Pascal Finkenauer – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Pascal Finkenauer ist ein deutscher Musiker, Liedermacher und Poet, der vor allem durch seine markante Stimme im Refrain von “An Tagen wie diesen” mit Fettes Brot bekannt wurde. Seit Mitte der 2000er Jahre veröffentlicht er deutschsprachige Soloalben, die Punk, Chanson und elektronische Elemente verbinden. Seine poetischen Texte und sein eigenes Label machen ihn zu einem unabhängigen Künstler der deutschen Musikszene.

Künstlername Pascal Finkenauer
Bürgerlicher Name Pascal Finkenauer
Genre Pop, Punk-Chanson, Elektronik
Größter Hit An Tagen wie diesen (mit Fettes Brot)
Geburtsdatum 1977
Geburtsort Mainz (Umgebung)
Staatsangehörigkeit Deutsch

Frühe Jahre und musikalische Anfänge

Webradio Steckbrief - Pascal Finkenauer

Pascal Finkenauer wurde 1977 in der Nähe von Mainz geboren und wuchs zunächst in Roxheim bei Bad Kreuznach auf. Als Jugendlicher zog er mit seiner Familie ins Lüneburger Umland, wo er seine ersten intensiven Erfahrungen mit Musik machte. Bereits mit etwa 16 Jahren stieg er als Sänger bei der Post-Hardcore-Band Exhaust ein und sammelte gleichzeitig praktische Erfahrungen in einem Musikstudio. Diese frühe Doppelrolle als Live-Performer und Studio-Techniker prägte seinen späteren künstlerischen Werdegang nachhaltig.

Die Kombination aus roher Punk-Energie und technischem Know-how führte 1997 zur Gründung seiner ersten eigenen Band JAW, zusammen mit dem Synthesizer-Programmierer JF Sebastian. Das Projekt bewegte sich stilistisch zwischen Electropop, Drum’n’Bass und Rock, wobei die Texte auf Englisch verfasst waren. Mit dem Album “No Blue Peril” im Jahr 2000 etablierte sich JAW als experimentelles Projekt, das Musik mit Theater und Gedichtlesungen verband. Diese theatralische Komponente sollte ein wiederkehrendes Element in Finkenauers künstlerischem Schaffen bleiben.

Der Durchbruch mit Fettes Brot

Den entscheidenden Karriereschritt machte Pascal Finkenauer Mitte der 2000er Jahre durch die Zusammenarbeit mit der Hamburger Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot. Seine markante, dunkle Stimme im Refrain von “An Tagen wie diesen” wurde zum Markenzeichen des Songs, der im August 2005 veröffentlicht wurde und Platz 9 der deutschen Singlecharts erreichte. Der Track hielt sich insgesamt 26 Wochen in den Charts und wurde zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Hip-Hop-Songs der 2000er Jahre.

Die Verbindung zu Fettes Brot ging weit über diesen einen Hit hinaus. Finkenauer wurde festes Mitglied ihrer Liveband und tourte bis etwa 2010 als Gitarrist und Sänger mit der Gruppe. Diese Jahre prägten nicht nur seine Bühnenpräsenz, sondern verschafften ihm auch eine breite Bekanntheit beim Publikum. Parallel dazu startete er 2004 seine Solokarriere mit dem deutschsprachigen Debütalbum “Finkenauer” und der Single “Völlig Egal”, die seinen eigenen künstlerischen Weg markierte.

Solokarriere und eigenes Label

Nach dem erfolgreichen Start als Solokünstler veröffentlichte Pascal Finkenauer 2007 sein zweites Album “Beste Welt”, das seine Entwicklung als deutschsprachiger Liedermacher dokumentierte. Die Single “Manchmal zwischen den Gebäuden” stieg auf Platz 69 der Charts ein und zeigte, dass er auch ohne die Unterstützung von Fettes Brot ein eigenes Publikum erreichen konnte. Sein Stil, der Punk-Attitüde mit chansonhaften Elementen und poetischen Texten verband, fand vor allem in der Independent-Szene Anklang.

