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today28.02.2026
Monie Love ist eine britische Hip-Hop-Pionierin, die Ende der 1980er Jahre als eine der ersten weiblichen Rapperinnen aus Großbritannien internationale Erfolge feierte. Mit ihrem intelligenten Rap-Stil und feministischen Texten prägte sie die positive Hip-Hop-Bewegung und wurde zweifach für den Grammy nominiert. Neben ihrer Musikkarriere ist sie heute auch als Radiomoderatorin tätig.
| Künstlername | Monie Love |
| Bürgerlicher Name | Simone Wilson (später Simone Gooden) |
| Genre | Hip-Hop, Rap |
| Größter Hit | It’s a Shame (My Sister) |
| Geburtsdatum | 2. Juli 1970 |
| Geburtsort | Battersea, London, England |
| Wohnort | Atlanta, Georgia, USA |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Krebs |
| Markenzeichen | Feministische Texte, intelligenter Rap-Stil, Native Tongues Mitglied |

Als Simone Wilson am 2. Juli 1970 in Battersea, London, geboren, wuchs Monie Love in einem musikalisch geprägten Haushalt auf. Ihr Vater war Jazzmusiker, und die jamaikanischen Wurzeln der Familie brachten eine reiche kulturelle Vielfalt mit sich. Ihre Geschwister teilten die künstlerische Ader – einer ihrer Brüder ist der bekannte Techno-Musiker Dave Angel, und auch ihre Schwester betätigte sich gesanglich. In diesem kreativen Umfeld entwickelte Monie Love früh ihre Leidenschaft für Musik und insbesondere für die aufstrebende Hip-Hop-Kultur.
Ihre ersten Schritte in der Hip-Hop-Szene machte sie als Mitglied der britischen Crew Jus Bad, zusammen mit MC Mell’O, DJ Pogo und Sparky Ski. Die Londoner Hip-Hop-Szene der späten 1980er Jahre war noch in den Kinderschuhen, doch Monie Love erkannte schnell, dass ihre Ambitionen über die Grenzen Großbritanniens hinausgingen. 1988 wagte sie den mutigen Schritt über den Atlantik und zog nach New York City, dem damaligen Epizentrum der Hip-Hop-Kultur. Dieser Umzug sollte ihre Karriere entscheidend prägen und ihr Türen öffnen, die für britische Rapperinnen bis dahin verschlossen geblieben waren.
In New York angekommen, knüpfte Monie Love schnell Kontakte zu einigen der wichtigsten Akteure der Hip-Hop-Szene. Besonders bedeutsam wurde ihre Verbindung zum Native Tongues Kollektiv, einer losen Vereinigung progressiver Hip-Hop-Künstler, zu denen Queen Latifah, De La Soul, die Jungle Brothers und A Tribe Called Quest gehörten. Diese Bewegung stand für einen positiven, bewussten Hip-Hop, der sich von den härteren Gangsta-Rap-Strömungen abgrenzte und stattdessen auf intelligente Texte, soziale Botschaften und musikalische Innovation setzte.
Ihre Zusammenarbeit mit Queen Latifah auf dem legendären Track “Ladies First” von 1989 brachte Monie Love erstmals größere Aufmerksamkeit in den USA. Der Song wurde zu einer Hymne des weiblichen Empowerments im Hip-Hop und zeigte, dass Frauen in dieser männerdominierten Szene nicht nur mithalten, sondern auch führen konnten. Diese Kollaboration ebnete den Weg für weitere Features mit De La Soul und den Jungle Brothers, die Monie Loves Ruf als vielseitige und talentierte Rapperin festigten.
1990 erschien dann ihr Debütalbum “Down to Earth”, das sowohl kritisch als auch kommerziell erfolgreich war. Die Single “It’s a Shame (My Sister)” wurde zu ihrem größten Hit und erreichte Platz 12 in den britischen Charts sowie Platz 26 in den US Billboard Hot 100. In den US R&B/Hip-Hop Charts kletterte der Song sogar auf Platz 8. Der Track, der True Image als Featured Artist einschloss, behandelte soziale Themen und persönliche Beziehungen mit einer Tiefe, die in der damaligen Hip-Hop-Landschaft noch selten war. Eine weitere Single des Albums, “Monie in the Middle”, erreichte Platz 7 in den US R&B/Hip-Hop Charts und unterstrich ihren Status als ernstzunehmende Künstlerin.
Nach dem Erfolg ihres Debüts arbeitete Monie Love weiter an ihrer Karriere und veröffentlichte 1993 ihr zweites Studioalbum “In a Word or 2”. Für dieses Projekt konnte sie beeindruckende Produzenten gewinnen, darunter den legendären Marley Marl und niemand Geringeren als Prince. Die Zusammenarbeit mit solch renommierten Musikern zeigte, welchen Respekt sich Monie Love in der Industrie erarbeitet hatte.
Die Lead-Single “Born 2 B.R.E.E.D.” wurde zu einem ihrer größten Erfolge und erreichte die Spitze der US Billboard Dance Club Songs Charts. Der Titel war ein cleveres Akronym für “Build Relationships where Education and Enlightenment Dominate” und spiegelte perfekt Monie Loves Philosophie wider, Hip-Hop als Medium für positive Botschaften und soziale Veränderung zu nutzen. In den US Rap Charts erreichte der Song Platz 7, in Großbritannien Platz 18. Diese Chartplatzierungen bewiesen, dass Monie Love auf beiden Seiten des Atlantiks eine treue Fangemeinde hatte.
Zwischen ihren beiden Alben hatte sie 1992 auch mit “Full Term Love” einen weiteren Hit gelandet, der für den Soundtrack des Films “Class Act” produziert wurde und Platz 7 in den US Rap Charts erreichte. Ihre Vielseitigkeit zeigte sich auch in der Kollaboration mit Adeva für “Ring My Bell”, eine Neuinterpretation des Disco-Klassikers, die besonders in den Dance-Charts erfolgreich war. Für ihre musikalischen Leistungen erhielt Monie Love zwei Grammy-Nominierungen, unter anderem für “Monie in the Middle” und “It’s a Shame (My Sister)” – eine bemerkenswerte Anerkennung, die sie zur ersten britischen Rapperin machte, die zweimal für diese prestigeträchtige Auszeichnung nominiert wurde.
Nach den intensiven Jahren der Musikproduktion und Tourneen begann Monie Love ab Mitte der 1990er Jahre, neue berufliche Wege zu erkunden. Ihre natürliche Ausstrahlung und ihr tiefes Musikwissen machten sie zur idealen Kandidatin für eine Karriere im Radio. Ab etwa 2004 begann sie, als Radiomoderatorin zu arbeiten, zunächst bei WPHI-FM in Philadelphia. Diese neue Rolle ermöglichte es ihr, ihre Leidenschaft für Musik auf andere Weise auszudrücken und gleichzeitig eine stabilere Lebensgrundlage für sich und ihre vier Kinder zu schaffen.
Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern aus zwei Ehen stellte das Radio eine Möglichkeit dar, im Musikgeschäft aktiv zu bleiben, ohne die ständigen Reisen und den Stress des Künstlerlebens auf sich nehmen zu müssen. Monie Love arbeitete im Laufe der Jahre für verschiedene Radiostationen in unterschiedlichen US-Städten und hatte auch Shows auf XM Satellite Radio. Aktuell ist sie als Moderatorin bei WALR-FM “KISS 104.1” in Atlanta, Georgia, tätig, wo sie weiterhin ihre Liebe zur Musik mit ihrem Publikum teilt. Über Streaming und Internetradio erreicht sie heute ein noch breiteres Publikum als in ihren aktivsten Musikjahren.
Ihre Arbeit im Radio hat Monie Love nie davon abgehalten, auch musikalisch aktiv zu bleiben. In den letzten Jahren hat sie an neuem Material gearbeitet und Songs wie “Divine” und “1NE People” veröffentlicht. Gemeinsam mit dem Produzenten Baby Paul arbeitet sie an einem neuen Album mit dem Titel “LoveStruck”, das ihr erstes vollständiges Projekt seit vielen Jahren werden soll. Diese Rückkehr zur Musik zeigt, dass die kreative Flamme in ihr nie erloschen ist und dass sie nach wie vor etwas zu sagen hat.
Monie Loves Bedeutung für die Hip-Hop-Kultur kann kaum überschätzt werden. Als eine der ersten britischen Rapperinnen, die internationalen Erfolg hatte, ebnete sie den Weg für zahlreiche Künstlerinnen, die nach ihr kamen. In einer Zeit, in der weibliche MCs noch eine Seltenheit waren und britischer Hip-Hop oft belächelt wurde, bewies sie, dass Talent und Authentizität keine geografischen Grenzen kennen. Ihre Zugehörigkeit zur Native Tongues Bewegung verband sie mit einer künstlerischen Philosophie, die Hip-Hop als Kraft für positive Veränderung verstand.
Ihre Texte behandelten konsequent Themen wie weibliches Empowerment, soziale Gerechtigkeit und persönliche Entwicklung. In Songs wie “It’s a Shame (My Sister)” thematisierte sie familiäre Beziehungen und soziale Probleme mit einer Ehrlichkeit und Tiefe, die in der damaligen Hip-Hop-Landschaft noch ungewöhnlich war. “Born 2 B.R.E.E.D.” war nicht nur ein eingängiger Dance-Track, sondern auch ein Statement über die Wichtigkeit von Bildung und Bewusstsein. Diese inhaltliche Substanz, gepaart mit musikalischer Qualität, machte ihre Musik zeitlos.
Heute wird Monie Love auf verschiedenen Plattformen gespielt, von klassischen Radiostationen bis hin zu spezialisierten Online-Kanälen, die die goldene Ära des Hip-Hop zelebrieren. Ihre Musik findet weiterhin neue Hörer, die die Kombination aus intelligentem Rap, eingängigen Beats und positiven Botschaften schätzen. Als Mutter, Radiomoderatorin und Künstlerin verkörpert sie die Vielseitigkeit und Beständigkeit, die nötig sind, um in der Musikindustrie zu überleben und relevant zu bleiben. Ihre Geschichte ist die einer Pionierin, die Grenzen überschritt, Barrieren durchbrach und dabei stets ihren eigenen Weg ging – eine wahre Inspiration für kommende Generationen von Künstlerinnen und Künstlern.
Wir konnten leider keine Konzerte von Monie Love finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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