Jive Bunny And The Mastermixers – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Jive Bunny And The Mastermixers waren Ende der 1980er Jahre ein britisches Musikprojekt, das mit innovativen Megamixes aus Rock’n’Roll-Oldies weltweite Erfolge feierte. Die Formation aus Rotherham schaffte das Kunststück, mit ihren ersten drei Singles jeweils die Nummer 1 der britischen Charts zu erobern. Ihr ikonisches Maskottchen, ein weißer Cartoon-Hase, wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte.

Künstlername Jive Bunny And The Mastermixers
Mitglieder John Pickles, Andrew Pickles, Les Hemstock, Ian Morgan
Genre Novelty Pop, Megamix, Party
Größter Hit Swing the Mood
Gründungsjahr 1989
Land Vereinigtes Königreich
Markenzeichen Weißer Cartoon-Hase, Medleys aus Rock’n’Roll-Oldies

Die Entstehung eines außergewöhnlichen Projekts

Webradio Steckbrief - Jive Bunny And The Mastermixers

Die Geschichte von Jive Bunny And The Mastermixers begann in der nordenglischen Stadt Rotherham in South Yorkshire. Das Vater-Sohn-Gespann John und Andrew Pickles betrieb dort das Tonstudiounternehmen Music Factory sowie einen DJ-Mix-Dienst namens Mastermix, der bereits seit Jahren Mixes für professionelle DJs produzierte. Diese Erfahrung sollte sich als goldrichtig erweisen, als 1988 der DJ Les Hemstock beim Mastermix-Dienst einen besonderen Mix kreierte, der die Musikwelt verändern sollte.

Der Mix trug den Titel “Swing the Mood” und bestand aus kurzen Ausschnitten bekannter Rock’n’Roll-Oldies, die geschickt durch das Glenn-Miller-Thema “In the Mood” miteinander verbunden wurden. Was zunächst als DJ-Tool gedacht war, entwickelte sich schnell zu etwas Größerem. Nachdem die komplexen Lizenzfragen geklärt waren, wurde der Song als Single veröffentlicht. Für die Promotion erfanden die Macher das Konzept des weißen Zeichentrick-Hasen “Jive Bunny”, der fortan als visuelles Aushängeschild des Projekts fungierte.

Der kometenhafte Aufstieg zur Chartspitze

Das Jahr 1989 sollte zum Triumphzug für Jive Bunny werden. “Swing the Mood” stürmte im Sommer die britischen Charts und eroberte für fünf Wochen die Spitzenposition. Der Erfolg beschränkte sich nicht auf Großbritannien – auch international kletterte die Single in zahlreichen Ländern an die Chartspitze, in den USA erreichte sie immerhin Platz 11. Die Mischung aus Nostalgie und modernem Mashup-Konzept traf offensichtlich den Nerv der Zeit.

Noch beeindruckender war, was danach folgte. Mit “That’s What I Like” gelang im Herbst 1989 erneut der Sprung auf Platz 1 der britischen Charts. Als im Dezember desselben Jahres die dritte Single “Let’s Party” erschien, die geschickt Weihnachts-Oldies integrierte, wiederholte sich das Kunststück ein drittes Mal. Jive Bunny And The Mastermixers wurden damit nach Gerry and the Pacemakers und Frankie Goes to Hollywood erst die dritte Formation in der britischen Musikgeschichte, deren erste drei Singles alle die Nummer 1 erreichten. Zwischen Juli 1989 und November 1991 platzierten sie insgesamt elf Singles in den britischen Charts, davon fünf in den Top-10.

Das innovative Konzept hinter dem Erfolg

Was Jive Bunny And The Mastermixers von anderen Acts unterschied, war ihr einzigartiger Ansatz. Sie schufen keine eigenen Songs im traditionellen Sinne, sondern kreierten kunstvolle Medleys aus bekannten Hits vergangener Jahrzehnte. Rock’n’Roll, Rockabilly, Doo-Wop, Swing und Twist wurden zu nahtlosen Partymixen verwoben, die zum Tanzen und Mitsingen einluden. Die Verwendung von Originalaufnahmen verlieh den Produktionen Authentizität, stellte aber auch rechtliche Herausforderungen dar.

In den USA mussten aufgrund von Urheberrechtsbeschränkungen manche Tracks durch Neuaufnahmen ersetzt werden. Später wurden auch in anderen Märkten Anpassungen vorgenommen, beispielsweise als Aufnahmen von Gary Glitter aus dem Weihnachtmedley entfernt wurden, um Kontroversen zu vermeiden. Trotz dieser Hürden verkaufte das Projekt in seiner Hochphase weltweit über 20 Millionen Tonträger. Das Album “Jive Bunny: The Album” aus dem Jahr 1989 erreichte in Großbritannien Multiplatin-Status und wurde auch in Australien und Kanada mit Gold und Platin ausgezeichnet.

Diskografie und weitere Veröffentlichungen

Nach dem fulminanten Start 1989 folgten weitere Alben und Singles. 1990 erschien “It’s Party Time”, gefolgt von “Rock ‘n’ Roll Hall of Fame” im Jahr 1991. Singles wie “That Sounds Good to Me” (UK Platz 4) und “Can Can You Party” (UK Platz 8) konnten zwar nicht mehr an die Anfangserfolge anknüpfen, zeigten aber, dass das Konzept weiterhin funktionierte. Allerdings ließ das öffentliche Interesse Anfang der 1990er Jahre merklich nach.

Das Projekt konzentrierte sich zunehmend auf Kompilationen und thematische Alben. Besonders erfolgreich waren die Weihnachtsveröffentlichungen: “Christmas Party – 40 Non-Stop Christmas Favourites” (1996), “Spectacular Christmas Party” (1998) und “Ultimate Christmas Party” (2002) bedienten die Nachfrage nach festlichen Megamixes. 1994 erschien “The Best of Jive Bunny and the Mastermixers”, 2009 folgte “Swing the Mood – The Definitive Collection”. Diese Veröffentlichungen hielten die Erinnerung an die Glanzzeit wach und fanden vor allem bei Fans von Retro-Partys und Nostalgie-Formaten Anklang, wie sie auch heute noch auf manch einem Internetradio zu hören sind.

Vermächtnis und Nachwirkungen

Obwohl Jive Bunny And The Mastermixers nie formell aufgelöst wurden, verlagerte sich die Aktivität zunehmend hinter die Kulissen. John und Andrew Pickles blieben in der Musikbranche aktiv, wenn auch nicht mehr mit der gleichen öffentlichen Präsenz. Andy Pickles gründete später die Firma U-Explore im Bereich Karriereberatung für Jugendliche und zog sich weitgehend aus dem Touring-Geschäft zurück. Les Hemstock und Ian Morgan blieben der DJ- und Producer-Szene verbunden, erreichten aber keine vergleichbaren Mainstream-Erfolge mehr.

Der Einfluss von Jive Bunny auf die Popkultur sollte nicht unterschätzt werden. Ihr Stil der Medleys und Mashups wurde später vielfach in Dance- und Popprojekten übernommen. Das Konzept, bekannte Hits neu zu kombinieren und für eine neue Generation aufzubereiten, ist bis heute populär. Während manche Kritiker das Projekt als reinen Novelty-Act abtaten, der keine kritischen Auszeichnungen erhielt, bleibt die kommerzielle Bedeutung unbestritten. Jive Bunny And The Mastermixers bewiesen, dass Innovation nicht immer in völlig neuen Kompositionen liegen muss, sondern auch in der kreativen Neuinterpretation des Bestehenden. Ihr weißer Cartoon-Hase bleibt ein Symbol für eine Zeit, in der Partystimmung und Nostalgie eine unwiderstehliche Kombination bildeten – eine Mischung, die auch im Streaming-Zeitalter nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Konzerte von Jive Bunny And The Mastermixers

Wir konnten leider keine Konzerte von Jive Bunny And The Mastermixers finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM