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today28.02.2026
Kula Shaker zählen zu den schillerndsten Bands der britischen Rockszene der 90er Jahre. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Psychedelic Rock und indischer Mystik eroberten sie die Charts im Sturm. Ihre spirituell aufgeladene Musik und das charismatische Auftreten von Frontmann Crispian Mills machten sie zu einer der prägendsten Britpop-Bands ihrer Ära.
| Künstlername | Kula Shaker |
| Mitglieder | Crispian Mills, Alonza Bevan, Paul Winterhart, Jay Peter Darlington |
| Genre | Psychedelic Rock, Britpop, Neo-Psychedelia, Raga Rock |
| Größter Hit | Hush |
| Gründungsjahr | 1993 |
| Land | England |
| Markenzeichen | Indische Instrumente, Sanskrittexte, spirituelle Themen |

Die Geschichte von Kula Shaker beginnt bereits 1988, als sich Crispian Mills und Alonza Bevan am Richmond upon Thames College in London kennenlernten. Die beiden jungen Musiker gründeten zunächst die Gruppe Objects of Desire und experimentierten in einem psychedelischen Nachtclub namens Mantra Shack mit verschiedenen Sounds. Diese frühen Erfahrungen sollten den musikalischen Weg der späteren Band maßgeblich prägen. 1991 komplettierte Paul Winterhart als Schlagzeuger die Formation, doch 1993 löste sich Objects of Desire auf.
Was folgte, war eine entscheidende Phase für die Entwicklung der Band. Crispian Mills begab sich auf eine spirituelle Reise nach Indien, die sein Leben und seine musikalische Vision grundlegend verändern sollte. Nach seiner Rückkehr formierte sich die Band unter dem neuen Namen The Kays, der schließlich in Kula Shaker umbenannt wurde. Der Name bezieht sich auf König Kulashekhara, einen mystischen indischen Herrscher aus dem 9. Jahrhundert, und verdeutlicht bereits die tiefe Verbindung der Band zur indischen Kultur und Spiritualität.
1995 markierte den Durchbruch für Kula Shaker. Die Band gewann gemeinsam mit Placebo den prestigeträchtigen Wettbewerb In the City und erhielt prompt einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Was dann folgte, war beispiellos in der britischen Musikgeschichte. 1996 erschien zunächst die Debüt-Single “Tattva (Lucky 13 Mix)”, die bereits Aufmerksamkeit erregte, doch der wahre Triumph ließ nicht lange auf sich warten.
Das Debütalbum K katapultierte sich sofort auf Platz 1 der britischen Albumcharts und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Es gilt bis heute als eines der meistverkauften Debütalben im Vereinigten Königreich während der 1990er Jahre, nur knapp hinter Oasis‘ legendärem “Definitely Maybe”. Die Singles “Hey Dude”, “Tattva” und “Govinda” wurden zu massiven Hits und liefen in Rotation auf zahlreichen Radiostationen. Besonders bemerkenswert war die Neuaufnahme von “Tattva”, die Platz 4 der UK-Charts erreichte, nachdem die ursprüngliche Version 1995 nur Platz 86 erreicht hatte.
Der Erfolg setzte sich 1997 fort mit der Veröffentlichung von “Hush”, einer Cover-Version des Deep-Purple-Klassikers, die Platz 2 der britischen Charts erreichte und auch international in Australien und den USA erfolgreich war. Bei den BRIT Awards 1997 wurde die Band als British Breakthrough Act ausgezeichnet, was ihren Status als eine der wichtigsten neuen Bands der Britpop-Ära zementierte. “Sound of Drums” erreichte 1998 ebenfalls Platz 3 der Charts und bewies, dass Kula Shaker mehr als nur ein kurzlebiges Phänomen waren.
Trotz des kommerziellen Erfolgs blieb die Band nicht von Kontroversen verschont. 1997 geriet Crispian Mills in die Kritik wegen Äußerungen zur Swastika, wobei er sich auf deren traditionelle indische Bedeutung als spirituelles Symbol bezog. Die Vorwürfe führten zu heftigen Diskussionen und belasteten das Image der Band erheblich. Diese Episode zeigt die Herausforderungen, die entstehen können, wenn östliche Symbolik in westlichen Kontexten verwendet wird.
Musikalisch entwickelte sich die Band weiter und veröffentlichte 1999 ihr zweites Studioalbum “Peasants, Pigs & Astronauts”. Doch der Druck der Öffentlichkeit, interne Spannungen und die Erschöpfung nach Jahren intensiver Arbeit führten noch im selben Jahr zur Auflösung der Band. Crispian Mills widmete sich anderen Projekten, insbesondere seiner neuen Band The Jeevas, während die anderen Mitglieder eigene Wege gingen.
Die Geschichte von Kula Shaker war jedoch noch nicht zu Ende geschrieben. 2004 begannen die Vorbereitungen für ein Comeback, das 2006 offiziell angekündigt wurde. Fans, die ihre Musik über Internetradio und Online-Streaming-Dienste weiterhin gehört hatten, waren begeistert. 2007 erschien mit “Strangefolk” das Comeback-Album, das bewies, dass die Band nichts von ihrer kreativen Kraft verloren hatte. Die Mischung aus psychedelischen Klängen, indischen Einflüssen und rockigen Gitarren war nach wie vor einzigartig.
Es folgte 2010 “Pilgrims Progress”, ein Album, das die spirituelle Reise der Band weiter vertiefte. Die Verwendung von Sitarren, Tabla und Sanskrittexten blieb ein zentrales Element ihrer Musik. 2016 veröffentlichten sie “K 2.0”, eine Art Hommage an ihr legendäres Debütalbum, das den Kreis zu ihren Anfängen schloss. Die Band tourte weiterhin international und bewies, dass sie auch nach zwei Jahrzehnten noch eine treue Fangemeinde besaß.
In den 2020er Jahren erlebte Kula Shaker eine weitere Renaissance. 2022 erschien das Album “1st Congregational Church of Eternal Love (and Free Hugs)”, das mit seinem langen, ironischen Titel bereits die selbstbewusste Haltung der Band zeigte. Besonders bedeutsam war die Rückkehr von Keyboarder Jay Peter Darlington, der das ursprüngliche Line-up nach langer Abwesenheit wieder komplettierte. Diese Reunion des klassischen Quartetts aus Crispian Mills, Alonza Bevan, Paul Winterhart und Jay Darlington wurde von Fans enthusiastisch gefeiert.
2024 folgte “Natural Magick”, ein Album, das die mystischen und esoterischen Themen der Band weiter erforschte. Die Produktion zeigte eine gereifte Band, die ihre Wurzeln ehrt, aber gleichzeitig neue klangliche Territorien erkundet. Für Anfang 2026 ist bereits das nächste Album “Wormslayer” angekündigt, was beweist, dass Kula Shaker auch nach über drei Jahrzehnten musikalischer Aktivität noch lange nicht am Ende ihrer kreativen Reise angelangt sind.
Die Band bleibt ihrem Markenzeichen treu: der Verschmelzung westlicher Rockmusik mit indischer Mystik und Spiritualität. Ihre Musik ist geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit östlicher Philosophie, was sie von vielen ihrer Zeitgenossen unterscheidet. Crispian Mills, der auch unter seinem spirituellen Namen Krishna Kantha Das bekannt ist, verkörpert diese Verbindung zwischen Ost und West wie kein anderer britischer Rockmusiker seiner Generation. Geboren am 18. Januar 1973 in Hammersmith, London, lebt er heute in verschiedenen Orten Englands, darunter Bath und Cornwall, und bleibt die treibende kreative Kraft hinter Kula Shaker.
Wir konnten leider keine Konzerte von Kula Shaker finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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