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today28.02.2026
Carly Simon zählt zu den bedeutendsten Singer-Songwriterinnen der 1970er Jahre und prägte mit ihrem unverwechselbaren Stil eine ganze Generation. Mit Hits wie “You’re So Vain” und “Nobody Does It Better” schrieb sie Musikgeschichte und wurde zur Ikone des Soft Rock. Ihre ehrlichen, autobiografischen Texte und ihre warme, ausdrucksstarke Stimme machen sie bis heute unvergesslich.
| Künstlername | Carly Simon |
| Bürgerlicher Name | Carly Elisabeth Simon |
| Genre | Soft Rock, Pop Rock, Folk Pop |
| Größter Hit | You’re So Vain |
| Geburtsdatum | 25. Juni 1943 |
| Geburtsort | New York City, New York, USA |
| Wohnort | Martha’s Vineyard, Massachusetts |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Krebs |
| Markenzeichen | Warme, rauchige Stimme, autobiografische Texte |

Carly Elisabeth Simon wurde in eine außergewöhnliche Familie hineingeboren. Ihr Vater Richard L. Simon war Mitbegründer des renommierten Verlags Simon & Schuster, ihre Mutter Andrea Heinemann Simon eine talentierte Sängerin und engagierte Aktivistin. In diesem kultivierten und wohlhabenden Umfeld wuchs Carly zusammen mit ihren Geschwistern auf, umgeben von Büchern, Musik und intellektuellen Diskussionen. Die kreative Atmosphäre des Elternhauses sollte ihre spätere Karriere maßgeblich prägen.
Ihre ersten musikalischen Schritte machte sie Anfang der 1960er Jahre gemeinsam mit ihrer Schwester Lucy. Als Duo “The Simon Sisters” veröffentlichten sie mehrere Alben, darunter “Meet the Simon Sisters” im Jahr 1964 und “Cuddlebug” zwei Jahre später. Diese frühe Phase war wichtig für Carlys musikalische Entwicklung, auch wenn der große Durchbruch noch auf sich warten ließ. Die Zusammenarbeit mit ihrer Schwester legte jedoch den Grundstein für ihre spätere Solokarriere und half ihr, Bühnenerfahrung zu sammeln.
1970 begann Carly Simons Solokarriere bei Elektra Records, und bereits ein Jahr später erschien ihr erstes Soloalbum “Carly Simon”. Das Album wurde sofort von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert und brachte ihr den Grammy für “Best New Artist” ein. Dieser frühe Erfolg war bemerkenswert und zeigte, dass sie das Zeug zur Ausnahmekünstlerin hatte. Ihr zweites Album “Anticipation” folgte noch im selben Jahr und festigte ihren Status als aufstrebender Star der Singer-Songwriter-Szene.
Den absoluten Höhepunkt ihrer frühen Karriere erreichte Carly 1972 mit dem Album “No Secrets” und der dazugehörigen Single “You’re So Vain”. Der Song schoss auf Platz eins der US-Charts und wurde auch international ein Riesenerfolg. Was den Song besonders machte, war nicht nur die eingängige Melodie und Carlys ausdrucksstarke Interpretation, sondern auch die mysteriöse Frage nach der Identität der Person, über die sie sang. Diese Spekulationen hielten jahrzehntelang an und trugen zur Legendenbildung bei. Später enthüllte Carly, dass zumindest der zweite Vers von Warren Beatty inspiriert war, betonte aber, dass der Song nicht nur eine einzelne Beziehung thematisierte.
Die 1970er Jahre wurden zu Carly Simons erfolgreichster Dekade. Sie veröffentlichte eine Reihe von Alben, die sowohl kommerziell als auch künstlerisch überzeugen konnten. “Hotcakes” (1974) brachte weitere Hits wie “Mockingbird”, ein Duett mit ihrem damaligen Ehemann James Taylor, das Platz fünf der Charts erreichte. “Haven’t Got Time for the Pain” aus demselben Jahr wurde ebenfalls ein großer Erfolg. Ihre Alben “Playing Possum” (1975) und “Another Passenger” (1976) zeigten ihre künstlerische Vielseitigkeit und Reife.
1972 hatte Carly James Taylor geheiratet, einen der bekanntesten Singer-Songwriter seiner Generation. Das Paar galt als Traumpaar der Musikszene und bekam zwei Kinder: Sally Maria Taylor, geboren 1974, und Benjamin Taylor, geboren 1977. Die Ehe war jedoch nicht von Dauer und wurde 1983 geschieden. Trotz der persönlichen Turbulenzen blieb Carly produktiv und ließ ihre Erfahrungen in ihre Musik einfließen.
