeschmack zog sich die Band 1993 zurück. Die drei ursprünglichen Mitglieder gingen getrennte Wege: Rik Emmett konzentrierte sich auf seine Solokarriere und veröffentlichte zahlreiche Alben in verschiedenen Genres, Mike Levine widmete sich dem Musikgeschäft und den Metalworks Studios, die er mitbegründet hatte, und Gil Moore blieb ebenfalls in der Musikindustrie aktiv.
Trotz der Trennung blieb das Vermächtnis von Triumph lebendig. Die Band hatte in ihrer aktiven Zeit mehrere Gold- und Platinauszeichnungen in Kanada und den USA erhalten und wurde für zahlreiche Juno Awards nominiert, unter anderem mehrfach als „Group of the Year”. Die Musik von Triumph blieb auf Classic-Rock-Radiosendern präsent, und Songs wie „Lay It on the Line” und „Magic Power” wurden zu Standardtiteln im Internetradio und Streaming-Diensten.
2007 wurde Triumph in die Canadian Music Industry Hall of Fame aufgenommen, gefolgt von der Induktion in die Canadian Music Hall of Fame im Jahr 2008. Im selben Jahr trat die klassische Besetzung beim Sweden Rock Festival und beim Rocklahoma Festival auf, was bei Fans große Begeisterung auslöste. Diese Reunion-Konzerte zeigten, dass die Chemie zwischen Emmett, Levine und Moore noch immer vorhanden war.
2019 fand ein weiteres besonderes Fan-Event in Toronto statt, bei dem die Band vor ausgewähltem Publikum spielte. Die größte Überraschung kam jedoch 2025, als Triumph ihre erste große Nordamerika-Tour seit Jahrzehnten für 2026 ankündigte. Rik Emmett, der sich eigentlich aus dem Tourbetrieb zurückgezogen hatte und in Burlington, Ontario, lebt, erklärte sich bereit, noch einmal mit seinen alten Bandkollegen auf die Bühne zu gehen.
Neben seiner Musikkarriere hat sich Emmett auch als Autor einen Namen gemacht. Er veröffentlichte den Gedichtband „Reinvention”, seine Memoiren „Lay It on the Line – A Backstage Pass to Rock Star Adventure, Conflict and Triumph” im Jahr 2023 sowie das Projekt „Ten Telecaster Tales” im Jahr 2024. Mike Levine lebt teilweise in Jamaika und teilweise in Kanada, während Gil Moore in Ontario geblieben ist.
Die Metalworks Studios, die von der Band gegründet wurden, entwickelten sich zu einem der renommiertesten Aufnahmestudios Kanadas und wurden von zahlreichen internationalen Künstlern genutzt. Das Studio steht als Symbol für Triumphs Einfluss auf die kanadische Musikindustrie, der weit über ihre eigenen Aufnahmen hinausgeht. Die Band wurde 2019 auch in Canada’s Walk of Fame aufgenommen, eine weitere Anerkennung ihrer Bedeutung für die kanadische Musikgeschichte.
Heute gilt Triumph als eine der wichtigsten kanadischen Rock-Bands aller Zeiten, die den Weg für spätere Acts ebnete und bewies, dass kanadische Musiker auf der internationalen Bühne bestehen können. Ihre Kombination aus technischer Virtuosität, eingängigen Melodien und spektakulären Live-Shows setzte Maßstäbe im Arena-Rock der 1980er Jahre. Für Fans des klassischen Hard Rocks bleibt Triumph eine Band, deren Musik zeitlos ist und die auch neue Generationen von Rockfans begeistert.
Wir konnten leider keine Konzerte von Triumph finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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