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today28.02.2026
Rob’n’Raz ist ein schwedisches Produzenten- und DJ-Duo, das Ende der 1980er Jahre die europäische Dance- und Eurodance-Szene maßgeblich prägte. Mit eingängigen Beats, weiblichen Rap-Vocals und elektronischen Tanzrhythmen eroberten Robert “Rob” Wåtz und Rasmus “Raz” Lindwall die Charts in ganz Europa. Ihre Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie Leila K. und Lutricia McNeal brachte unvergessliche Hits hervor, die bis heute in vielen Webradios und Streaming-Plattformen gespielt werden.
| Künstlername | Rob’n’Raz |
| Mitglieder | Robert “Rob” Wåtz, Rasmus “Raz” Lindwall |
| Genre | Dance, Eurodance, Hip-Hop, Pop |
| Größter Hit | Got to Get (feat. Leila K.) |
| Gründungsjahr | 1988 |
| Land | Schweden |
| Markenzeichen | Elektronische Dance-Beats mit weiblichen Rap-Vocals, DJ- und Remix-Stil |

Robert Wåtz, geboren am 3. Mai 1966, und Rasmus Lindwall, geboren am 5. Juni 1967, wuchsen beide in Stockholm auf und teilten schon früh eine Leidenschaft für elektronische Musik und Hip-Hop. In den späten 1980er Jahren waren sie als DJs in der pulsierenden Clubszene der schwedischen Hauptstadt aktiv. Ihre Fähigkeiten am Plattenteller und ihr Gespür für tanzbare Rhythmen machten sie schnell zu gefragten Namen in der lokalen Szene.
Parallel zu ihrer DJ-Tätigkeit begannen Rob und Raz, sich intensiv mit Musikproduktion und Remixarbeiten zu beschäftigen. Sie arbeiteten unter anderem mit dem schwedischen Reggae- und Pop-Künstler Papa Dee zusammen, was ihnen erste Erfahrungen im Studiobetrieb verschaffte. Diese frühe Zusammenarbeit legte den Grundstein für ihren späteren Erfolg als Produzententeam.
Der große Durchbruch kam 1989, als Rob’n’Raz die Rapperin und Sängerin Leila K. entdeckten. Die junge Künstlerin hatte ursprünglich unter dem Namen Miss Melody an einem Rap-Wettbewerb teilgenommen, und das Duo erkannte sofort ihr Potenzial. Sie schlugen ihr den Künstlernamen Leila K. vor und begannen, gemeinsam an Songs zu arbeiten.
Die erste gemeinsame Single “Got to Get” wurde zu einem sensationellen Erfolg. Der Song kombinierte treibende House-Beats mit Leila K.s kraftvollem Rap und eingängigen Melodien. “Got to Get” erreichte Platz 8 in den britischen Charts, Platz 2 in den Niederlanden, Platz 3 in der Schweiz und schaffte es sogar bis auf Platz 48 der US Billboard Hot 100. In ihrer schwedischen Heimat kletterte der Song auf Platz 10. Dieser internationale Erfolg machte Rob’n’Raz über Nacht zu einem der angesagtesten Produzententeams Europas.
Der Nachfolger “Rok the Nation” aus dem Jahr 1990 setzte die Erfolgsserie fort. Mit Platz 3 in Schweden und Finnland, Platz 13 in der Schweiz und Top-20-Platzierungen in Deutschland, den Niederlanden und Irland bewies das Duo, dass ihr erster Hit kein Zufallstreffer war. Das dazugehörige Album “Rob’n’Raz featuring Leila K.” erschien 1990 und festigte ihren Status als Pioniere des europäischen Dance-Sounds.
Anfang der 1990er Jahre erweiterte sich das kreative Umfeld von Rob’n’Raz. Die amerikanische Sängerin Lutricia McNeal und der Rapper David “D-Flex” Seisay traten dem Projekt bei und brachten neue musikalische Facetten ein. Diese Zusammenarbeit führte zu einer Reihe erfolgreicher Veröffentlichungen, die den Sound des Duos weiterentwickelten.
