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today28.02.2026
Jim Diamond war ein schottischer Sänger und Songwriter, der mit seiner souligen Stimme und emotionalen Balladen die Charts der 1980er Jahre eroberte. Sein größter Hit “I Should Have Known Better” erreichte 1984 Platz eins in Großbritannien und machte ihn international bekannt. Neben seiner Solokarriere war er auch als Frontmann der Band Ph.D. erfolgreich.
| Künstlername | Jim Diamond |
| Bürgerlicher Name | James Aaron Diamond |
| Genre | Pop-Rock, Blue-Eyed Soul, Soft Rock |
| Größter Hit | I Should Have Known Better |
| Geburtsdatum | 28. September 1951 |
| Geburtsort | Bridgeton, Glasgow, Schottland |
| Todesdatum | 8. Oktober 2015 |
| Sterbeort | London, England |
| Staatsangehörigkeit | Schottisch (Britisch) |
| Sternzeichen | Waage |
| Markenzeichen | Ausdrucksstarke, soulige Stimme mit emotionalem Ausdruck |

James Aaron Diamond wurde am 28. September 1951 im Arbeiterviertel Bridgeton im East End von Glasgow geboren. Seine Mutter Sarah arbeitete als Schneiderin, während sein Vater Lawrence bei der Feuerwehr tätig war. In diesem bodenständigen Umfeld entwickelte der junge Jim schon früh eine Leidenschaft für Musik, die weit über die Grenzen seiner schottischen Heimat hinausreichte. Besonders amerikanische Soul-Größen wie Ray Charles, Sam Cooke und Otis Redding hatten es ihm angetan und sollten seinen musikalischen Stil nachhaltig prägen.
Mit etwa vierzehn oder fünfzehn Jahren gründete Diamond seine erste Band namens The Method. Es war der Beginn einer musikalischen Reise, die ihn durch verschiedene Formationen und Länder führen sollte. Nach The Method wurde er Sänger bei der Band Jade, mit der er ausgiebig durch Großbritannien und Europa tourte. Diese frühen Erfahrungen auf der Bühne schärften nicht nur sein Talent, sondern auch sein Verständnis für die Musikindustrie.
Die 1970er Jahre waren für Jim Diamond eine Zeit des Experimentierens und der musikalischen Vielfalt. Er arbeitete mit dem legendären Blues-Musiker Alexis Korner zusammen und war Teil der Band Bandit, in der auch Cliff Williams spielte, der später bei AC/DC berühmt werden sollte. Diese Zusammenarbeit mit etablierten Musikern half Diamond, sein Handwerk zu verfeinern und wertvolle Kontakte in der Branche zu knüpfen.
Sein Weg führte ihn sogar nach Japan, wo er mit der Band Bacco das Album “Cha Cha Me” aufnahm. Später zog es ihn in die USA, wo er gemeinsam mit dem Gitarristen Earl Slick das Projekt Slick Diamond startete. Diese internationale Erfahrung erweiterte seinen musikalischen Horizont erheblich und brachte ihn mit verschiedenen Stilrichtungen in Berührung. Doch der große Durchbruch sollte erst Anfang der 1980er Jahre kommen, als Diamond nach Großbritannien zurückkehrte und eine neue Band gründete.
Anfang der 1980er Jahre formierte Jim Diamond zusammen mit dem Keyboarder Tony Hymas und dem Schlagzeuger Simon Phillips die Band Ph.D. Die drei Musiker ergänzten sich perfekt und schufen einen Sound, der Pop-Rock mit Soul-Elementen verband. Ihr Debütalbum erschien 1981 und legte den Grundstein für ihren Erfolg.
Der große Durchbruch gelang 1982 mit der Single “I Won’t Let You Down”, die auf Platz drei der britischen Charts kletterte und sich zu einem internationalen Millionenseller entwickelte. Der Song wurde auch auf verschiedenen Internetradio-Stationen gespielt und erreichte ein breites Publikum. Die Kombination aus Diamonds eindringlicher Stimme, eingängigen Melodien und der professionellen Produktion traf den Nerv der Zeit. Doch der Erfolg wurde überschattet, als Diamond an Hepatitis erkrankte. Die gesundheitlichen Probleme und zunehmende Differenzen innerhalb der Band führten schließlich zur Auflösung von Ph.D., obwohl sie 1983 noch ein zweites Album mit dem Titel “Is It Safe?” veröffentlichten.
Nach dem Ende von Ph.D. startete Jim Diamond eine Solokarriere, die ihm den größten Erfolg seines Lebens bescheren sollte. 1984 veröffentlichte er die Single “I Should Have Known Better”, eine emotionale Ballade, die seine soulige Stimme perfekt zur Geltung brachte. Der Song eroberte nicht nur die Spitze der britischen Charts für eine Woche, sondern wurde auch in Australien, Irland und vielen anderen Ländern ein Nummer-eins-Hit.
