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today28.02.2026
Monty Python ist eine legendäre britische Comedy-Truppe, die seit 1969 mit ihrem absurden Humor und surrealistischen Sketchen die Unterhaltungswelt revolutionierte. Die sechs Mitglieder schufen mit ihrer TV-Serie, Filmen und Alben ein völlig neues Genre der Comedy, das bis heute nachwirkt. Ihre Mischung aus intellektuellem Witz, Nonsens und musikalischen Einlagen machte sie zu Kultfiguren.
| Künstlername | Monty Python |
| Mitglieder | Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin |
| Genre | Comedy, Satire, Parodie |
| Größter Hit | Always Look on the Bright Side of Life |
| Gründungsjahr | 1969 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Surrealer Humor, Terry Gilliams Animationen, absurde Sketche ohne klassische Pointen |

Als sich 1969 sechs junge Comedians zusammenfanden, ahnte niemand, dass sie die Comedywelt für immer verändern würden. Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin hatten bereits Erfahrungen in verschiedenen Comedy-Produktionen gesammelt. Die meisten kamen von den renommierten Universitäten Cambridge und Oxford, wo sie in studentischen Revuen ihre ersten Schritte gemacht hatten. Terry Gilliam, der einzige Amerikaner in der Gruppe, brachte seine Fähigkeiten als Animator mit ein.
Die BBC gab ihnen die Chance, eine eigene Show zu entwickeln, und so entstand Monty Python’s Flying Circus. Der Name selbst war typisch für ihren Stil: völlig absurd und ohne tiefere Bedeutung gewählt. Die erste Folge wurde im Oktober 1969 ausgestrahlt und verwirrte zunächst viele Zuschauer. Statt klassischer Sketche mit Aufbau und Pointe präsentierten die Pythons einen wilden Mix aus surrealen Szenen, die oft abrupt endeten oder nahtlos ineinander übergingen. Terry Gilliams bizarre Animationen verbanden die einzelnen Segmente auf völlig unkonventionelle Weise.
Parallel zu ihrer TV-Serie begannen die Pythons, ihre Sketche auch auf Schallplatten zu veröffentlichen. Bereits 1970 erschien ihr erstes Album, das Material aus der Fernsehserie enthielt. Es folgten weitere Alben wie “Another Monty Python Record” und “The Monty Python Matching Tie and Handkerchief”, die ihre absurden Dialoge und musikalischen Nummern einem breiteren Publikum zugänglich machten. Wer heute Internetradio hört, kann dort gelegentlich auf ihre musikalischen Perlen stoßen, die zwischen Comedy und echten Songs changieren.
1974 nahmen sie ihr Live-Album “Live at Drury Lane” auf, das die Energie ihrer Bühnenshows einfing. Die Pythons waren nicht nur Fernseh-Comedians, sondern auch begnadete Live-Performer, die ihr Publikum mit einer Mischung aus bekannten Sketchen und neuen Nummern begeisterten. Songs wie “The Lumberjack Song” wurden zu Publikumslieblingen, bei denen das Publikum begeistert mitsang. Diese Verbindung von Comedy und Musik war damals revolutionär und inspirierte spätere Generationen von Entertainern.
Der Sprung auf die große Leinwand gelang den Pythons mit “Monty Python and the Holy Grail” im Jahr 1975. Diese absurde Neuinterpretation der Artussage wurde zum Kultfilm und zeigte, dass ihr Humor auch im Kinoformat funktionierte. Noch erfolgreicher wurde “Life of Brian” von 1979, eine satirische Auseinandersetzung mit Religion und Fanatismus, die für erhebliche Kontroversen sorgte. Aus diesem Film stammt auch ihr größter musikalischer Hit: “Always Look on the Bright Side of Life”. Der Song, gesungen von Eric Idle, entwickelte sich zu einer Hymne des britischen Humors und erreichte 1991 bei einer Neuveröffentlichung Platz drei der britischen Charts.
Das Album “Monty Python’s Contractual Obligation Album” von 1980 war ihr letztes gemeinsames Studioalbum mit neuem Material. Es enthielt eine wilde Mischung aus Sketchen, absurden Songs und satirischen Nummern, die teilweise bewusst provokant waren. Der Titel selbst war ein Witz über vertragliche Verpflichtungen gegenüber ihrer Plattenfirma. 1983 folgte noch “The Meaning of Life”, ihr letzter gemeinsamer Kinofilm, der mit dem Hauptpreis beim Filmfestival in Cannes ausgezeichnet wurde. Der dazugehörige Song “Galaxy Song” wurde als Single veröffentlicht und schaffte es auf Platz 77 der britischen Charts.
Nach Mitte der 1980er Jahre gingen die Pythons zunehmend getrennte Wege. John Cleese konzentrierte sich auf seine Serie “Fawlty Towers” und Filmrollen, Michael Palin wurde zum erfolgreichen Reisedokumentarfilmer, Terry Gilliam etablierte sich als Filmregisseur mit Werken wie “Brazil” und “12 Monkeys”. Eric Idle schuf das Musical “Spamalot”, eine Broadway-Adaption von “Holy Grail”, das mehrere Tony Awards gewann. Terry Jones arbeitete als Autor und Regisseur, während Graham Chapman bis zu seinem frühen Tod 1989 an verschiedenen Projekten arbeitete.
Trotz ihrer individuellen Karrieren fanden die verbliebenen Pythons immer wieder zusammen. 1989 erschien die Kompilation “Monty Python Sings”, die ihre musikalischen Highlights versammelte. Bei Online Radio Sendern und im Streaming-Bereich erfreuen sich diese Songs bis heute großer Beliebtheit. 2014 kam es zur großen Reunion-Show “Monty Python Live (Mostly)” in London, bei der die fünf verbliebenen Mitglieder zehn ausverkaufte Vorstellungen in der O2 Arena gaben. Es war eine emotionale Hommage an ihre gemeinsame Geschichte und an Graham Chapman, dem sie mit einem leeren Mikrofon auf der Bühne gedachten.
Der Einfluss von Monty Python auf die moderne Comedy kann kaum überschätzt werden. Ihr surrealer, oft anarchischer Humor brach mit allen Konventionen und ebnete den Weg für Generationen nachfolgender Comedians. Der Begriff “pythonesque” wurde zum Synonym für absurden, intelligenten Humor, der gesellschaftliche Normen hinterfragt. Ihre Sketche wie “Dead Parrot”, “The Ministry of Silly Walks” oder “The Spanish Inquisition” gehören zum kulturellen Gedächtnis und werden bis heute zitiert.
Besonders bemerkenswert ist, wie zeitlos ihr Material geblieben ist. Neue Generationen entdecken die Pythons über Streaming-Dienste und digitale Plattformen. “Always Look on the Bright Side of Life” wird bei Sportveranstaltungen gesungen, bei Trauerfeiern gespielt und als Trostlied in schwierigen Zeiten verwendet – eine Ironie, die den Pythons sicher gefallen hätte. Mit dem Tod von Terry Jones im Januar 2020 verlor die Gruppe ein weiteres Mitglied, doch ihr Werk lebt weiter.
Die vier verbliebenen Pythons – John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle und Michael Palin – bleiben aktiv in ihren jeweiligen Bereichen. Ihre gemeinsame Zeit als Monty Python mag begrenzt gewesen sein, aber das Vermächtnis dieser sechs Männer, die Comedy neu definierten, wird noch viele Generationen inspirieren und zum Lachen bringen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Monty Python finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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