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today28.02.2026
Bobby V., geboren als Bobby Marcel Wilson, ist ein US-amerikanischer R&B-Sänger, der Mitte der 2000er Jahre mit seinem Hit “Slow Down” internationale Bekanntheit erlangte. Der aus Mississippi stammende Künstler begann seine musikalische Laufbahn bereits als Teenager in der Gruppe Mista, bevor er als Solokünstler durchstartete. Mit seiner samtigen Stimme und emotionalen Balladen hat er sich einen festen Platz in der zeitgenössischen R&B-Szene erobert.
| Künstlername | Bobby V. |
| Bürgerlicher Name | Bobby Marcel Wilson |
| Genre | Contemporary R&B |
| Größter Hit | Slow Down |
| Geburtsdatum | 27. Februar 1980 |
| Geburtsort | Jackson, Mississippi, USA |
| Wohnort | Los Angeles, Kalifornien |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Fische |
| Markenzeichen | Samtige Stimme, emotionale Liebesballaden |

Bobby Marcel Wilson erblickte am 27. Februar 1980 in Jackson, Mississippi das Licht der Welt. Seine Kindheit verbrachte er jedoch hauptsächlich in Atlanta, Georgia, einer Stadt, die sich später als eines der wichtigsten Zentren für Hip-Hop und R&B in den USA etablieren sollte. Schon früh kam Bobby mit Musik in Berührung und ließ sich von Legenden wie Michael Jackson, Marvin Gaye, Jodeci, The Isley Brothers und Tony! Toni! Toné! inspirieren. Diese vielfältigen Einflüsse prägten seinen musikalischen Geschmack und legten den Grundstein für seine spätere Karriere.
Im Jahr 1994, gerade einmal 14 Jahre alt, gründete Bobby zusammen mit anderen Jugendlichen die R&B-Gruppe Mista. Die Band schaffte es tatsächlich, einen Plattenvertrag zu ergattern und veröffentlichte 1996 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Der Song “Blackberry Molasses” wurde zu ihrem bekanntesten Track und verschaffte der Gruppe moderate Aufmerksamkeit. Doch trotz des vielversprechenden Starts sollte der Erfolg nicht von Dauer sein. Managementprobleme und kommerzielle Schwierigkeiten führten dazu, dass sich Mista bereits 1997 oder 1998 wieder auflöste. Ein geplantes zweites Album wurde nie veröffentlicht.
Nach dem Ende von Mista entschied sich Bobby Wilson, zunächst einen anderen Weg einzuschlagen. Er schrieb sich an der renommierten Clark Atlanta University ein und studierte Kommunikationswissenschaften. Mit einem Bachelor-Abschluss in der Tasche hatte er zwar eine solide Ausbildung, doch die Musik ließ ihn nicht los. Die Jahre an der Universität waren jedoch keineswegs verschwendet – sie gaben ihm die nötige Reife und Perspektive für seine spätere Karriere.
Der entscheidende Durchbruch kam 2005, als Bobby Wilson einen Vertrag bei Ludacris’ Label Disturbing tha Peace unterschrieb, das mit Def Jam zusammenarbeitete. Unter dem Künstlernamen Bobby Valentino veröffentlichte er sein Debütalbum “Disturbing tha Peace Presents Bobby Valentino”. Die erste Single “Slow Down” wurde zu einem phänomenalen Erfolg und katapultierte den jungen Sänger in die Top Ten der Billboard Hot 100, wo der Song Platz 8 erreichte. Noch beeindruckender war die Performance in den R&B-Charts, wo “Slow Down” die Spitzenposition eroberte und mit Gold ausgezeichnet wurde.
Der Erfolg von “Slow Down” machte Bobby Valentino praktisch über Nacht zum Star. Doch mit dem Ruhm kamen auch rechtliche Komplikationen. Ein britischer Violinist, der ebenfalls unter dem Namen Bobby Valentino auftrat, wehrte sich gegen die Markenverwirrung. Um langwierige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, entschied sich Wilson für eine pragmatische Lösung und kürzte seinen Künstlernamen auf Bobby V. ab – ein Name, unter dem er bis heute bekannt ist.
Die zweite Single “Tell Me” mit Lil Wayne als Gaststar festigte Bobby V.s Position in der R&B-Szene. Der Song erreichte Platz 51 in den Billboard Hot 100 und Platz 13 in den R&B-Charts. Auch international machte sich Bobby V. einen Namen, besonders in Großbritannien, wo “Tell Me” Platz 38 erreichte. Seine Musik fand zunehmend auch bei Fans von Internetradio und Streaming-Plattformen Anklang, was seine Reichweite erheblich vergrößerte.