2009 gründete Finkenauer sein eigenes Label “PascalFinkenauerTonträger/AnotherPlace” und veröffentlichte das Album “Unter Grund”. Mit dem gleichnamigen Titelsong vertrat er Rheinland-Pfalz beim Bundesvision Song Contest 2009 und erreichte Platz 12. Diese Teilnahme verschaffte ihm zusätzliche mediale Aufmerksamkeit und unterstrich seinen Status als eigenständiger Künstler. Die Unabhängigkeit durch das eigene Label ermöglichte es ihm, seine künstlerische Vision ohne kommerzielle Kompromisse zu verfolgen.

In den folgenden Jahren erweiterte Finkenauer sein Repertoire kontinuierlich. 2011 erschien die englischsprachige EP “Diamond”, 2013 ein selbstbetiteltes Album und 2014 die EP “Tourist”. Wer seine Musik über Internetradio oder Streaming-Dienste entdeckte, lernte einen Künstler kennen, der sich stilistisch nicht festlegen ließ und zwischen elektronischen Experimenten, akustischen Balladen und punkigen Nummern wechselte.

Poetische Dimension und künstlerisches Selbstverständnis

Was Pascal Finkenauer von vielen anderen Musikern unterscheidet, ist seine tiefe Verbindung zur Lyrik und Poesie. 2009 veröffentlichte er den Gedichtband “Techno” im Eigenverlag, der seine literarischen Ambitionen dokumentierte. Seine Songtexte zeichnen sich durch surreale Bilder, gesellschaftskritische Beobachtungen und eine poetische Sprache aus, die oft an Liedermacher der deutschen Tradition erinnert, dabei aber eine moderne Hip-Hop-Attitüde bewahrt.

Diese Verbindung von Musik und Literatur zeigte sich auch in seinen Live-Auftritten, die häufig performative Elemente einschlossen. Bereits bei JAW hatte er Gedichtlesungen in die Konzerte integriert, und diese theatralische Komponente blieb ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Identität. 2008 wurde er vom Goethe-Institut zu Konzerten nach Israel eingeladen, wo er in Tel Aviv und Haifa auftrat – ein Zeichen für die internationale Wahrnehmung seiner Arbeit.

Neuere Veröffentlichungen und musikalische Vielfalt

Nach einer Phase intensiver Tourneearbeit und verschiedener Projekte veröffentlichte Pascal Finkenauer 2019 das Album “Lichter sehen” sowie die EP “Pink/Swimmingpool”. Diese Werke zeigten eine reifere, reflektiertere Seite des Künstlers, der sich zunehmend mit existenziellen Themen und persönlichen Erfahrungen auseinandersetzte. Die Produktion wurde feiner, die Arrangements vielschichtiger, ohne dabei die rohe Energie seiner früheren Arbeiten zu verlieren.

2021 folgte das Album “OK Tropfen” und 2022 “Wow”, die beide seine stilistische Bandbreite unter Beweis stellten. Von elektronisch geprägten Tracks bis zu minimalistischen Akustik-Nummern spannte sich der Bogen seiner musikalischen Ausdrucksformen. Wer seine Musik im Radio oder über Online-Plattformen hört, begegnet einem Künstler, der sich nicht scheut, verschiedene Genres zu mischen und dabei stets seine unverwechselbare Handschrift zu bewahren.

Neben seiner Solokarriere hatte Finkenauer auch das Trash-Punk-Projekt The Black Cherries mit JF Sebastian ins Leben gerufen, das 2004 ein gleichnamiges Album veröffentlichte. Diese verschiedenen Projekte zeigen einen Musiker, der sich nicht auf eine Rolle festlegen lässt und immer wieder neue künstlerische Herausforderungen sucht. Seine Diskografie umfasst mittlerweile acht Studioalben und mehrere EPs, die alle auf seinem eigenen Label erschienen sind.

Pascal Finkenauer bleibt eine faszinierende Figur der deutschen Musiklandschaft – ein Künstler, der kommerzielle Erfolge wie “An Tagen wie diesen” vorweisen kann, sich aber nie dem Mainstream-Pop verschrieben hat. Seine Mischung aus Punk, Chanson, Elektronik und poetischer Lyrik macht ihn zu einem Unikat, dessen Werk sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. Für Hörer, die mehr als nur eingängige Melodien suchen, bietet seine Musik eine vielschichtige künstlerische Erfahrung, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig emotional berührt.

Songs von Pascal Finkenauer im Radio

Konzerte von Pascal Finkenauer

Wir konnten leider keine Konzerte von Pascal Finkenauer finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM