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today28.02.2026
FPI Project war eines der prägendsten Italo-House-Projekte der frühen 1990er Jahre und begeisterte mit tanzbaren Piano-House-Tracks die europäischen Clubs. Die italienischen Produzenten Marco Fratty, Corrado Presti und Roberto Intrallazzi schufen mit ihrem charakteristischen Sound zahlreiche Dancefloor-Hymnen. Ihr größter Hit “Rich in Paradise / Going Back to My Roots” erreichte Top-10-Platzierungen in mehreren europäischen Ländern.
| Künstlername | FPI Project |
| Mitglieder | Marco “Fratty” Frattini, Corrado Presti, Roberto Intrallazzi, Luciano Bericchia |
| Genre | Italo-House, Dance, House |
| Größter Hit | Rich in Paradise / Going Back to My Roots |
| Gründungsjahr | 1989 |
| Land | Italien |
| Markenzeichen | Markante Klaviersamples, geshoutete Vocals, treibende House-Beats |

Ende der 1980er Jahre entstand in der norditalienischen Stadt Bergamo ein Musikprojekt, das die europäische Dance-Szene nachhaltig beeinflussen sollte. Der Name FPI Project setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen seiner Gründer zusammen: Fratty, Presti und Intrallazzi. Marco “Fratty” Frattini, Corrado Presti und Roberto Intrallazzi kannten sich aus der lokalen Musikszene und teilten die Leidenschaft für elektronische Tanzmusik. Später stieß Luciano Bericchia zum Team hinzu und erweiterte das kreative Spektrum der Gruppe.
Die Produzenten arbeiteten hauptsächlich im Garden Studio in Bergamo, wo sie ihren unverwechselbaren Sound entwickelten. Ihre Musik verband die Energie des aufkommenden House mit den melodischen Elementen der italienischen Dance-Tradition. Besonders charakteristisch waren die ausgeprägten Klaviersamples, die fast jeden ihrer Tracks prägten und zum Markenzeichen wurden. Die ersten Veröffentlichungen erfolgten über Labels wie Rumour und ZYX, bevor das Team später sein eigenes Label Paradise Project Records gründete.
Das Jahr 1989 markierte den kommerziellen Durchbruch für FPI Project. Mit der Veröffentlichung von “Rich in Paradise / Going Back to My Roots” gelang ihnen ein internationaler Hit, der die Dance-Charts in ganz Europa eroberte. Der Track erreichte Platz 9 in den britischen Single-Charts und platzierte sich in den Top 10 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die B-Seite “Going Back to My Roots” war eine Neuinterpretation des Lamont-Dozier-Klassikers, der ursprünglich eine sozialpolitische Botschaft gegen die Apartheid in Südafrika transportierte.
Der Sound des Tracks war typisch für die damalige Italo-House-Bewegung: treibende Beats, euphorische Klavierläufe und energiegeladene Vocals, die zum Tanzen animierten. Die Produktion war klar strukturiert und perfekt auf die Bedürfnisse der Clubs zugeschnitten. FPI Project verstand es meisterhaft, die Atmosphäre der Disco-Ära der 70er und 80er Jahre mit modernen House-Elementen zu verbinden. Diese Mischung sprach sowohl ältere Disco-Fans als auch die junge Generation von Clubgängern an.
Nach dem Erfolg ihres Debüthits folgten weitere Singles, die das Projekt in den Charts hielten. 1990 erschien “Risky”, das Platz 90 in den britischen Charts erreichte. Ein Jahr später kam “Everybody (All Over the World)” heraus, das sich auf Platz 65 in Großbritannien platzierte. Der Track “Let’s Go” und die Neuauflage “Vae Victis (Remix ’91)” festigten den Ruf von FPI Project als zuverlässige Hitlieferanten im House-Segment.
1991 veröffentlichte das Projekt sein Debütalbum “Rich in Paradise”, das die erfolgreichsten Singles sowie neue Tracks enthielt. Das Album zeigte die Bandbreite ihres Könnens und bewies, dass FPI Project mehr war als nur ein One-Hit-Wonder. Die Produktionen waren durchweg professionell arrangiert und zeigten eine klare Vision von tanzorientierter Musik. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Verwendung von Klaviersamples, die zu einem Wiedererkennungsmerkmal wurden und den Sound von FPI Project unverwechselbar machten.
1992 folgte die EP “The Paradiso”, die den charakteristischen Sound weiterentwickelte. Ein Jahr später erschien “Come On (And Do It)”, das Platz 59 in den UK-Charts erreichte. Auch “Disco This Way” aus dem Jahr 1993 zeigte, dass die Produzenten weiterhin am Puls der Zeit waren und die Entwicklungen im Dance-Bereich aufmerksam verfolgten. Wer damals Internetradio oder andere Streaming-Dienste genutzt hätte, wäre unweigerlich auf ihre Tracks gestoßen – allerdings waren diese Technologien zu jener Zeit noch nicht verfügbar.
Ab Mitte der 1990er Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt von FPI Project zunehmend auf Remixe und Neuauflagen ihrer bekannten Hits. 1999 erschien “Everybody (All Over the World) – The Remixes”, das erneut die Charts erreichte und Platz 67 in Großbritannien belegte. Diese Veröffentlichung zeigte, dass die Tracks von FPI Project zeitlos waren und auch Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung noch Tanzflächen füllten.
Die Remix-Aktivitäten waren typisch für viele Dance-Acts jener Ära. Erfolgreiche Tracks wurden immer wieder neu interpretiert, um sie an aktuelle Soundtrends anzupassen. FPI Project arbeitete dabei mit verschiedenen Remixern und Co-Produzenten zusammen, darunter auch Künstler wie Aalgaard und Lucia Berry. Diese Zusammenarbeit brachte frische Perspektiven in die Produktionen und hielt das Projekt lebendig.
2015 erschien die Kompilation “Best Of FPI Project”, die die wichtigsten Tracks des Projekts zusammenfasste. Diese Veröffentlichung richtete sich sowohl an langjährige Fans als auch an eine neue Generation von Dance-Enthusiasten, die die Klassiker der frühen House-Ära entdecken wollten. Sogar 2018 gab es noch neue Versionen alter Hits, etwa “Risky 2018”, was die anhaltende Relevanz des FPI-Project-Sounds unterstreicht.
Obwohl FPI Project nach Mitte der 1990er Jahre nicht mehr die kommerziellen Höhen ihrer Anfangsjahre erreichte, bleibt ihr Einfluss auf die Italo-House-Szene unbestritten. Ihre Tracks werden bis heute in Clubs gespielt und von DJs weltweit geschätzt. Der charakteristische Piano-House-Sound, den sie mitprägten, wurde zu einem festen Bestandteil der Dance-Musik und inspirierte zahlreiche nachfolgende Produzenten.
Die Musik von FPI Project steht exemplarisch für eine Ära, in der italienische Produzenten die europäische Dance-Szene dominierten. Neben Acts wie Black Box, Cappella oder Corona gehörten sie zu den wichtigsten Vertretern des Italo-House-Genres. Ihr Ansatz, eingängige Melodien mit treibenden Beats zu verbinden, erwies sich als zeitlos und funktioniert auch Jahrzehnte später noch auf Tanzflächen.
Heute sind die Tracks von FPI Project auf zahlreichen Plattformen verfügbar und erreichen über Online Radio und Webradio-Kanäle ein weltweites Publikum. Die Tatsache, dass ihre Musik auch in der Streaming-Ära noch gehört wird, spricht für die Qualität und den zeitlosen Appeal ihrer Produktionen. FPI Project bleibt ein wichtiger Teil der Dance-Geschichte und ein Beweis dafür, dass gute Musik auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Kraft verliert.
Wir konnten leider keine Konzerte von Fpi project finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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