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today28.02.2026
Ben E. King zählt zu den großen Stimmen der Soul- und R&B-Geschichte. Mit unvergesslichen Klassikern wie “Stand By Me” prägte er die Musikwelt nachhaltig. Seine warme, emotionale Stimme und zeitlose Hits machen ihn bis heute zu einem gefeierten Künstler.
| Künstlername | Ben E. King |
| Bürgerlicher Name | Benjamin Earl Nelson |
| Genre | R&B, Soul, Doo-Wop |
| Größter Hit | Stand By Me |
| Geburtsdatum | 28. September 1938 |
| Geburtsort | Henderson, North Carolina, USA |
| Wohnort | Teaneck, New Jersey |
| Todesdatum | 30. April 2015 |
| Sterbeort | Hackensack, New Jersey, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Waage |
| Markenzeichen | Warme, emotionale Stimme mit großer Bandbreite |

Benjamin Earl Nelson erblickte am 28. September 1938 in Henderson, North Carolina das Licht der Welt. Als er etwa neun Jahre alt war, zog seine Familie nach Harlem, New York, wo der junge Benjamin schon früh seine Leidenschaft für Musik entdeckte. In den Kirchenchören des Viertels schulte er seine Stimme und gründete als Jugendlicher seine erste Doo-Wop-Gruppe namens “The Four B’s”. Diese frühen musikalischen Erfahrungen legten den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere.
1956 trat Benjamin der Gruppe “The Five Crowns” bei, wo er seine Fähigkeiten als Lead-Sänger weiter verfeinerte. Ein entscheidender Wendepunkt kam 1958, als Manager George Treadwell die originalen Mitglieder der erfolgreichen Gruppe “The Drifters” durch die Mitglieder der Five Crowns ersetzte. Benjamin Nelson wurde nun zum Lead-Sänger der Drifters und nahm den Künstlernamen Ben E. King an – das “King” stammte dabei von einem Onkel. Mit den Drifters feierte er bereits erste große Erfolge: “There Goes My Baby” aus dem Jahr 1959 wurde ein wegweisender Hit, der mit seinem innovativen Einsatz von Streichern neue Maßstäbe setzte. Der Song erreichte die Top 10 der Pop-Charts und die Spitze der R&B-Charts.
1960 verließ Ben E. King die Drifters aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Bezahlung und Gagen. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Bereits 1961 gelang ihm mit “Spanish Harlem” der Solo-Durchbruch – der Song erreichte die Top 10 der Pop-Charts und etablierte King als eigenständigen Star. Doch das Beste sollte noch kommen: Im selben Jahr veröffentlichte er “Stand By Me”, einen Song, der zur Hymne werden sollte.
“Stand By Me” war nicht nur ein unmittelbarer Erfolg mit Platz 4 in den Pop-Charts und Platz 1 in den R&B-Charts, sondern entwickelte sich zu einem zeitlosen Klassiker. Die eingängige Melodie, kombiniert mit Kings warmer, gefühlvoller Interpretation, berührte Millionen von Menschen weltweit. Der Song basierte auf einem Gospelsong und wurde von King zusammen mit den legendären Songwritern Jerry Leiber und Mike Stoller geschrieben. Was viele nicht wissen: “Stand By Me” erlebte 1986 eine bemerkenswerte Renaissance, als Rob Reiners Kultfilm gleichen Namens den Song einer neuen Generation vorstellte. Der Track stieg erneut in die Charts ein und erreichte sogar die Spitze der britischen Charts.
Die frühen 1960er Jahre brachten weitere Hits hervor. “Don’t Play That Song (You Lied)” aus dem Jahr 1962 erreichte die Top 15 der Pop-Charts und die Top 5 der R&B-Charts. Mit “I (Who Have Nothing)” aus 1963 bewies King seine Fähigkeit, dramatische Balladen mit großer emotionaler Tiefe zu interpretieren. Seine Stimme konnte mühelos zwischen zarten, intimen Momenten und kraftvollen, leidenschaftlichen Ausbrüchen wechseln.
Wie viele Künstler seiner Generation erlebte auch Ben E. King in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren einen Rückgang seiner kommerziellen Erfolge. Die Musiklandschaft veränderte sich rasant, neue Genres und Künstler drängten auf den Markt. Doch King gab nicht auf und bewies 1975 eindrucksvoll sein Comeback-Talent. Mit “Supernatural Thing (Pt. 1)” gelang ihm ein überraschender Erfolg – der Song erreichte Platz 5 der Pop-Charts und sogar Platz 1 der R&B-Charts. Dieser Disco-beeinflusste Track zeigte Kings Vielseitigkeit und seine Fähigkeit, sich musikalisch weiterzuentwickeln, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.