Ein weiterer Meilenstein ihrer Karriere war 1977 der James-Bond-Titelsong “Nobody Does It Better” für den Film “Der Spion, der mich liebte”. Der Song erreichte Platz zwei in den USA und wurde zu einem der bekanntesten Bond-Songs überhaupt. Er demonstrierte Carlys Fähigkeit, emotionale Tiefe mit Popappeal zu verbinden, und brachte ihr eine noch breitere Fangemeinde ein.
Die 1980er Jahre begannen für Carly Simon mit gemischten Erfolgen. Alben wie “Come Upstairs” (1980) und “Torch” (1981) konnten nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Die Single “Jesse” aus dem Album “Come Upstairs” erreichte zwar noch Platz elf in den USA, aber insgesamt schien ihre Karriere an Schwung zu verlieren. Auch persönlich durchlebte sie eine schwierige Phase, nicht zuletzt durch die Scheidung von James Taylor.
Doch 1987 gelang ihr mit dem Album “Coming Around Again” ein beeindruckendes Comeback. Der Titelsong, ursprünglich für den Film “Heartburn” geschrieben, wurde zu einem ihrer größten Hits der Dekade und erreichte Platz 18 in den USA sowie Platz zehn in Großbritannien. Das Album zeigte, dass Carly nichts von ihrer künstlerischen Kraft verloren hatte und sich erfolgreich an die veränderte Musiklandschaft anpassen konnte. Wer damals Internetradio oder andere Streaming-Dienste genutzt hätte, hätte den Song sicher in Dauerschleife gehört.
Noch erfolgreicher wurde 1988 ihr Song “Let the River Run” für den Film “Working Girl”. Das Lied brachte ihr eine historische Auszeichnung ein: Sie gewann gleichzeitig einen Oscar, einen Golden Globe und einen Grammy – als erste Künstlerin überhaupt, die alle drei prestigeträchtigen Preise für ein selbst komponiertes, geschriebenes und gesungenes Lied erhielt. Dieser Triumph unterstrich ihre außergewöhnliche Begabung als Songwriterin und Interpretin.
In den 1990er und 2000er Jahren verlagerte Carly Simon ihren Fokus zunehmend auf persönlichere Projekte. Sie veröffentlichte weiterhin Alben, darunter “Letters Never Sent” (1994), “Film Noir” (1997) und “The Bedroom Tapes” (2000), die jedoch nicht mehr die kommerzielle Reichweite ihrer früheren Werke erreichten. Stattdessen konzentrierte sie sich auf künstlerische Experimente und Standards-Alben wie “My Romance” (1990) und “Moonlight Serenade” (2005), die ihre Liebe zur klassischen amerikanischen Songbook-Tradition zeigten.
Parallel zu ihrer Musikkarriere etablierte sich Carly auch als Autorin. Sie schrieb mehrere Kinderbücher und veröffentlichte 2015 ihre Memoiren “Boys in the Trees”, in denen sie offen über ihre Kämpfe mit Stottern, Angststörungen und Bühnenangst sprach. 2019 folgte “Touched by the Sun”, ein weiteres autobiografisches Werk. Diese Bücher gaben ihren Fans tiefe Einblicke in ihr Leben und zeigten eine verletzliche, authentische Seite der Künstlerin.
Carly Simon lebt heute zurückgezogen auf Martha’s Vineyard in Massachusetts, wo sie seit vielen Jahren ihren Lebensmittelpunkt hat. Ihre öffentlichen Auftritte sind selten geworden, aber ihr Einfluss auf die Musikwelt bleibt ungebrochen. 1994 wurde sie in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen, und 2022 folgte die lang überfällige Ehrung mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. Diese Anerkennungen würdigen ihr Lebenswerk und ihren Beitrag zur amerikanischen Popmusik.
Ihre Diskografie umfasst über zwei Dutzend Studioalben, zahlreiche Live-Aufnahmen und Kompilationen. Songs wie “You’re So Vain”, “Anticipation”, “Nobody Does It Better” und “Coming Around Again” gehören zum festen Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses und werden bis heute im Radio gespielt. Ihre Musik zeichnet sich durch ehrliche, oft autobiografische Texte aus, die von persönlichen Erfahrungen, Beziehungen und Lebensumbrüchen erzählen. Ihre warme, leicht rauchige Altstimme verleiht jedem Song eine besondere emotionale Tiefe.
Carly Simons Vermächtnis liegt nicht nur in ihren Hits, sondern auch in ihrer Fähigkeit, persönliche Verletzlichkeit in universelle Kunst zu verwandeln. Sie ebnete den Weg für nachfolgende Generationen von Singer-Songwriterinnen und bewies, dass authentische, gefühlvolle Musik zeitlos ist. Ihre Karriere, die nun über fünf Jahrzehnte umspannt, ist ein Zeugnis künstlerischer Integrität und kreativer Beständigkeit.
Wir konnten leider keine Konzerte von Carly Simon finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
Carly Simon coming around again James Taylor let the river run nobody does it better Rock and Roll Hall of Fame Singer-Songwriter soft rock you're so vain
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