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YouTuber kämpfen gegen Artikel 13: Wird YouTube bald tatsächlich gelöscht?

Angst vor dem Artikel 13 - was ist das überhaupt?

Schaut man sich derzeit auf Sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook um, wird man hier immer häufiger mit Aussagen wie "Youtube wird bald gelöscht" oder "SafeYourInternet - Artikel 13 abschaffen" konfrontiert. Doch was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Und muss die beliebteste Videoplattform der Welt tatsächlich bald ihre Pforten schließen? Wir verraten es dir. 

 

Social Media Apps
Social Media Apps

Bei zahlreichen Youtubern, die sich ihr Geld durch den Upload von Videos auf die wohl berühmteste Videoplattform verdienen, geht derzeit die pure Angst um. Der Grund hierfür: Der sogenannte Artikel 13. Dieser ist Teil der "Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt", welche wiederum einige Änderungen in naher Zukunft mit sich bringen soll. In der EU-Richtlinie, die am 12. September 2018 gebilligt wurde, heißt es unter anderem, dass sämtliche Online-Plattformen, wie etwa Facebook, Instagram oder eben Youtube, fortan für hochgeladene Inhalte haften, in denen Urheberrechtsverletzungen auftreten. Viele Youtuber sehen sich durch diesen Schritt in ihrer freien Meinungsäußerung bedroht und protestieren gegen den Artikel 13 - auch wenn ihre Aussichten auf Erfolg recht überschaubar sind. 

 

Hashtag #SaveYourInternet macht die Runde im Netz

Dass die Proteste an Artikel 13 momentan zunehmen, ist zu großen Teilen Youtube selbst geschuldet: Der zu Google gehörende Konzern hat seine Nutzer in einem offenen Brief dazu aufgefordert, mit dem Hashtag #SaveYourInternet gegen die neue EU-Richtlinie zu protestieren. Gesagt, getan: Insbesondere Kinder und Jugendliche, die eigentlich keine Ahnung haben, wogegen sie da überhaupt protestieren, folgen munter der Aufforderung von Youtube und posten den Hashtag in Zusammenhang mit traurigen Fotos oder Videos auf ihren Sozialen Kanälen. In ihrer Wut verstärkt werden sie durch ein veröffentlichtes Video auf dem Youtube-Kanal "Wissenswert", welches derzeit in dramatischen Bildern demonstriert, was durch die Einführung von Artikel 13 passieren könnte. Die Betonung liegt hierbei auf dem Wort "könnte" - denn wirklich sicher ist das alles noch nicht. Durch ein paar verstreute "Fake-News", in denen zu lesen ist, dass Youtube durch das neue Gesetz sogar bald abgeschaltet bzw. gelöscht werden könnte, erhält die #SafeYourInternet-Kampagne zusätzlichen Wind in ihren Segeln. Natürlich könnte man sich zuvor darüber informieren, ob dieser drastische (und eigentlich völlig utopische) Schritt tatsächlich zur Debatte steht - doch das massenhafte Verbreiten eines Hashtags ist in der heutigen Zeit scheinbar wichtiger, als tatsächliche Informationen. 

 

YouTube schürt gezielt Ängste bei seinen Usern

YouTube-Logo
Logo YouTube © Google

Während Youtube seine User zu Protesten mobilisiert und beispielsweise vor Uploadfiltern warnt, die in Zukunft das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten bereits vor der Fertigstellung des Uploads verhindern könnten (da ist mal wieder das Wort "könnten"), lässt das Unternehmen eine winzige Kleinigkeit unerwähnt: Bereits jetzt arbeitet Youtube mit automatischen Systemen, die unverzüglich erkennen, wenn beispielsweise eine Szene aus einer TV-Serie hochgeladen oder innerhalb eines Videos der Song eines Künstlers zu hören ist. Ist dies der Fall, wird das dazugehörige Video automatisch für alle User innerhalb der EU gesperrt. Diese Vorgehensweise ist im Grunde genommen nichts anderes, als ein Uploadfilter - doch warum genau geht Youtube dann auf die Barrikaden? Die Antwort auf diese Frage ist recht simpel: Youtube kann nicht daran gelegen sein, zusätzliche Uploadfilter in seine Plattform einzubauen, die wirklich jedes einzelne Video automatisch auf minimalste Urheberrechtsverletzungen überprüfen - denn genau mit diesen Videos verdient Youtube letztendlich sein Geld. Wenig verwunderlich also, dass Youtube harte Geschütze auffährt und beispielsweise verkündet, dass "Millionen von Menschen in der EU daran gehindert werden könnten (genau, "könnten"), ihre Inhalte auf Plattformen wie Youtube hochzuladen". Und es geht noch besser: Youtube warnt ebenfalls davor, dass "Huntertausende Jobs gefährdet wären - darunter die von Unternehmern, Künstlern und - natürlich - Youtubern. Angesichts eines derartigen Horrorszenarios ist es leicht nachvollziehbar, dass Tausende europäische Youtuber in eine regelrechte Schockstarre verfallen - schließlich müsste man sich dann einen echten Job suchen und könnte sein Luxusleben nicht mehr durch kleine Videoclips finanzieren. 
 

Was genau ändert sich nun eigentlich bei Youtube?

YouTube iOS App im AppStore
YouTube iOS App im AppStore

Welche Änderungen bei Youtube in Kaft treten könnten, ist noch völlig unklar, da der vorgelegte Gesetztesentwurf mit dem Namen Artikel 13 derzeit noch von verschiedensten EU-Stellen überarbeitet wird. Es kann also durchaus passieren, dass am Ende ein umfangreich abgeändertes Gesetz aus diesem hervorgeht, welches kaum echte Änderungen gegenüber der derzeitigen Lage mit sich bringt. Und selbst wenn der Artikel in seiner derzeitigen Version tatsächlich durchgewunken werden sollte, dürften sich für alle Youtuber kaum echte Änderungen ergeben, sondern ausschließlich für das Unternehmen selbst. Das Argument, dass Youtuber in Zukunft massiv bei der Vebrbreitung ihrer persönlichen Meinung gehindert werden, ist völliger Blödsinn - denn eine freie Meinungsäußerung und die Verwendung von Material, welches einer Person nicht gehört, sind zwei Paar Schuhe. Wer also bislang keinerlei Probleme mit seinen hochgeladenen Youtube-Videos hatte, in denen er beispielsweise seine neuesten Schminkempfehlungen präsentiert oder das teure Parfüm in die Kamera hält, welches ihm zuvor vom Hersteller geschenkt wurde, kann dies auch in Zukunft weiterhin bedenkenlos tun - egal ob mit oder ohne geltenden Artikel 13.

 

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