Das dazugehörige Album “Supernatural” kletterte auf Platz 39 der US-Albumcharts und brachte King zurück ins Rampenlicht. In den folgenden Jahren veröffentlichte er weiterhin Alben und arbeitete mit verschiedenen Künstlern zusammen, darunter die Average White Band für das gemeinsame Album “Benny And Us” aus dem Jahr 1977. Diese Kollaboration erreichte sowohl in den USA als auch in Großbritannien beachtliche Chartplatzierungen und demonstrierte Kings Offenheit für musikalische Experimente.
Die 1980er und 1990er Jahre brachten zwar keine großen Chart-Erfolge mehr, doch King blieb aktiv und veröffentlichte regelmäßig Alben. “What’s Important to Me” (1991), “Shades of Blue” (1993) und “I’ve Been Around” (2006) zeugten von seiner ungebrochenen Schaffenskraft. Besonders erwähnenswert ist das Kinderalbum “I Have Songs in My Pocket” aus dem Jahr 1998, das eine ganz andere Seite des Künstlers offenbarte.
Ben E. Kings Beitrag zur Musikgeschichte wurde vielfach gewürdigt. 1988 wurde er als Mitglied der Drifters in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – eine Ehre, die seine prägende Rolle in dieser legendären Formation würdigte. Mehrere seiner Songs wurden in die Grammy Hall of Fame aufgenommen, darunter natürlich “Stand By Me”, aber auch “Spanish Harlem” und “Save the Last Dance for Me”. Diese Auszeichnungen unterstreichen die bleibende Bedeutung seiner Musik.
Ein besonderer Höhepunkt kam 2012, als King von der Songwriters Hall of Fame mit dem Towering Song Award und dem Towering Performance Award für “Stand By Me” geehrt wurde. Zwei Jahre später, 2014, nahm die Library of Congress “Stand By Me” in ihr National Recording Registry auf – eine Anerkennung für Aufnahmen von kultureller, historischer oder ästhetischer Bedeutung. Für Hörer von Internetradio und Streaming-Diensten bleibt Kings Musik bis heute präsent und wird regelmäßig gespielt.
Neben seiner musikalischen Karriere engagierte sich King auch sozial. 1998 gründete er die “Ben E. King Stand By Me Foundation”, die sich dafür einsetzte, Jugendlichen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dieses Engagement spiegelte seine Überzeugung wider, dass Musik und Bildung transformative Kräfte im Leben junger Menschen sein können.
Bis ins hohe Alter blieb Ben E. King der Bühne treu. Trotz gesundheitlicher Probleme trat er weiterhin live auf und begeisterte sein Publikum mit seiner zeitlosen Stimme. Seine Konzerte waren emotionale Erlebnisse, bei denen Generationen von Fans zusammenkamen, um die Klassiker zu hören, die sie ihr Leben lang begleitet hatten. Wenn “Stand By Me” erklang, sangen oft Tausende mit – ein bewegender Beweis für die universelle Anziehungskraft seiner Musik.
Am 30. April 2015 verstarb Ben E. King im Alter von 76 Jahren in Hackensack, New Jersey. Sein Tod löste weltweit Trauer aus, und zahlreiche Künstler würdigten seinen Einfluss auf ihre eigene Musik. Von Soul-Legenden bis zu modernen Pop-Stars – viele bekannten, wie sehr Kings Werk sie inspiriert hatte. Seine Beerdigung wurde zu einer Feier seines Lebens und seiner Musik, bei der natürlich auch “Stand By Me” erklang.
Das Vermächtnis von Ben E. King lebt weiter. Seine Songs werden weiterhin im Radio gespielt, in Filmen verwendet und von neuen Künstlern gecovert. “Stand By Me” allein wurde hundertfach neu interpretiert und in unzähligen Sprachen aufgenommen. Die Botschaft des Songs – bedingungslose Unterstützung und Freundschaft – ist zeitlos und universal. Kings Fähigkeit, tiefe Emotionen durch seine Musik zu vermitteln, macht ihn zu einem der großen Interpreten der Musikgeschichte.
Für Fans, die seine Musik heute entdecken oder wiederentdecken möchten, bieten Online Radio-Sender und Streaming-Plattformen einfachen Zugang zu seinem umfangreichen Werk. Von den frühen Drifters-Aufnahmen über die Solo-Klassiker der 1960er Jahre bis zu den späteren Alben – Ben E. Kings Diskografie ist eine Schatzkammer der Soul- und R&B-Geschichte. Seine warme, ausdrucksstarke Stimme, die mühelos zwischen Bass und Tenor wechseln konnte, bleibt unverwechselbar und berührend. Ben E. King war mehr als nur ein Sänger – er war ein Geschichtenerzähler, dessen Lieder von Liebe, Verlust, Hoffnung und menschlicher Verbundenheit handelten. Sein Name wird für immer mit einigen der schönsten Songs der Popmusikgeschichte verbunden bleiben.
Wir konnten leider keine Konzerte von Ben E. King finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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