
play_arrowTophits Charts & Hits
play_arrowDance Dance Hits & Classics
play_arrowEvergreens Best of 60's - 00's
play_arrow90’s Dein 90er Throwback
play_arrow2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
play_arrowRock Finest Rock Music
play_arrowSchlager Deutscher Schlager
today03.01.2026

Trotz zahlreicher Streaming-Plattformen, die ihre gigantischen Musikbibliotheken heute allen Nutzern binnen weniger Sekunden zur Verfügung stellen, feiern seit geraumer Zeit ausgewählte physische Musikformate wieder ihr Comeback. Welche Formate davon am meisten betroffen sind und was hinter dem kleinen Nostalgie-Hype steckt, möchten wir Dir heute erklären.

Manch einer würde annehmen, dass aufgrund Spotify, Apple Music, Tidal und Co. nahezu kein Bedarf mehr an physischen Musikformaten besteht. Schließlich haben auch Hardware und Endgeräte, wie z. B. Computer und Laptops, längst nachgezogen und bieten größtenteils keine CD- oder DVD-Laufwerke mehr an. Wer heute Lust auf einen bestimmten Song hat, so unbekannt der Künstler oder die Band auch sein mögen, findet den Song innerhalb von wenigen Sekunden auf einer der großen Musikstreaming-Plattformen. Daher stellt sich die Frage: warum feiern ausgerechnet physische Musikformate und dann obendrauf auch noch Schallplatten jetzt ein kleines Comeback?
Nun, hinsichtlich Vinyls muss gesagt werden, dass hier praktisch seit jeher immer ein gewisser Konsumentenkreis bestand. Selbst zur Hochzeit der CD oder des MP3-Formats war Vinyl nicht totzubekommen. Gründe dafür gibt es gleich mehrere. Schallplatten sind deutlich größer und bieten demzufolge mehr haptisches Feedback, und Album-Artworks kommen auf Schallplatten und dessen Verpackungen auch deutlich besser zur Geltung. Das heißt, gerade für Sammler sind Schallplatten im Vergleich zu CDs oder rein digitaler Musik unangefochten. Während sich also Vinyl schon immer als Gegenpol zur rasant voranschreitenden Digitalisierung der Musikwelt verstand, feiert jetzt jedoch auch noch ein weiteres, fast schon vergessenes Musikformat sein kleines Revival.
Insbesondere im Laufe der letzten 4–5 Jahre erleben wir popkulturell in gewisser Weise ein Comeback der späten 90er oder frühen 2000er. Das zeigt sich allen voran in der Modewelt, in der weite, teilweise Baggy-artige Jeans wieder Einzug halten, sowie bauchfreie Tops oder auch die äußerst unbequemen, aber für ihre Zeit sehr originellen Low-Waist-Jeans. Doch was hat all das jetzt mit dem Thema Musikformate zu tun? Nun, fester Bestandteil der damaligen Popkultur war neben dem Thema Mode natürlich auch die Musik, und während dieses speziell im Zuge der 2000er hauptsächlich auf CDs stattfand, war bis in die späten 90er vor allem die Kassette das beliebteste Musikformat, speziell bei jungen Menschen.
Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte wurden Kassetten nur noch sehr selten produziert, zumindest wenn es um Kassettenproduktionen von noch aktiven Künstlern und Künstlerinnen geht. Das ist auch aktuell noch so, allerdings wächst das Interesse an dem klassischen Musikformat in Form der Kassette stetig, und die starke emotionale Aufladung der Kassette sorgt bei einigen Liebhabern und Retro-Fans für leuchtende Augen. Zudem können Kassetten auch heute noch relativ kostengünstig produziert werden, wodurch sie gerade für Indie-Künstler eine interessante Alternative darstellen, wenn neben der digitalen Veröffentlichung der eigenen Musik auch noch ein physisches Musikformat herangezogen werden soll.
Ob Blur, Blink 182, My Chemical Romance oder The Smashing Pumpkins – was alle der genannten Bands gemeinsam haben, ist eine Reunion, die sich innerhalb der letzten paar Jahre zugetragen hat. Im Zuge dieser Reunions gab es nicht nur neue Musik in Form neuer Alben, sondern teilweise auch Reissues, sprich Wiederveröffentlichungen alter, meist sehr beliebter Alben. Nahezu alle der genannten Bands haben dabei die meisten ihrer Neu- oder Wiederveröffentlichungen auch als Vinyl-Editionen angeboten, teilweise sogar limitiert. Was all das zeigt, ist, dass auch gerade Reunions von ehemals sehr erfolgreichen Bandgruppierungen mit am Vinyl- und Kassetten-Boom beteiligt sind.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!