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today28.02.2026
L.A. Style war ein niederländisches Techno- und Rave-Projekt, das Anfang der 1990er Jahre mit seinem legendären Hit „James Brown Is Dead” internationale Musikgeschichte schrieb. Die Formation um Wessel van Diepen und Michiel van der Kuy prägte die frühe Techno-Ära maßgeblich mit und brachte elektronische Tanzmusik in die Charts weltweit. Zwischen 1991 und 1995 veröffentlichte das Projekt mehrere Singles und ein Album, bevor es sich wieder auflöste.
| Künstlername | L.A. Style |
| Mitglieder | Wessel van Diepen, Michiel van der Kuy, Frans „FX” Merkx, Alfons „Fonny” de Wulf, Ray Decadence |
| Genre | Techno, New Beat, Belgian Techno, Eurodance, Rave |
| Größter Hit | James Brown Is Dead |
| Gründungsjahr | 1991 |
| Auflösungsjahr | 1995 |
| Land | Niederlande |
| Markenzeichen | Kombination von Techno-Beats mit Rap-Elementen, provokative Songtitel |

Als L.A. Style 1991 in den Niederlanden gegründet wurde, stand die elektronische Tanzmusik gerade am Beginn ihrer großen kommerziellen Erfolgsgeschichte. Wessel van Diepen, ein erfahrener Produzent und Radio-DJ, tat sich mit Michiel van der Kuy zusammen, der unter dem Pseudonym Denzil Slemming bereits durch Projekte wie Laserdance und Koto bekannt war. Gemeinsam mit dem Rapper und Sänger Frans „FX” Merkx sowie den Produzenten Alfons „Fonny” de Wulf und dem belgischen Künstler Ray Decadence schufen sie einen Sound, der die harten Beats der Techno-Szene mit ungewöhnlichen Rap-Einlagen verband.
Die Chemie zwischen den Musikern stimmte von Anfang an. Van Diepen brachte sein Gespür für eingängige Melodien und kommerzielle Arrangements ein, während van der Kuy für die treibenden Synthesizer-Klänge sorgte. FX verlieh den Tracks mit seiner markanten Stimme eine besondere Note, die damals in der Rave-Szene noch ungewöhnlich war. Diese Kombination sollte sich als Erfolgsrezept erweisen.
Im Jahr 1991 veröffentlichte L.A. Style die Single „James Brown Is Dead”, die wie eine Bombe einschlug. Der provokante Titel war als ironischer Kommentar zur exzessiven Nutzung von James-Brown-Samples in der damaligen Dance-Musik gedacht und spielte gleichzeitig auf den Wandel der Musikkultur an. Der Song kombinierte hämmernde Techno-Beats mit eingängigen Rap-Passagen und wurde zum Hymnus der aufkommenden Rave-Bewegung.
Die Erfolgsgeschichte des Tracks war beispiellos. In Belgien, den Niederlanden und Spanien erreichte die Single die Spitzenposition der Charts. In Deutschland, Schweden, der Schweiz und Australien landete sie in den Top 10. Besonders bemerkenswert war der Erfolg in den USA, wo „James Brown Is Dead” Platz 59 der Billboard Hot 100 erreichte und auf Platz 4 der Dance Club Songs kletterte. Damit gehörte L.A. Style zu den ersten Rave-Acts, die es in die amerikanischen Mainstream-Charts schafften und elektronische Tanzmusik einem breiteren Publikum zugänglich machten.
Der Song wurde in Clubs weltweit gespielt, inspirierte zahlreiche Remixe und sogar Gegenstücke wie „James Brown Is Still Alive”. Über Internetradio und Streaming-Dienste findet der Track bis heute neue Hörer, die den unverwechselbaren Sound der frühen Neunziger schätzen.
Nach dem überwältigenden Erfolg von „James Brown Is Dead” veröffentlichte L.A. Style 1992 die Single „I’m Raving” beziehungsweise „L.A. Style Theme”. Der Track erreichte in den Niederlanden Platz 13 und in Australien Position 65. Obwohl er nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte, festigte er doch den Ruf der Gruppe als ernstzunehmende Kraft in der Techno-Szene. Ebenfalls 1992 erschien „God Shave the Queen”, eine weitere Single mit dem typischen L.A. Style-Sound.
1993 folgte schließlich das Debütalbum „L.A. Style”, manchmal auch als „L.A. Style, the Album” bezeichnet. Das Album bot eine vielseitige Mischung verschiedener Tanzstile und enthielt neben den bekannten Singles auch neue Tracks. Besonders hervorzuheben ist die Mitwirkung der Sängerin Nicolette bei Songs wie „I’m Raving”, die dem Album zusätzliche Facetten verlieh. In den USA erreichte das Album Platz 21 der Billboard Top Heatseekers Charts, was den anhaltenden Erfolg des Projekts auch jenseits des Atlantiks unterstrich.
Die Singles „Balloony” (1993), „Got to Move” (1994) und „Magic Trip” (1995) rundeten die Diskografie ab, konnten jedoch nicht mehr an die früheren Charterfolge anknüpfen. Die elektronische Musiklandschaft hatte sich weiterentwickelt, und neue Trends bestimmten zunehmend die Szene.
Nach dem Weggang von FX Merkx verlor L.A. Style zunehmend an Dynamik. Die kreative Energie, die das Projekt anfangs ausgezeichnet hatte, ließ nach, und um 1995 löste sich die Gruppe schließlich auf. Die Mitglieder gingen unterschiedliche Wege und widmeten sich neuen Projekten. Wessel van Diepen sollte später mit Acts wie Vengaboys und Alice Deejay weitere große Erfolge feiern und sich als einer der erfolgreichsten niederländischen Produzenten etablieren. Michiel van der Kuy kehrte zu seinen früheren Projekten zurück und arbeitete weiter an elektronischer Musik.
Obwohl L.A. Style nur wenige Jahre aktiv war, hinterließ das Projekt einen bleibenden Eindruck in der Geschichte der elektronischen Tanzmusik. „James Brown Is Dead” gilt bis heute als Klassiker der Techno-Ära und wird regelmäßig in Clubs, auf Festivals und im Radio gespielt. Der Song steht symbolisch für eine Zeit, in der elektronische Musik aus den Underground-Clubs in den Mainstream vordrang und eine ganze Generation prägte.
Die Kombination aus harten Beats, eingängigen Melodien und unkonventionellen Rap-Elementen war damals revolutionär und inspirierte zahlreiche nachfolgende Künstler. L.A. Style bewies, dass Techno mehr sein konnte als nur monotone Tanzmusik – es konnte provokativ, witzig und gleichzeitig tanzbar sein. Das Vermächtnis der Gruppe lebt in den unzähligen Tracks weiter, die von ihrem Sound beeinflusst wurden, und in den Erinnerungen all jener, die in den frühen Neunzigern zu „James Brown Is Dead” durch die Clubs tanzten.
Wir konnten leider keine Konzerte von L.A. Style finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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