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today28.02.2026
Deacon Blue ist eine schottische Pop-Rock-Band aus Glasgow, die 1985 gegründet wurde und bis heute zu den prägendsten Musikgruppen Schottlands zählt. Mit Hits wie „Dignity” und „Real Gone Kid” eroberte die Band Ende der Achtziger die britischen Charts und verkaufte weltweit über sieben Millionen Alben. Trotz einer Pause in den Neunzigern ist die Band seit ihrer Wiedervereinigung 1999 kontinuierlich aktiv und begeistert Fans mit neuen Alben und ausverkauften Tourneen.
| Künstlername | Deacon Blue |
| Mitglieder | Ricky Ross, Lorraine McIntosh, Dougie Vipond, Gregor Philp, Lewis Gordon |
| Genre | Pop-Rock, Alternative Rock, Sophisti-Pop |
| Größter Hit | Dignity |
| Gründungsjahr | 1985 |
| Land | Schottland, Vereinigtes Königreich |

Als Ricky Ross 1985 von Dundee nach Glasgow zog, hatte er bereits eine klare Vision: Er wollte eine Band gründen, die das Leben der einfachen Leute musikalisch einfangen sollte. Zusammen mit Lorraine McIntosh, James Prime, Dougie Vipond, Ewen Vernal und Graeme Kelling formierte er Deacon Blue, benannt nach dem Steely Dan-Song „Deacon Blues”. Die Chemie zwischen den Musikern stimmte von Anfang an, und schon bald entwickelte die Band einen unverwechselbaren Sound, der Pop-Rock mit melancholischen Texten über das Alltagsleben in Glasgow verband.
Das Debütalbum „Raintown” erschien 1987 und wurde zum Kultklassiker. Songs wie „Dignity”, „Chocolate Girl” und „Loaded” erzählten Geschichten von Träumen, Arbeit und dem Streben nach einem besseren Leben. Obwohl die Chartplatzierungen zunächst moderat ausfielen, entwickelte sich das Album zu einem Dauerbrenner und verkaufte sich millionenfach. Besonders „Dignity”, die Geschichte eines Straßenreinigers, der von einem kleinen Boot träumt, wurde zur Hymne und ist bis heute untrennbar mit der Band verbunden.
Mit ihrem zweiten Album „When the World Knows Your Name” gelang Deacon Blue 1989 der große Durchbruch. Das Album stieg auf Platz eins der britischen Charts ein und hielt sich dort zwei Wochen lang. Die Single „Real Gone Kid” wurde zum Top-Ten-Hit in Großbritannien und erreichte sogar die Spitzenposition in Spanien. Die Band tourte durch ausverkaufte Hallen und etablierte sich als eine der erfolgreichsten britischen Bands ihrer Zeit.
Die Folgealben „Fellow Hoodlums” von 1991 und „Whatever You Say, Say Nothing” von 1993 setzten die Erfolgsgeschichte fort. Weitere Singles wie „Fergus Sings the Blues”, „Wages Day” und „Queen of the New Year” fanden ihren Weg in die Charts und wurden zu Radiofavoriten. Die Band hatte sich einen festen Platz in der britischen Musiklandschaft erobert und ihre Songs liefen regelmäßig im Internetradio und auf verschiedenen Streaming-Plattformen.
1994 löste sich Deacon Blue nach internen Spannungen auf. Die Bandmitglieder verfolgten eigene Projekte, und es schien, als wäre das Kapitel Deacon Blue endgültig geschlossen. Doch die Verbindung zwischen den Musikern blieb bestehen, und 1999 kam es zur Wiedervereinigung. Ein Reunion-Konzert löste eine Welle der Begeisterung aus, und das Album „Walking Back Home” markierte den erfolgreichen Neustart.
Das Album „Homesick” von 2001 sollte das letzte mit Gitarrist Graeme Kelling sein, der 2004 im Alter von nur 47 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb. Sein Tod war ein schwerer Schlag für die Band, doch sie machten weiter. Nach einer längeren Studiopause meldete sich Deacon Blue 2012 mit „The Hipsters” zurück und bewies, dass sie auch nach Jahrzehnten noch relevante und berührende Musik schaffen konnten.