2007 folgte das zweite Album “Special Occasion”, das die Single “Anonymous” mit Timbaland enthielt. Auch dieser Song schaffte es in die Charts und bewies, dass Bobby V. kein One-Hit-Wonder war. Die Zusammenarbeit mit hochkarätigen Produzenten wie Tim & Bob und Timbaland wurde zu einem seiner Markenzeichen und half ihm, seinen charakteristischen Sound zu entwickeln – eine Mischung aus romantischen Balladen, eingängigen Mid-Tempo-Jams und melodiösem Pop-R&B.
Mit “The Rebirth” (2009) und “Fly on the Wall” (2011) bewies Bobby V., dass er mehr als nur ein Hitproduzent war. Die Single “Beep” mit Yung Joc aus dem Album “The Rebirth” erreichte Platz 55 in den Hot 100 und festigte seine Position als beständiger Chartserfolg. Im Jahr 2009 wurde sein künstlerisches Schaffen mit zwei Urban Music Awards gewürdigt – er gewann sowohl als Best Male Artist als auch als Best R&B Act.
Bobby V. entschied sich, mehr kreative Kontrolle über seine Musik zu übernehmen und gründete sein eigenes Label Blu Kolla Dreams. Unter diesem Dach veröffentlichte er 2012 das Album “Dusk Till Dawn” und experimentierte zunehmend mit verschiedenen Sounds und Stilen. Neben Studioalben brachte er auch EPs heraus, darunter “Come with Me” (2008) und “Peach Moon” (2013), die seine künstlerische Vielseitigkeit unter Beweis stellten.
Das Jahr 2018 markierte einen weiteren Meilenstein mit dem Album “Electrik”, das zeigte, dass Bobby V. auch nach über einem Jahrzehnt im Geschäft noch relevant und kreativ war. Seine Musik wurde regelmäßig auf Online Radio Stationen gespielt und fand besonders bei Fans von zeitgenössischem R&B großen Anklang. Die “Slow Down (12″ Version)” entwickelte sich zu einem besonders beliebten Track auf Streaming-Plattformen und wird bis heute häufig in Playlists aufgenommen.
Bobby V.s Karriere wurde mit zahlreichen Nominierungen und Auszeichnungen gewürdigt. 2006 erhielt er eine Nominierung bei den NAACP Image Awards als Outstanding New Artist. Bei den Soul Train Music Awards im selben Jahr wurde er mehrfach nominiert, unter anderem für Best R&B/Soul Single Male für “Slow Down”. Der Song wurde außerdem bei den BMI Awards als Song of the Year ausgezeichnet – eine Anerkennung seiner Songwriter-Qualitäten.
Auch als Gastkünstler war Bobby V. erfolgreich. Seine Zusammenarbeit mit Lil Wayne bei “Mrs. Officer” (zusammen mit Kidd Kidd) wurde zu einem weiteren Charterfolg und bewies seine Vielseitigkeit. Er beteiligte sich an verschiedenen Projekten, darunter der Soundtrack zum Film “Hollywood Hearts” (2016), und zeigte damit, dass seine musikalischen Talente über reine R&B-Singles hinausgingen.
Im Jahr 2022 nahm Bobby V. an der beliebten Verzuz-Reihe teil, wo er zusammen mit Ray J performte. Die beiden Künstler wurden außerdem Teil einer geplanten R&B-Supergruppe namens R.S.V.P., was das anhaltende Interesse an seiner Musik und Person unterstreicht. Privat ist Bobby V. Vater einer Tochter, die 2017 geboren wurde. Er lebt derzeit in Los Angeles, Kalifornien, wo er weiterhin an neuer Musik arbeitet.
Bobby V.s Vermächtnis in der R&B-Welt ist unbestritten. Mit seiner warmen, samtigen Stimme und seinem Gespür für emotionale Liebeslieder hat er eine treue Fanbasis aufgebaut. Seine Musik behandelt zeitlose Themen wie Liebe, Romantik, Beziehungen und Sehnsucht – Themen, die bei seinem Publikum immer wieder Anklang finden. Während er vielleicht nicht die kommerzielle Dominanz eines Usher oder Chris Brown erreicht hat, hat Bobby V. sich als beständiger und respektierter Künstler in der R&B-Szene etabliert, dessen Einfluss noch lange spürbar sein wird.
Wir konnten leider keine Konzerte von Bobby V. finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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