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today28.02.2026
Red 5 ist ein deutsches Dance-Projekt, das 1995 vom Produzenten Thomas Kukula ins Leben gerufen wurde und vor allem durch energiegeladene Eurodance- und Trance-Hits die Clubs der 90er Jahre eroberte. Mit Tracks wie “Da Beat Goes…” und “I Love You… Stop!” schaffte das Projekt internationale Chartplatzierungen und wurde zu einem festen Bestandteil der elektronischen Tanzmusik-Szene. Was als Live-Performance-Projekt mit Tänzern und Rappern begann, entwickelte sich später zu einem Solo-Produzentenprojekt unter dem Namen DJ Red 5.
| Künstlername | Red 5 |
| Mitglieder | Thomas Kukula (Produzent), Nadja Ayari (Gesang, Tanz), Anthony “Lemar” Woods (Gesang, Rap), Vanessa Garcia Sempere (Tanz) |
| Genre | Dance, Trance, Euro House, Progressive House |
| Größter Hit | Da Beat Goes… |
| Gründungsjahr | 1995 |
| Land | Deutschland |
| Markenzeichen | Rote Latexkleidung, Football-Outfit mit Nummer 5, energiegeladene Tanzperformances |
Thomas Kukula, geboren am 6. Oktober 1965 in Düsseldorf, war bereits vor der Gründung von Red 5 kein Unbekannter in der deutschen Dance-Szene. Mit Projekten wie General Base, Candy Beat und T.H.K. hatte er sich bereits einen Namen als versierter Produzent gemacht. 1995 entschied er sich jedoch, ein völlig neues Konzept zu entwickeln, das nicht nur musikalisch, sondern auch visuell überzeugen sollte. Der Name Red 5 war dabei eine bewusste Anspielung auf Luke Skywalkers Rufzeichen aus Star Wars, was sich auch im Cover des späteren Albums “Forces” widerspiegelte.
Anders als viele seiner Zeitgenossen wollte Kukula Red 5 nicht nur als Studioprojekt etablieren, sondern als vollwertige Live-Performance-Show. Dafür holte er sich Unterstützung von Sängerin und Tänzerin Nadja Ayari, Rapper und Sänger Anthony “Lemar” Woods sowie die spanische Tänzerin Vanessa Garcia Sempere. Diese Kombination aus elektronischer Musik und energiegeladenen Bühnenshows machte Red 5 zu einem besonderen Erlebnis in der damaligen Club-Landschaft.
Der kommerzielle Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten. 1996 veröffentlichte Red 5 die Single “Da Beat Goes…”, die ein Sample des Songs “Show ‘m The Bass” aus dem Jahr 1989 verwendete. Der Track entwickelte sich schnell zum Clubhit und erreichte Platz 19 in den deutschen Charts sowie Top-20-Platzierungen in mehreren anderen europäischen Ländern. Die Schweizer Charts sahen den Song auf Platz 48, doch vor allem in den Clubs wurde der Track zu einem absoluten Dauerbrenner, der auf vielen Internetradio-Sendern und in DJ-Sets rauf und runter lief.
Der Erfolg setzte sich 1997 fort mit “I Love You… Stop!”, das sich als noch größerer internationaler Hit erwies. In Deutschland erreichte der Song Platz 13, in Großbritannien sogar Platz 11 und in Österreich Platz 19. Die Schweizer Charts führten den Track auf Platz 34. Dieser Song zeigte die Vielseitigkeit des Projekts und bewies, dass Red 5 nicht nur auf einen bestimmten Sound festgelegt war. Im selben Jahr folgte “Lift Me Up”, das in Deutschland Platz 28 und in Großbritannien Platz 26 erreichte. Weitere Singles wie “For This World / Red 5 Jumps” und “Da Bass” folgten, konnten aber nicht mehr ganz an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen.
Was Red 5 von vielen anderen Dance-Projekten der 90er Jahre unterschied, war die ausgeprägte visuelle Identität. Die Performances waren geprägt von auffälliger roter Latexkleidung und einem Football-Outfit mit der Nummer 5 auf dem Trikot. Thomas Kukula selbst blieb dabei meist im Hintergrund und überließ die Bühne seinen Frontleuten. Nadja Ayari und Vanessa Garcia Sempere sorgten mit ihren choreografierten Tanzeinlagen für spektakuläre Auftritte, während Anthony “Lemar” Woods mit seinen Rap-Parts und seinem Gesang für zusätzliche Energie sorgte.
Diese Inszenierung machte Red 5 zu einem multimedialen Erlebnis, das perfekt in die Zeit passte, als Musikvideos und TV-Auftritte noch eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Acts spielten. Die visuellen Elemente wurden konsequent in allen Auftritten und Videoclips durchgezogen und sorgten für einen hohen Wiedererkennungswert.
Ende der 1990er Jahre veränderte sich die Besetzung von Red 5 grundlegend. Thomas Kukula entschied sich, das Projekt alleine unter dem Namen DJ Red 5 weiterzuführen. Die ursprünglichen Mitglieder verließen das Projekt, und Kukula konzentrierte sich fortan stärker auf die Produzentenrolle. 2001 erschien mit “Rhythm & Drums”, einer Kollaboration mit DJs@Work, noch einmal ein Chart-Eintritt auf Platz 55 in Deutschland.
Das Projekt blieb jedoch auch in den folgenden Jahren aktiv, wenn auch mit deutlich geringerer medialer Präsenz. Kukula veröffentlichte zahlreiche Remixversionen seiner größten Hits, darunter “Da Beat Goes – Reanimated” mit MC Miker G und “I Love You Stop – Restarted”. Diese Neuauflagen zeigten, dass die ursprünglichen Tracks auch Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch immer eine treue Fangemeinde hatten und in Clubs sowie auf Streaming-Plattformen gespielt wurden.
2010 erschien mit “The Single Hits 1995-2010” eine umfassende Best-of-Kompilation, die alle wichtigen Singles von Red 5 und DJ Red 5 zusammenfasste. Diese Veröffentlichung war nicht nur eine Hommage an die erfolgreichen Jahre, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Musik von Red 5 auch im neuen Jahrtausend noch relevant war. Weitere Wiederveröffentlichungen folgten 2016 und 2021, was die anhaltende Beliebtheit der Tracks unterstreicht.
Thomas Kukula, der heute in Oberhausen lebt, hat mit Red 5 einen bleibenden Eindruck in der deutschen und internationalen Dance-Szene hinterlassen. Die Tracks des Projekts werden bis heute in Clubs gespielt, tauchen in 90er-Jahre-Compilations auf und sind fester Bestandteil vieler Webradio-Playlists, die sich der elektronischen Tanzmusik dieser Ära widmen. Das Projekt steht exemplarisch für eine Zeit, in der Eurodance und Trance die Charts dominierten und in der visuelle Inszenierung und musikalische Innovation Hand in Hand gingen. Red 5 mag heute nicht mehr so aktiv sein wie in den Hochzeiten der 90er Jahre, doch die Energie und der unverwechselbare Sound leben in den Tracks weiter und erinnern an eine Ära, in der elektronische Musik die Tanzflächen dieser Welt eroberte.
Wir konnten leider keine Konzerte von Red 5 finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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