Max B – Steckbrief, Songs & Konzerte

today27.03.2026

Hintergrund
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Max B, geboren als Charly Wingate, ist eine Kultfigur des New Yorker Hip-Hop, der trotz jahrelanger Haft seinen Einfluss auf die Rap-Szene nie verloren hat. Mit seinem charakteristischen “wavy” Sound prägte er eine ganze Generation von Rappern. Nach 16 Jahren Gefängnis wurde er 2025 freigelassen und setzt seine musikalische Karriere fort.

Künstlername Max B
Bürgerlicher Name Charly Wingate
Genre Hip-Hop, Rap
Größter Hit A Lie (mit French Montana & The Weeknd)
Geburtsdatum 21. Mai 1978
Geburtsort Harlem, New York City, USA
Staatsangehörigkeit Amerikanisch
Sternzeichen Zwillinge
Markenzeichen “Wavy” Sound, melodischer Rap-Gesang, produktives Mixtape-Werk

Von Harlem in die Rap-Szene

Webradio Steckbrief - Max B

Charly Wingate wuchs in den Abraham-Lincoln-Housing-Projects in Harlem auf, unter schwierigen Bedingungen. Seine Mutter Sharon kämpfte mit Drogenproblemen und war zeitweise inhaftiert, weshalb ihn hauptsächlich seine Großeltern großzogen. Diese vermittelten ihm religiöse Werte und ermöglichten ihm sogar, im renommierten Boys Choir of Harlem zu singen. Schon in jungen Jahren freundete er sich mit Cam’ron an, der später als Mitbegründer von Dipset bekannt werden sollte. Diese frühen Verbindungen zur Hip-Hop-Szene sollten später seine Karriere prägen.

Seine Jugend war jedoch von Problemen gezeichnet. 1997 wurde er wegen Raubs verhaftet und verbrachte die nächsten acht Jahre im Gefängnis. Doch anstatt sich entmutigen zu lassen, nutzte Max B diese Zeit, um seine künstlerische Vision zu entwickeln. Unmittelbar nach seiner Entlassung 2005 stürzte er sich in die Musik und wählte den Künstlernamen Max B, kurz für Max Biggaveli – eine kreative Verschmelzung der Namen seiner Vorbilder Notorious B.I.G., Jay-Z und Tupac Shakur.

Der Aufstieg und die Mixtape-Ära

Nach seiner Freilassung 2005 verlor Max B keine Zeit. Er schloss sich Jim Jones’ ByrdGang an, einem Kollektiv, das mit der einflussreichen Dipset-Bewegung verbunden war. Bereits 2006 veröffentlichte er sein erstes Mixtape “Million Dollar Baby”, das in der Underground-Szene für Aufsehen sorgte. Es folgten zahlreiche weitere Mixtapes der “Public Domain”-Reihe, die seine unverwechselbare Handschrift trugen: melodische Hooks, ein verschleppter Flow und atmosphärische Beats, die eine ganz eigene Stimmung erzeugten.

Max B entwickelte einen Sound, der später als “wavy” bekannt werden sollte – ein Begriff, den er selbst populär machte und der heute fest im Hip-Hop-Vokabular verankert ist. Seine Fähigkeit, Rap und Gesang zu verschmelzen, war seiner Zeit voraus und beeinflusste zahlreiche Künstler der nachfolgenden Generation. Mixtapes wie “Public Domain 2: Rise of the Silver Surfer” (2007), “Million Dollar Baby 2” (2008) und “Wavie Crockett” (2008) festigten seinen Status als Underground-Legende.

Besonders bedeutsam war seine Zusammenarbeit mit French Montana. Das gemeinsame Mixtape “Coke Wave” von 2009 gilt heute als Klassiker und half beiden Künstlern, ihre Reichweite zu erweitern. Die Chemie zwischen den beiden war unverkennbar, und ihre Kollaboration sollte auch Jahre später noch Früchte tragen. Während viele Rapper im Internetradio und auf Streaming-Plattformen nach Aufmerksamkeit suchten, baute Max B seine Fanbasis durch die direkte Verbindung zu seinen Hörern auf.

Konflikte und rechtliche Probleme

Während Max B musikalisch durchstartete, holte ihn seine Vergangenheit ein. 2006 wurde er im Zusammenhang mit einem Raubüberfall in Fort Lee, New Jersey, verhaftet, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Die Anklage lautete auf Mordverschwörung, Raub und weitere schwere Vergehen. Trotz der drohenden Strafe setzte er seine musikalische Arbeit fort und veröffentlichte weiterhin Mixtapes.

2008 verließ Max B ByrdGang und gründete sein eigenes Kollektiv Gain Greene, zu dem Künstler wie Al Pac, Mak Mustard und Scarlett O’Harlem gehörten. Im selben Zeitraum eskalierte ein öffentlicher Konflikt mit Jim Jones, der sich in Diss-Tracks und Interviews manifestierte. Die Auseinandersetzung zog sich über Monate hin und sorgte für reichlich Gesprächsstoff in der Hip-Hop-Community.

Am 4. Juni 2009 wurde Max B in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu einer drakonischen Strafe von 75 Jahren Gefängnis verurteilt. Die früheste Möglichkeit auf Bewährung sollte erst 2042 bestehen. Für viele Fans schien dies das Ende seiner Karriere zu bedeuten. Doch Max B ließ sich nicht unterkriegen. Auch aus dem Gefängnis heraus blieb er musikalisch aktiv und veröffentlichte Material, das er vor seiner Inhaftierung aufgenommen hatte.

Musik hinter Gittern

Trotz seiner Inhaftierung gelang es Max B, relevant zu bleiben. Am 22. März 2011 erschien sein offizielles Studioalbum “Vigilante Season”, das sich in den Charts platzieren konnte – Platz 200 der Billboard 200, Platz 44 der US R&B/Hip-Hop Albums und Platz 22 der Rap-Alben. Dies war eine bemerkenswerte Leistung für einen inhaftierten Künstler und bewies die Loyalität seiner Fanbasis.

In den folgenden Jahren arbeiteten Freunde und Kollaborationspartner daran, seine Musik am Leben zu erhalten. 2017 kam der Durchbruch im Mainstream: “A Lie”, ein Song von French Montana featuring The Weeknd und Max B, erreichte Platz 75 der Billboard Hot 100. Der Track zeigte Max B’ charakteristischen wavy Sound einem breiteren Publikum und erinnerte die Musikwelt daran, welchen Einfluss er hatte.

2016 gab es einen Hoffnungsschimmer, als sein Fall neu verhandelt wurde. Max B akzeptierte einen Deal und bekannte sich der schweren Totschlags schuldig, was seine Strafe erheblich verkürzte. 2019 erschien die EP “House Money”, gefolgt von der EP “Charly” im Jahr 2020. Am 19. November 2021 veröffentlichte er sein zweites Studioalbum “Negro Spirituals”, das zwar keine großen Chart-Erfolge verzeichnete, aber von Kritikern und Fans gleichermaßen geschätzt wurde.

Die Rückkehr der Legende

Am 9. November 2025, nach 16 Jahren Haft, wurde Max B endlich freigelassen. Die Rap-Community feierte seine Rückkehr enthusiastisch. Innerhalb kürzester Zeit begann er, neue Musik zu veröffentlichen und an Projekten zu arbeiten. Er kündigte “Public Domain 7: The First Purge (Patient Zero)” an, eine Fortsetzung seiner legendären Mixtape-Reihe, die seine Fans seit Jahren erwartet hatten.

Seine Freilassung markierte nicht nur ein persönliches Comeback, sondern auch eine Bestätigung seines bleibenden Einflusses auf die Hip-Hop-Kultur. Zahlreiche moderne Rapper nennen Max B als wichtige Inspiration, besonders im Hinblick auf die Verschmelzung von Rap und melodischem Gesang. Der “Wave”-Sound, den er popularisierte, ist heute ein fester Bestandteil des zeitgenössischen Hip-Hop.

2023 erhielt Max B seine erste RIAA-Zertifizierung: Der Song “Once in a While” mit French Montana aus dem Jahr 2013 wurde mit Gold ausgezeichnet. Dies war eine späte, aber verdiente Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen. Heute ist Max B wieder aktiv in der Szene präsent, gibt Interviews und arbeitet an neuer Musik. Seine Geschichte ist eine von Durchhaltevermögen, Talent und der unerschütterlichen Verbindung zwischen einem Künstler und seinen Fans – eine Verbindung, die selbst Gefängnismauern nicht brechen konnten.

Songs von Max B im Radio

Konzerte von Max B

Wir konnten leider keine Konzerte von Max B finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM