Musik

Florence + The Machine begeistern Fans in der ausverkauften Lanxess-Arena

today27.02.2026

Hintergrund

Wenn die Kölner Arena bis auf den letzten Platz ausverkauft ist, dann stehen ganz große Künstler auf der Bühne. So auch beim Konzert der britischen Band Florence + the Machine, die ihr 2025 erschienenes Erfolgsalbum “Everybody scream” auf die internationale Bühne brachte. Mit ihrem dramatischen Mix aus Indie-Rock und düsterer Romantik erschafft die Britin mit ihrer Band eine ganz eigene Klangwelt, die während der Liveshows zu einer eindrucksvollen und dramatischen Performance führen. Florence Welsh lässt sich den großen Auftritt nicht nehmen, wenn sie im flatternden, roten Kleid über die Bühne huscht und ihre Backround-Tänzerinnen sie in den Mittelpunkt der Aufführung stellen.

Florence als leidende Priesterin

brendenmendez from Los Feliz, USA, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Es wirkt fast wie eine hypnotische Messe, wenn die Sängerin die rund 17.000 Zuschauer in der imposanten Kölner Arena besingt und dabei vielleicht auch ihre eigenen Dämonen beschwichtigt. Denn, das letzte Album beruht auf einer dramatischen Erfahrung, die die Sängerin vor rund zwei Jahren machen musste. Bei der Geburt ihres Kindes kam es zu Komplikationen, bei denen das Leben der werdenden Mutter auf der Kippe stand. Das Kind verstarb leider. In ihren Songs versucht die Künstlerin nun, das Erlebte zu verarbeiten. Ihr gelingt es in der ausverkauften Halle, diesen Schmerz auch heute noch einmal direkt in das Publikum zu transportieren. Auch wenn die Stimmung der Songs oft düster sind und Themen wie Tod, Schmerz oder den inneren Dämonen beinhalten, so schwingt immer Positives mit. Sicherlich sind unter den Besuchern auch Zuhörer, die ihre eigenen Schicksale verarbeiten müssen und sich durch diese theatralische und imposante Show Heilung erhoffen. Durch die visuelle Umsetzung, den Tanz und die nahe Interaktion mit ihren Fans kann Performerin Florence ihren Fans die Heilung geben, die sie sich so sehnlichst erhoffen.

Musikalisches Ritual

Das einzige Florence * The Machine Konzert in NRW bietet nicht nur kraftvolle Musik, eine spannende Inszenierung auf der Bühne, die nicht nur einmal an ein magisches Hexenritual erinnert, sondern auch einen besonderen Moment, als Florence ihre Fans anregt, die Smartphones wegzulegen und den Song “Dog Days are over” anstimmt. Die meisten Zuschauer folgen dieser Aufforderung und genießen den Titel vollkommen frei von störenden Handys.

Merchandise mit Zauberkraft

Auch beim Merchandise zeigt sich, dass die Band voll auf Magie, Okkultes und Zauberei setzt, denn T-Shirts, Taschen und anderes Merchandise zeigen rote Symbole auf schwarzem Untergrund. Viele Fans stören sich nicht an gewohnt hohen Preisen für die Erinnerungsstücke nach dem Konzert, sondern strömen nach der rund zweitstündigen Show glücklich und scheinbar geheilt vom persönlichen Seelenleid in die dunkle Kölner Nacht.

Geschrieben von: RadioMonster.FM