1992 erschien die Single “Clubhopping” mit Lutricia McNeal und D-Flex, die in den Niederlanden Platz 9, in Finnland Platz 10 und in Schweden Platz 13 erreichte. Der Song war titelgebend für das Album “Clubhopping – The Album”, das 1992 veröffentlicht wurde und international Beachtung fand. Parallel dazu präsentierten Rob’n’Raz auf dem schwedischen Musiksender ZTV ein Dance- und Hip-Hop-Magazin namens “Clubhopping”, das ihre Rolle als Trendsetter in der skandinavischen Musikszene unterstrich.
Der größte Erfolg dieser Ära war “In Command” aus dem Jahr 1993, der in Schweden die Spitze der Charts eroberte. Mit diesem Nummer-eins-Hit bewiesen Rob’n’Raz, dass sie auch in ihrer Heimat zu den absoluten Top-Acts gehörten. Das Album “Spectrum” erschien ebenfalls 1993 und enthielt weitere erfolgreiche Tracks. “Power House” folgte 1994 und erreichte Platz 12 in Schweden sowie Platz 13 in Finnland, während der Song in den schwedischen Dance-Charts sogar auf Platz 1 kletterte.
Nach den erfolgreichen Jahren Anfang bis Mitte der 1990er Jahre blieb Rob’n’Raz weiterhin aktiv, wenn auch mit längeren Pausen zwischen den Veröffentlichungen. 1996 erschien das Album “Circus” mit Singles wie “Mona Lisa”, “Take a Ride” und “Throw Your Hands in the Air”, die jedoch nicht mehr an die früheren Charterfolge anknüpfen konnten.
Das Duo wandte sich zunehmend anderen Projekten zu. Sie komponierten Musik für Videospiele, darunter “Safecracker” aus dem Jahr 1997, und engagierten sich im schwedischen Fernsehen. Als Jury-Mitglieder bei der Castingshow “Småstjärnorna”, einem Format für junge Talente, gaben sie ihr Wissen an die nächste Generation weiter. Diese Medienpräsenz hielt sie in der öffentlichen Wahrnehmung präsent, auch wenn neue Musikveröffentlichungen seltener wurden.
Nach fast zehn Jahren Pause meldeten sich Rob’n’Raz 2005 mit der Single “The Snake” zurück, die die schwedische Sängerin Loreen featuren sollte. 2007 folgte “My Girl” mit dem Künstler Rigo. Diese späteren Veröffentlichungen erreichten jedoch nicht mehr die kommerzielle Reichweite ihrer frühen Hits, zeigten aber, dass das Duo seiner musikalischen Leidenschaft treu blieb.
Rob’n’Raz haben die europäische Dance- und Eurodance-Musik der frühen 1990er Jahre nachhaltig geprägt. Ihr charakteristischer Sound, der elektronische Beats mit Rap-Elementen und starken weiblichen Vocals kombinierte, war wegweisend für eine ganze Generation von Produzenten. Die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie Leila K. und Lutricia McNeal schuf unvergessliche Hits, die bis heute in Internetradios und auf Streaming-Plattformen gespielt werden.
Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, Talente zu entdecken und zu fördern. Leila K. wurde durch Rob’n’Raz zu einem internationalen Star, und auch Lutricia McNeal konnte später eine erfolgreiche Solokarriere starten. Das Duo verstand es, die Stärken ihrer Künstler herauszuarbeiten und in eingängige, tanzbare Produktionen zu verpacken.
Obwohl Rob’n’Raz nie offiziell aufgelöst wurde, haben sie ihre gemeinsamen Aktivitäten im Laufe der Jahre stark reduziert. Beide Mitglieder sind weiterhin in der Musikindustrie tätig, wenn auch weniger im Rampenlicht als in ihren erfolgreichsten Jahren. Ihr Einfluss auf die skandinavische und europäische Dance-Musik bleibt jedoch unbestritten. Songs wie “Got to Get”, “Rok the Nation” und “In Command” sind Klassiker der Eurodance-Ära und werden auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch gerne gehört. Rob’n’Raz haben bewiesen, dass schwedische Produzenten auf dem internationalen Musikmarkt erfolgreich sein können, und ebneten damit den Weg für viele nachfolgende Acts aus Skandinavien.
Wir konnten leider keine Konzerte von Rob n Raz finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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