Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
Rock Finest Rock Music
R&B Classics & New Vibes
Schlager Deutscher Schlager
Deutsch 100 % Deutsche Musik
80’s Nur das Beste aus den 80ern
90’s Dein 90er Throwback
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
today28.02.2026
Ashford & Simpson waren eines der erfolgreichsten Songwriter- und Interpreten-Duos der Soul- und R&B-Geschichte. Das Ehepaar prägte mit zeitlosen Hits wie “Solid” und “Ain’t No Mountain High Enough” mehrere Jahrzehnte schwarzer Musikkultur. Ihre Karriere erstreckte sich von den 1960er Jahren bis ins 21. Jahrhundert und hinterließ ein beeindruckendes musikalisches Erbe.
| Künstlername | Ashford & Simpson |
| Mitglieder | Nickolas Ashford, Valerie Simpson |
| Genre | R&B, Soul, Disco, Funk |
| Größter Hit | Solid |
| Gründungsjahr | 1964 |
| Auflösungsjahr | 2011 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Emotionale Liebeslieder, kraftvolle Songwriting-Partnerschaft |

Die Geschichte von Ashford & Simpson begann 1964 in der White Rock Baptist Church in Harlem, wo sich Nickolas Ashford und Valerie Simpson zum ersten Mal begegneten. Nick, geboren am 4. Mai 1941 in Fairfield, South Carolina, war bereits nach Michigan gezogen und hatte die Willow Run High School besucht. Valerie, am 26. August 1946 in der Bronx geboren, studierte zu dieser Zeit Musikkomposition und Klavier in New York City. Beide hatten ihre Wurzeln in der Gospelmusik und waren Mitglieder der Gruppe “The Followers”.
Die Chemie zwischen den beiden war von Anfang an spürbar. Sie erkannten schnell, dass ihre musikalischen Talente perfekt harmonierten – Nicks Gespür für Texte und Melodien ergänzte sich ideal mit Valeries pianistischen Fähigkeiten und ihrer ausdrucksstarken Stimme. Noch im selben Jahr begannen sie gemeinsam Songs zu schreiben, zunächst in Zusammenarbeit mit Joshie Jo Armstead. Ihre frühen Kompositionen fanden schnell Abnehmer in der Musikindustrie, und bereits 1966 landeten sie ihren ersten großen Erfolg: “Let’s Go Get Stoned” für Ray Charles erreichte Platz 1 der R&B-Charts.
Ab 1966 wurden Ashford & Simpson Teil der legendären Motown-Familie, wo sie sich als eines der produktivsten Songwriter- und Produzententeams etablierten. In dieser Phase entstanden einige der zeitlosesten Soul-Klassiker überhaupt. Für Marvin Gaye und Tammi Terrell schrieben sie unsterbliche Duette wie “Ain’t No Mountain High Enough”, “You’re All I Need to Get By” und “Ain’t Nothing Like the Real Thing”. Diese Songs definierten nicht nur den Motown-Sound der späten 60er Jahre, sondern wurden zu Hymnen der Liebe, die bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben.
Ihre Arbeit beschränkte sich nicht nur auf Duette. Für Diana Ross komponierten sie “Reach Out and Touch (Somebody’s Hand)”, das zu einem ihrer Signature-Songs wurde. Das Duo hatte ein besonderes Talent dafür, emotionale Tiefe mit eingängigen Melodien zu verbinden. Ihre Texte handelten von Liebe, Sehnsucht und menschlicher Verbundenheit auf eine Weise, die sowohl persönlich als auch universell wirkte. Bei Motown arbeiteten sie mit nahezu allen großen Stars des Labels zusammen und prägten den Sound einer ganzen Ära.
Trotz ihres enormen Erfolgs als Songwriter fühlten sich Ashford & Simpson zunehmend eingeengt. Sie sehnten sich nach mehr künstlerischer Freiheit und der Möglichkeit, ihre eigenen Visionen zu verwirklichen. 1973 trafen sie die mutige Entscheidung, Motown zu verlassen und ihre eigene Karriere als Interpreten zu verfolgen.
Nach dem Abschied von Motown veröffentlichten Ashford & Simpson ihr erstes gemeinsames Album “Gimme Something Real” im Jahr 1973. Es folgten “I Wanna Be Selfish” (1974) und “Come As You Are” (1976). In dieser Phase experimentierten sie mit ihrem Sound und suchten nach ihrer eigenen künstlerischen Stimme. Am 30. November 1974 heirateten die beiden und besiegelten damit nicht nur ihre persönliche, sondern auch ihre professionelle Partnerschaft offiziell. Aus ihrer Ehe gingen zwei Töchter hervor, Nicole und Asia.
Die zweite Hälfte der 70er Jahre brachte den künstlerischen Durchbruch als Interpreten. Mit Alben wie “So So Satisfied” (1977), “Send It” (1977) und “Is It Still Good to Ya” (1978) fanden sie ihren charakteristischen Sound – eine Mischung aus klassischem Soul, zeitgenössischem R&B und zunehmend auch Disco-Elementen. Der Song “It Seems to Hang On” erreichte 1978 Platz 2 der US R&B-Charts und zeigte, dass sie auch als Interpreten erfolgreich sein konnten.
