C+C Music Factory – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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C+C Music Factory war eines der erfolgreichsten Dance-Projekte der frühen 90er Jahre und prägte mit ihrem energiegeladenen Mix aus House, Hip-Hop und Pop die Clubszene weltweit. Das von den Produzenten Robert Clivillés und David Cole gegründete Projekt landete mit “Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)” einen der größten Dance-Hits aller Zeiten. Mit kraftvollen Vocals, mitreißenden Beats und innovativer Produktion setzten sie Maßstäbe im Genre.

Künstlername C+C Music Factory
Mitglieder Robert Clivillés, David Cole, Freedom Williams, Martha Wash, Zelma Davis, Deborah Cooper, Trilogy
Genre House, Dance, Pop, Hip Hop
Größter Hit Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)
Gründungsjahr 1989
Land USA
Markenzeichen Fusion von Rap und House-Beats, kraftvolle Soul-Vocals

Die Anfänge in New York City

Webradio Steckbrief - C+C Music Factory

Die Geschichte von C+C Music Factory begann 1989 in der pulsierenden Musikmetropole New York City. Robert Manuel Clivillés, geboren am 30. August 1964 in New York, und David Byron Cole, geboren am 3. Juni 1962 in Johnson City, Tennessee, kannten sich bereits aus früheren musikalischen Projekten. Die beiden talentierten Produzenten und Keyboarder hatten zuvor in den House-Formationen “2 Puerto Ricans, a Blackman, and a Dominican” sowie “The 28th Street Crew” zusammengearbeitet und dabei ihre gemeinsame Vision von tanzbarer, energiegeladener Musik entwickelt.

Als sie beschlossen, ihr eigenes Projekt zu gründen, wählten sie den Namen C+C Music Factory – eine Anspielung auf ihre Anfangsbuchstaben und ihre Arbeitsweise als kreative Produktionsfabrik. Ihr Konzept war innovativ: Sie wollten die Grenzen zwischen House, Hip-Hop und Pop verwischen und dabei verschiedene Talente als Sänger und Rapper einbinden. Diese Herangehensweise sollte sich als wegweisend erweisen und den Sound der frühen 90er Jahre maßgeblich mitprägen.

Der kometenhafte Aufstieg zum Welterfolg

1990 erschien das Debütalbum “Gonna Make You Sweat”, und mit ihm kam der internationale Durchbruch. Der Titelsong “Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)” explodierte förmlich in den Charts und eroberte die Nummer 1 der US Billboard Hot 100. Auch in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz kletterte der Track an die Spitze. Der Song wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet und entwickelte sich zu einem der definierenden Dance-Anthems der Dekade.

Die Besetzung für diesen Hit war sorgfältig zusammengestellt: Freedom Williams, geboren am 13. Februar 1966 in Brooklyn, lieferte die markanten Rap-Parts, während Martha Wash mit ihrer kraftvollen, souligen Stimme die unvergesslichen Vocals beisteuerte. Zelma Davis, eine aus Liberia stammende Sängerin, war visuell in den Videos präsent. Diese Kombination aus verschiedenen Talenten und Stilen erwies sich als Erfolgsrezept.

Auf den ersten Megahit folgten weitere Chart-Erfolge: “Here We Go (Let’s Rock & Roll)” schaffte es in die Top-10 der USA, “Things That Make You Go Hmmm…” erreichte die Top-5 der US Hot 100, und “Just a Touch of Love” wurde ein Hit in den Dance-Charts. Mit “Keep It Comin’ (Dance Till You Can’t Dance No More)” eroberten sie erneut die Nummer 1 der Billboard Dance Charts. Die Band sammelte insgesamt etwa 35 Musikpreise weltweit, darunter fünf Billboard Music Awards, fünf American Music Awards und zwei MTV Video Music Awards. Auch Grammy-Nominierungen, unter anderem als “Best New Artist”, unterstrichen ihren Erfolg.

Kontroversen und künstlerische Auseinandersetzungen

Trotz des enormen Erfolgs blieb C+C Music Factory nicht von Kontroversen verschont. Ein besonders heikles Thema war die Frage der Vocal-Credits. Martha Wash, geboren am 28. Dezember 1953 in San Francisco, hatte die Hauptvocals für mehrere Hits eingesungen, wurde aber in den Musikvideos nicht gezeigt. Stattdessen wurden andere Personen gezeigt, die ihre Texte synchron lip-synchten, ohne dass Martha Wash entsprechend genannt wurde. Dies führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen, die Wash erfolgreich für sich entscheiden konnte.

Diese Fälle hatten weitreichende Konsequenzen für die gesamte Musikindustrie und führten zu strengeren Regelungen bezüglich der korrekten Nennung von Sängern und Vokalisten. Ab 1994 wurde Martha Wash offiziell als Mitglied von C+C Music Factory eingebunden, was die Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung widerspiegelte. Freedom Williams hingegen verließ das Projekt und wurde durch das Vocal-Trio Trilogy ersetzt, was eine neue Phase in der Geschichte der Band einleitete.

Weitere Alben und musikalische Entwicklung

Nach dem überwältigenden Erfolg des Debüts veröffentlichte C+C Music Factory 1994 ihr zweites Studioalbum “Anything Goes!”. Das Album zeigte eine musikalische Weiterentwicklung und experimentierte mit verschiedenen Stilen innerhalb des Dance- und House-Genres. Obwohl es nicht ganz an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte, enthielt es dennoch erfolgreiche Singles wie “Do You Wanna Get Funky” und “Take a Toke”, die vor allem in den Dance-Charts gut abschnitten.

1995 folgte ein weiteres Album, das schlicht “C+C Music Factory” betitelt war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Besetzung bereits verändert, und die Band befand sich in einer Übergangsphase. Die späteren Singles erreichten zwar weiterhin gute Platzierungen in den Dance-Charts, konnten aber nicht mehr die breite Mainstream-Popularität der frühen Hits erreichen. Neben den Studioalben erschienen mehrere Kompilationen und Remix-Alben, darunter “Ultimate” (1995) und “Greatest Remixes, Vol. 1”, die die Vielseitigkeit und den Einfluss der Produzenten auf die Dance-Musik dokumentierten.

Das Markenzeichen von C+C Music Factory blieb stets die Fusion von Rap- und Hip-Hop-Elementen mit clubtauglichen Dance- und House-Beats. Die mächtigen, souligen Lead-Vocals, kombiniert mit innovativen Produktionstechniken, machten ihren Sound unverwechselbar. Wer heute ein Internetradio oder Webradio einschaltet, das sich auf die 90er Jahre spezialisiert hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihre Hits stoßen, die nach wie vor zum festen Repertoire vieler Streaming-Plattformen gehören.

Tragischer Verlust und spätere Jahre

Am 24. Januar 1995 erlitt C+C Music Factory einen schweren Schlag: David Cole starb im Alter von nur 32 Jahren an Komplikationen durch eine spinale Meningitis in New York City. Sein Tod bedeutete nicht nur einen persönlichen Verlust für Robert Clivillés, sondern auch das vorläufige Ende einer der erfolgreichsten Produzenten-Partnerschaften der Dance-Musik. Cole hatte nicht nur für C+C Music Factory gearbeitet, sondern auch als Produzent und Songwriter für Größen wie Mariah Carey und Whitney Houston Songs geschrieben und Remixe produziert.

Nach Coles Tod ruhte das Projekt weitgehend. Robert Clivillés zog sich zunächst zurück, blieb aber in der Musikindustrie aktiv. Erst 2010 bis 2011 erfolgte eine kurze Wiederaufnahme des Projekts: Clivillés arbeitete nun mit dem Produzenten Eric Kupper zusammen, der die Rolle des verstorbenen Partners übernahm. In dieser Phase wurden neue Singles veröffentlicht, die zeigten, dass der typische C+C Music Factory-Sound auch im neuen Jahrtausend noch Relevanz besaß.

Eine formale Auflösung der Band gab es nie, doch nach 1996 erschienen keine neuen Studioalben mehr im ursprünglichen Sinne. Die Musik von C+C Music Factory lebt jedoch weiter: Ihre Hits werden regelmäßig in Clubs gespielt, in Filmen und Werbespots verwendet und auf Online Radio-Stationen weltweit gestreamt. “Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)” gilt bis heute als einer der größten Dance-Hits aller Zeiten und wird wahrscheinlich auch in Zukunft Generationen von Musikfans zum Tanzen bringen.

Das Erbe von C+C Music Factory ist unbestritten: Sie haben nicht nur die Dance-Musik der frühen 90er Jahre geprägt, sondern auch Standards für die Zusammenarbeit zwischen Produzenten und verschiedenen Vokalisten gesetzt. Ihre Musik verbindet nach wie vor Menschen auf Tanzflächen weltweit und erinnert an eine Ära, in der House-Musik und Hip-Hop zu einer explosiven Mischung verschmolzen, die die Charts eroberte und die Popkultur nachhaltig beeinflusste.

Songs von C+C Music Factory im Radio

Konzerte von C+C Music Factory

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Geschrieben von: RadioMonster.FM