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Der Echo - Skandal 2018

Der Echo Skandal 2018: Nun äußert sich auch Helene Fischer

Die Rapper Kollegah und Farid Bang haben mit ihren gewaltverherrlichenden Texten schon im Vorfeld der Echo-Verleihung für einen Skandal gesorgt. Der Auftritt der beiden Skandal-Rapper auf der Veranstaltung löste sowohl bei den Medien als auch bei früheren Echo-Preisträgern eine erneute Welle der Empörung aus. Nun meldete sich auch Schlagerstar Helene Fischer zu Wort.

 

Kritik von allen Seiten

Rapmusik steht bereits seit geraumer Zeit wegen homophober, gewaltverherrlichender oder frauenfeindlicher Texte in der Kritik. Die Auszeichnung des Albums „Jung, brutal, gutaussehend 3“ der Rapper Kollegah und Farid Bang brachte das Fass aber anscheinend für viele Menschen zum Überlaufen. Nicht grundlos, denn mit Textzeilen wie „Mein Körper ist definierter als Ausschwitz-Insassen“ positionieren sich die Musiker eindeutig in der rechten Ecke. Viele Musiker, Medienschaffende und Politiker äußerten sich voller Bestürzung über die Auszeichnung des Tonträgers, auf dem diese Zeilen zu hören sind. Die Welle des Protests ging vom Zentralrat der Juden über Marius-Müller Westernhagen bis zu Toten-Hosen-Frontmann Campino, der sich auf der Echo-Verleihung 2018 sogar persönlich an Kollegah und Farid Bang wandte. Einige Künstler gaben im Nachhinein ihren Echo zurück oder übten zumindest harsche Kritik an der Veranstaltung und dem Umgang mit den beiden Rappern. Auch der Echo-Beirat geriet in die Kritik, woraus einige Mitglieder Konsequenzen zogen und nach dem Eklat ihren Rücktritt verkündeten.

 

Helene Fischer fand Auftritt „persönlich bedrückend“

Der Bundesverband Musikindustrie, der an der Organisation des Musikpreises beteiligt ist, hat nun ebenfalls Veränderungen angekündigt. Bis zum kommenden Jahr soll die Preisverleihung deutlich überarbeitet werden und sich dann möglich nicht mehr an den Verkaufszahlen orientieren, die dem Rapper-Duo die Teilnahme erst ermöglichten. Zuletzt hat sich auch der Schlagerstar Helene Fischer zu dem Skandal geäußert.  Die 17-fache Echo-Preisträgerin kritisiert in ihrer Stellungnahme die Texte der Rapper als „homophob, gewaltverherrlichend und antisemitisch“ und kündigt an, sich künftig von dem Musikpreis distanzieren zu wollen.  „Ich möchte euch sagen, wie unangemessen und beschämend ich es fand, die beiden bei der Preisverleihung auf der Bühne in dieser Art "performen" zu sehen. Den ECHO zu gewinnen ist vielleicht das eine, die beiden dort auch noch auftreten und ihre Show machen zu lassen, fand ich persönlich bedrückend.„ Zuvor hat sich bereits die Plattenfirma der Skandal-Rapper zu dem Vorfall geäußert. Demnach will BMG vorerst keine weiteren Lieder mit den Musikern produzieren und den aktuellen Vertrag pausieren, bis Klarheit über die tatsächliche politische Position der Beteiligten herrscht. Dies schrieb BMG-Chef Hartwig Masuch und kündigte sogleich an, dass man sich von Kollegah und Farid Bang distanzieren wolle.

 

Auch Kritik aus der Rapszene

Auch aus der Rapszene wurde inzwischen Kritik an den Musikern laut. Ben Salomo, ehemaliger Rapper und Veranstalter der Freestyle-Rap-Veranstaltung „Rap am Mittwoch“, nahm den Skandal zum Anlass, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Der jüdischstämmige Musiker sprach Kollegah und Farid Bang zwar nicht direkt an, zeigte jedoch seine Enttäuschung über den zunehmenden Antisemitismus im Deutschrap und die "vergiftete Stimmung", die von einigen Musikern verbreitet werde. Auch die Rapper „Retrogott“ und „Antilopen Gang“ verurteilten die Texte und das öffentliche Auftreten des Rapper-Duos. Wie sich der Echo-Skandal weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Kollegah und Farid Bang jedenfalls sind nicht an einer sachlichen Diskussion interessiert, wie der jüngste Track „All Eyez On Us“ zeigt, auf dem das Duo mit weiteren Provokationen gegen die Preisverleihung und bekannte Musiker aufwartet.

 

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