1979 gelang ihnen mit “Found a Cure” vom Album “Stay Free” ein echter Durchbruch. Der Song eroberte die Spitze der US Disco- und Dance-Charts und wurde in Clubs weltweit gespielt. Ashford & Simpson hatten bewiesen, dass sie nicht nur brillante Songwriter waren, sondern auch als Performer überzeugen konnten. Ihre Live-Auftritte waren bekannt für ihre Energie und die spürbare Chemie zwischen den beiden.
Die 1980er Jahre wurden zur erfolgreichsten Phase ihrer Karriere als Interpreten. Nach “A Musical Affair” (1980) und “Street Opera” (1982) veröffentlichten sie 1984 das Album “Solid”, das ihnen endgültig den internationalen Durchbruch bescherte. Die gleichnamige Single “Solid” wurde zu ihrem größten Hit und erreichte Platz 1 der US R&B-Charts, Platz 12 der Billboard Hot 100 und Platz 3 der UK Singles Charts. Auch in Deutschland, Kanada und Irland landete der Song in den Top 5.
“Solid” war mehr als nur ein Hit – es war eine Hymne auf Beständigkeit, Vertrauen und unerschütterliche Liebe. Der Song spiegelte perfekt wider, wofür Ashford & Simpson standen: authentische Emotionen, musikalische Exzellenz und die Kraft einer echten Partnerschaft. Das dazugehörige Musikvideo, das das Paar in verschiedenen Alltagssituationen zeigte, unterstrich die Botschaft des Songs und machte ihn zu einem Favoriten auf MTV und anderen Musiksendern. Wer damals Internetradio oder Streaming hätte nutzen können, hätte “Solid” sicherlich auf allen Playlists gefunden.
Der Erfolg setzte sich fort mit weiteren Singles wie “Outta the World” (1985), das Platz 4 der US R&B/Dance-Charts erreichte, und “Babies” (1985). Das Album “Real Love” (1986) und “Love or Physical” (1989) rundeten ihre erfolgreiche Dekade ab. Ashford & Simpson hatten sich als eines der führenden R&B-Duos der 80er Jahre etabliert und tourten weltweit.
In den 90er Jahren verlagerte sich der Fokus wieder mehr auf Songwriting und Produktion für andere Künstler. 1996 veröffentlichten sie das besondere Album “Been Found” in Zusammenarbeit mit der Dichterin Maya Angelou, das ihre künstlerische Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Nick Ashford versuchte sich auch als Schauspieler und hatte einen Auftritt in dem Film “New Jack City” (1991), wo er Reverend Oates spielte.
Das Paar engagierte sich auch jenseits der Musik für die Community. Sie eröffneten die “Sugar Bar” in New York City, einen Veranstaltungsort, der aufstrebenden Künstlern eine Plattform bot und zu einem beliebten Treffpunkt für Musikliebhaber wurde. Ihre Großzügigkeit und ihr Engagement für die nächste Generation von Musikern waren legendär.
Die Anerkennung für ihr Lebenswerk ließ nicht auf sich warten. 2002 wurden Ashford & Simpson in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Sie erhielten den Pioneer Award der Rhythm & Blues Foundation sowie den ASCAP Founders Award. 2019, Jahre nach Nicks Tod, wurde ihnen posthum der Grammy Trustees Award verliehen – eine Ehrung, die ihre außergewöhnlichen Beiträge zur Musikindustrie würdigte.
Am 22. August 2011 verstarb Nickolas Ashford im Alter von 70 Jahren in New York City an Komplikationen durch Kehlkopfkrebs. Sein Tod markierte das Ende einer Ära, doch das musikalische Erbe des Duos lebt weiter. Valerie Simpson blieb der Musik treu und veröffentlichte 2012 das Soloalbum “Dinosaurs Are Coming Back Again”, das unter anderem die letzte Aufnahme von Nina Simone enthielt. Sie tritt weiterhin auf und hält die Erinnerung an ihre gemeinsame Arbeit lebendig.
Ashford & Simpson hinterließen einen Katalog von über 100 Songs, die von unzähligen Künstlern gecovert wurden und bis heute im Radio, in Webradios und auf Streaming-Plattformen weltweit gespielt werden. Ihre Musik überschreitet Generationen und Genres – von klassischem Soul über Disco bis hin zu modernem R&B. Sie waren Pioniere, die bewiesen, dass eine künstlerische Partnerschaft und eine Liebesbeziehung sich nicht nur ergänzen, sondern gegenseitig bereichern können. Ihr Einfluss auf die schwarze Musik und die Popkultur insgesamt ist unermesslich und wird noch viele Generationen inspirieren.
Wir konnten leider keine Konzerte von Ashford & Simpson finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
ain't no mountain high enough Ashford & Simpson disco charts motown songwriter r&b duo Rhythm and Blues solid song songwriter duo soul hits us-r&b charts
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!