David Hanselmann – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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David Hanselmann ist ein deutsch-amerikanischer Musiker, der seit den 1960er Jahren eine bemerkenswerte Karriere zwischen Rock, Soul und Pop durchlaufen hat. Mit seiner kraftvollen Stimme und seiner stilistischen Vielseitigkeit wurde er nicht nur als Solokünstler bekannt, sondern auch durch seine Zusammenarbeit mit internationalen Größen wie Colosseum II und als Tourmusiker der Band Pur. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine Fußballhymnen und den Hit „Go Get the Cup”.

Künstlername David Hanselmann
Genre Rock, Pop, Soul, Progressive Rock
Größter Hit Go Get the Cup
Geburtsdatum 6. April 1952
Geburtsort Stuttgart, Deutschland
Wohnort Beilstein
Staatsangehörigkeit deutsch-amerikanisch
Sternzeichen Widder
Markenzeichen Kraftvolle Stimme, Fußballhymnen

Die frühen Jahre und der Einstieg in die Musik

Webradio Steckbrief - David Hanselmann

David Hanselmann wurde am 6. April 1952 in Stuttgart geboren und wuchs in einem deutsch-amerikanischen Elternhaus auf. Seine Mutter war Deutsche, sein Vater Amerikaner, was ihm von Anfang an eine besondere kulturelle Perspektive ermöglichte. Bereits mit 13 Jahren, also etwa ab 1965, begann er in Clubs aufzutreten, die hauptsächlich von US-Soldaten in Deutschland besucht wurden. Diese frühe Bühnenerfahrung prägte seinen musikalischen Stil nachhaltig und öffnete ihm Türen zur internationalen Musikszene.

Mit nur 15 Jahren gründete Hanselmann seine erste Band, The Mayors, und bewies damit schon in jungen Jahren sein außergewöhnliches Talent und seine Leidenschaft für die Musik. Ursprünglich absolvierte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, doch die Musik ließ ihn nicht los. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren tourte er als Gastmusiker mit namhaften Acts wie UFO, Country Joe McDonald sowie Hardin & York durch Europa und sammelte wertvolle Erfahrungen auf internationalen Bühnen.

Durchbruch mit Colosseum und internationale Anerkennung

Das Jahr 1975 markierte einen wichtigen Wendepunkt in Hanselmanns Karriere. Der renommierte britische Schlagzeuger Jon Hiseman lud ihn ein, als Sänger bei der Neuformation der legendären Band Colosseum mitzuwirken. Diese Zusammenarbeit brachte ihm nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch die Möglichkeit, mit herausragenden Musikern wie Gary Moore, Don Airey und Neil Murray zu arbeiten. Die Tourneen mit Colosseum II und Canned Heat festigten seinen Ruf als vielseitiger und ausdrucksstarker Sänger.

In dieser Phase seiner Karriere entwickelte Hanselmann ein besonderes Interesse an konzeptionellen Musikprojekten. 1977 produzierte er das Album „Using the Head” mit der Band Message und gründete gleichzeitig die Maximum Party Band in Stuttgart. Ein Jahr später arbeitete er mit der österreichischen Rockband Eela Craig am Album „Hats of Glass” und war als Gastsänger auf dem Triumvirat-Album „A la Carte” zu hören. Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch in Fernsehauftritten, etwa in der Show „Bio’s Bahnhof” mit Peter Herbolzheimer.

Konzeptalben und künstlerische Höhepunkte

Die Jahre 1980 und 1981 brachten David Hanselmann künstlerische Anerkennung auf höchstem Niveau. Gemeinsam mit Chris Evans veröffentlichte er die Konzeptalben „Stonehenge” und „Symbols of the Seven Sacred Sounds”, die beide durch ihre musikalische Tiefe und konzeptionelle Komplexität überzeugten. Für „Stonehenge” erhielten Hanselmann und Evans den prestigeträchtigen Grand Prix du Disque auf dem Montreux Jazz Festival als bestes Konzeptalbum – eine Auszeichnung, die seinen Status als ernstzunehmenden Künstler im Progressive Rock untermauerte.

Diese Alben zeigten Hanselmanns Fähigkeit, verschiedene musikalische Einflüsse zu einem kohärenten Ganzen zu verschmelzen. Seine kraftvolle Stimme und sein Gespür für dramatische Arrangements machten diese Werke zu Meilensteinen seiner Karriere. Gleichzeitig bewies er seine kommerzielle Seite: Bereits 1979 hatte er den Titel „Herbert” für Werner Böhms Bühnenfigur Gottlieb Wendehals geschrieben, der zu einem großen Erfolg wurde und zeigte, dass Hanselmann auch im deutschsprachigen Schlagerbereich punkten konnte.

Fußballhymnen und kommerzielle Erfolge

In den 1980er und 1990er Jahren etablierte sich David Hanselmann als gefragter Komponist von Fußballhymnen. Sein größter kommerzieller Erfolg war zweifellos „Go Get the Cup”, das 1990 zur Fußball-Weltmeisterschaft veröffentlicht wurde und Platz 4 der deutschen Singlecharts erreichte. Der Song hielt sich mehrere Wochen in den Charts und wurde zur Hymne einer ganzen Generation von Fußballfans. Diese Mischung aus eingängiger Melodie und mitreißendem Text machte ihn zu einem der erfolgreichsten Fußballsongs der damaligen Zeit.

Auch für verschiedene Bundesligavereine komponierte Hanselmann Vereinslieder, die zu echten Kulthymnen wurden. Besonders hervorzuheben ist „HSV Forever” für den Hamburger SV aus dem Jahr 1994, das lange Zeit als Einlaufmusik des Vereins genutzt wurde und bis heute bei Fans beliebt ist. Ähnliche Erfolge feierte er mit „Olé VfB Stuttgart” für seinen Heimatverein. Diese Hymnen zeigen Hanselmanns Talent, emotionale Verbundenheit und sportliche Leidenschaft in Musik zu übersetzen. Wer heute im Internetradio nach Musik aus den 90ern sucht, stößt häufig auf diese zeitlosen Klassiker.

Neben seinen Fußballhymnen hatte Hanselmann 1982 mit Mary Roos das Duett „Lady” aufgenommen, das bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest antrat und Platz 31 der deutschen Charts erreichte. Diese Zusammenarbeit mit der etablierten Schlagersängerin zeigte erneut seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche musikalische Kontexte.

Spätere Jahre und musikalische Kontinuität

Von 1993 bis 2004 war David Hanselmann als Tourmusiker mit der erfolgreichen deutschen Band Pur unterwegs. Diese elfjährige Zusammenarbeit brachte ihm nicht nur regelmäßige Auftritte vor großem Publikum, sondern auch die Möglichkeit, seine Live-Qualitäten unter Beweis zu stellen. Parallel dazu veröffentlichte er weiterhin eigene Alben wie „Let the Music Carry On” (1991), „That’s Soul” mit The Dudes (1996) und „Soulful” (1998), die seine Liebe zur Soul-Musik dokumentierten.

Im Jahr 2013 wagte Hanselmann einen ungewöhnlichen Schritt und nahm an der Castingshow „The Voice of Germany” teil. Er schaffte es unter die letzten 48 Kandidaten und bewies damit, dass seine Stimme auch nach Jahrzehnten im Musikgeschäft nichts von ihrer Kraft verloren hatte. Dieser Auftritt brachte ihm eine neue Generation von Fans und zeigte seinen ungebrochenen Willen, sich musikalischen Herausforderungen zu stellen.

Die folgenden Jahre waren allerdings von gesundheitlichen Problemen überschattet. Hanselmann kämpfte gegen Rachenkrebs, Herzprobleme und Diabetes, überstand diese schweren Diagnosen jedoch und kehrte immer wieder auf die Bühne zurück. 2015 veröffentlichte er das Album „It’s Me”, und 2022 folgte die Single „Herz aus Glas”, die er komplett selbst geschrieben hatte. Trotz aller Widrigkeiten tritt er weiterhin auf kleineren Bühnen auf und bleibt der Musik treu, die sein Leben bestimmt hat. Seine Geschichte ist ein beeindruckendes Zeugnis von Durchhaltevermögen und Leidenschaft, die auch heute noch über Radio und Streaming-Dienste Menschen erreicht.

Konzerte von David Hanselmann

Wir konnten leider keine Konzerte von David Hanselmann finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM