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Streaminganbieter Spotify überrascht mit neuer Funktion

Der schwedische Streaminganbieter Spotify bietet seinen Nutzern ab sofort eine neue Funktion an, die tatsächlich innovativ, aber auch ein wenig seltsam daherkommt: Fortan lassen sich einzelne Künstler und deren Musik gezielt blockieren.

 

Ausgewählte Künstler und deren Songs mit einem Klick blockieren

Spotify Streamingdienst
Spotify Streamingdienst

Wer den Musikstreamingdienst Spotify nutzt, hat garantiert auch die ein oder andere Playlist abonniert - schließlich gibt es davon mehr als genug. Egal, ob die besten Weihnachtslieder aller Zeiten, die ultimative 90er Jahre Playlist oder ein zusammengestellter Hitmix für eine gelungene Party: Spotify bietet für nahezu jeden Geschmack die passende Playlist an. Viele Nutzer empfanden es jedoch offenbar als lästig, wenn innerhalb dieser vorgegebenen Musiksammlungen Künstler auftauchen, deren Musik man so gar nicht mag. Bisher musste man beim Start des jeweiligen Songs manuell das nächste Lied anklicken - eine nicht gerade benutzerfreundliche Option. Doch damit ist nun Schluss: Fortan ermöglicht Spotify das direkte Ausgrenzen eines bestimmten Künstlers, indem man diesen innerhalb seines Spotify-Profils blockiert. Wird nun eine Playlist geöffnet, in der der besagte Künstler ebenfalls einen Song beisteuert, so wird dieser automatisch übersprungen. Hat man zu einem späteren Zeitpunkt wieder Lust auf den blockierten Künstler, so lässt sich dieser innerhalb seines Profils ebenso einfach entblocken. 
 

Ist Spotifys Blockierfunktion ein Zeichen gegen fragwürdige Künstler?

Spotify Sperrfunktion von Songs und Interpreten
Sperrfunktion von Songs
Interpreten sperren
Sperrfunktion von Interpreten

So nützlich die neue Spotify-Funktion auch sein mag: Viele User (und auch die Medien) spekulieren bereits, ob dem schwedischen Musikstreamingdienst bei der Einführung tatsächlich der Benutzerkomfort seiner User am Herzen lag. Deutlich näher liegt nämlich die Tatsache, dass es Spotify daran gelegen ist, ungeliebte Künstler systematisch aus seinem Angebot auszugrenzen oder seinen Usern zumindest die Möglichkeit zu geben, sich nicht mit diesen auseinandersetzen zu müssen. So ist derzeit beispielsweise der Sänger R. Kelly ("I believe I can fly") in den Schlagzeilen, dem zahlreiche Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen - und erst am Montag wurde der Sänger Chris Brown kurzzeitig festgenommen, nachdem ihm eine Frau vorgeworfen hat, sie vergewaltigt zu haben. 

Ob die neue Spotify-Funktion tatsächlich nützlich ist, wird sich erst noch zeigen müssen - schließlich gibt es auch im linearen Radio keine Möglichkeit, dem Song eines fragwürdigen Künstlers aus dem Weg zu gehen. Immerhin: Bei einer Umfrage auf dem Onlineportal bravo.de wird das Feature von der Mehrheit der Jugendlichen positiv begrüßt.

 

Mit Spotify unterwegs streamen
Mit Spotify unterwegs streamen

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