Interessanterweise zeigte Diamond bei diesem Erfolg eine bemerkenswerte Großzügigkeit. Als “I Should Have Known Better” die Charts erklomm, bat er die Öffentlichkeit, stattdessen das Band-Aid-Charity-Single “Do They Know It’s Christmas?” zu kaufen. Diese ungewöhnliche Geste zeugte von seinem Charakter und seiner sozialen Verantwortung. Für den Song erhielt er eine Nominierung für den renommierten Ivor Novello Award, eine der höchsten Auszeichnungen in der britischen Musikindustrie.
Sein Debüt-Soloalbum “Double Crossed” erschien 1985 und enthielt weitere Singles wie “I Sleep Alone at Night” und “Remember I Love You”, die jedoch nicht an den Erfolg des Titelliedes anknüpfen konnten. Dennoch hatte sich Diamond als ernstzunehmender Solokünstler etabliert.
1986 gelang Jim Diamond ein weiterer bedeutender Hit mit “Hi Ho Silver”, der Platz fünf der britischen Charts erreichte. Der Song wurde als Titellied der populären britischen Fernsehserie “Boon” verwendet und ist bis heute eng mit dieser Serie verbunden. Die eingängige Melodie und Diamonds charakteristische Stimme machten den Song zu einem Ohrwurm, der regelmäßig im Radio und später auch im Streaming zu hören war.
Das zugehörige Album “Desire for Freedom” erschien im selben Jahr und festigte Diamonds Position als erfolgreicher Solokünstler. Obwohl die nachfolgende Single “Young Love (Carry Me Away)” nur noch Platz 92 erreichte, blieb Diamond ein gefragter Künstler. Er beteiligte sich auch an weiteren Charity-Projekten, darunter “Let It Be” mit Ferry Aid, was seine kontinuierliche Bereitschaft zeigte, seine Bekanntheit für gute Zwecke einzusetzen.
In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte Jim Diamond weiterhin Alben, auch wenn die großen Chart-Erfolge ausblieben. 1988 erschien ein selbstbetiteltes Album bei Teldec, gefolgt von einer weiteren Veröffentlichung namens “Jim Diamond” im Jahr 1993 bei PolyGram TV. Letzteres enthielt Neuaufnahmen seiner größten Hits sowie neue Songs und erreichte immerhin Platz 16 der britischen Album-Charts. Das Album “Sugarolly Days” folgte 1994, und 2005 veröffentlichte er sowohl die EP “Blue Shoes” als auch das Album “Souled and Healed”.
2009 kam es zu einer überraschenden Wiedervereinigung von Ph.D., die das Album “Three” veröffentlichten. Es war eine Gelegenheit für Diamond, noch einmal mit seinen alten Weggefährten zusammenzuarbeiten. Sein letztes Studioalbum “City of Soul” erschien 2011 und war ein besonderes Projekt: Es bestand ausschließlich aus Soul-Covers und wurde als Charity-Album zugunsten der Kinderhilfe veröffentlicht. Diese Entscheidung spiegelte Diamonds lebenslange Liebe zur Soul-Musik und sein soziales Engagement wider.
Jim Diamond galt bei Fans und Kritikern als Künstler mit großer Integrität, der kommerzielle Kompromisse oft ablehnte und seiner musikalischen Vision treu blieb. Seine Musik wird bis heute auf verschiedenen Radiosendern gespielt und erinnert an eine Ära, in der emotionale Balladen und soulige Stimmen die Charts dominierten.
Jim Diamond lebte in seinen späteren Jahren in London, wo er am 8. Oktober 2015 im Schlaf verstarb. Er hinterließ seinen Sohn Lawrence, der ebenfalls Musiker wurde und unter anderem als Keyboarder der Band Citizens! tätig war. Die musikalische Begabung wurde also an die nächste Generation weitergegeben.
Diamonds Einfluss auf die britische Popmusik der 1980er Jahre ist unbestritten. Mit seiner ausdrucksstarken, souligen Stimme und seiner Fähigkeit, tiefe Emotionen in seinen Songs zu vermitteln, schuf er zeitlose Melodien, die auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch berühren. Songs wie “I Should Have Known Better” und “I Won’t Let You Down” gehören zum festen Repertoire der 80er-Jahre-Musik und werden regelmäßig auf Webradio-Stationen gespielt, die sich dieser Ära widmen.
Seine Karriere zeigt den Weg eines Künstlers, der trotz gesundheitlicher Rückschläge und der Höhen und Tiefen der Musikindustrie seiner Leidenschaft treu blieb. Von den bescheidenen Anfängen in Glasgow über internationale Tourneen bis zu Chart-Erfolgen in mehreren Ländern – Jim Diamond bewies Durchhaltevermögen und künstlerische Authentizität. Sein Vermächtnis lebt in seiner Musik weiter, die neue Generationen von Musikliebhabern entdecken und schätzen lernen.
Antwort
Jim Diamond wird auf dem RadioMonster.FM 80S Kanal gespielt.
Es sind keine weiteren Informationen verfügbar.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jim Diamond finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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