Ein weiterer Verlust traf die Band 2025, als Keyboarder James Prime nach kurzer Krankheit verstarb. Trotz dieser Rückschläge blieb die Band ihrer Linie treu und ehrte ihre verstorbenen Mitglieder durch ihre fortgesetzte musikalische Arbeit.
Seit ihrer Wiedervereinigung hat Deacon Blue eine bemerkenswerte kreative Kontinuität bewiesen. Die Alben „A New House” von 2014, „Believers” von 2016, „City of Love” von 2020 und „Riding on the Tide of Love” von 2021 zeigen eine Band, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, sondern weiterhin frische und relevante Musik produziert. Im März 2025 erschien ihr neuestes Album „The Great Western Road”, begleitet von einer großen Tournee durch Großbritannien und Irland.
Die Band hat es geschafft, ihre ursprüngliche Fanbasis zu halten und gleichzeitig neue Generationen von Hörern zu gewinnen. Ihre Songs werden nicht nur auf klassischen Radiosendern gespielt, sondern finden auch auf modernen Online-Plattformen ihr Publikum. Die Mischung aus nostalgischem Charme und zeitloser Qualität macht ihre Musik auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch hörenswert.
Die kulturelle Bedeutung von Deacon Blue geht weit über kommerzielle Erfolge hinaus. 2020 wurde „Dignity” in einer öffentlichen Abstimmung zu „Scotland’s Greatest Song” gewählt – eine Anerkennung, die die tiefe Verbindung zwischen der Band und ihrer schottischen Heimat unterstreicht. Der Song wird bei Hochzeiten, Gedenkfeiern und Sportveranstaltungen gespielt und hat sich zu einer inoffiziellen Hymne entwickelt.
Ricky Ross und Lorraine McIntosh erhielten 2025 Ehrendoktorwürden der Open University für ihre kulturellen Beiträge. Dougie Vipond wurde 2024 von der University of Stirling für seine Verdienste in Musik, Rundfunk und Gemeinschaftsarbeit geehrt. Diese Auszeichnungen zeigen, dass Deacon Blue nicht nur als Musiker, sondern auch als kulturelle Botschafter Schottlands wahrgenommen werden.
Die Band hat sich auch politisch positioniert und sich mehrfach gegen die Verwendung ihrer Songs in politischen Kontexten gewehrt, wenn diese den ursprünglichen Sinn verfälschten. Diese Haltung unterstreicht die Integrität und das Verantwortungsbewusstsein der Bandmitglieder.
Mit über sieben Millionen verkauften Alben weltweit hat Deacon Blue einen festen Platz in der Musikgeschichte. Ihre erzählerischen Texte über das Leben der Arbeiterschicht, kombiniert mit eingängigen Melodien und warmem Gesang, haben Generationen von Hörern berührt. Die Band hat bewiesen, dass authentische, bodenständige Musik zeitlos sein kann.
Ricky Ross, der neben seiner Arbeit mit Deacon Blue auch als Solo-Künstler, Songwriter und Radiomoderator tätig ist, bleibt das kreative Herz der Band. Lorraine McIntosh bringt mit ihrer Stimme eine besondere Wärme in die Songs ein, während Dougie Vipond am Schlagzeug für den rhythmischen Antrieb sorgt. Mit Gregor Philp an der Gitarre und Lewis Gordon am Bass hat die Band eine solide Besetzung, die live wie im Studio überzeugt.
Deacon Blue ist mehr als nur eine Band der Achtziger – sie sind eine Institution, die bis heute relevante Musik macht und ihre Fans mit Leidenschaft und Authentizität begeistert. Ihre Konzerte sind ausverkauft, ihre neuen Alben werden mit Spannung erwartet, und ihre klassischen Hits werden weiterhin auf unzähligen Plattformen gestreamt. Die Geschichte von Deacon Blue ist eine Geschichte von Beständigkeit, Kreativität und der Kraft der Musik, Menschen über Jahrzehnte hinweg zu verbinden.
Wir konnten leider keine Konzerte von Deacon Blue finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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