Greg Kihn – Steckbrief, Songs & Konzerte

today01.03.2026

Hintergrund
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Greg Kihn war ein amerikanischer Rockmusiker, der vor allem in den frühen 1980er Jahren mit der Greg Kihn Band große Erfolge feierte. Mit eingängigen Power-Pop-Songs wie “Jeopardy” und “The Breakup Song” eroberte er die Charts und wurde zu einem festen Bestandteil der US-Rockszene. Nach seiner aktiven Musikkarriere machte er sich auch als Radiomoderator und Romanautor einen Namen.

Künstlername Greg Kihn
Bürgerlicher Name Gregory Stanley Kihn
Genre Rock, Pop Rock, Power Pop
Größter Hit Jeopardy
Geburtsdatum 10. Juli 1949
Geburtsort Baltimore, Maryland, USA
Wohnort San Francisco Bay Area, Kalifornien
Todesdatum 13. August 2024
Sterbeort San Francisco Bay Area, Kalifornien
Staatsangehörigkeit US-amerikanisch
Sternzeichen Krebs
Markenzeichen Wortspiele mit seinem Namen in Albumtiteln

Die Anfänge in Baltimore und der Weg nach Kalifornien

Webradio Steckbrief - Greg Kihn

Gregory Stanley Kihn wurde am 10. Juli 1949 in Baltimore, Maryland, geboren. Seine Eltern Stanley J. Kihn und Jane Gregorek stammten aus einer polnischen Familie, was Greg zeitlebens mit Stolz erfüllte. Schon als Teenager entdeckte er seine Leidenschaft für Musik, als er 1964 die Beatles in der Ed Sullivan Show sah. Dieses Erlebnis sollte sein Leben verändern und ihn dazu inspirieren, selbst zur Gitarre zu greifen. In seiner Jugend übte er stundenlang, um die Akkorde und Melodien seiner Idole nachzuspielen.

Mitte der 1970er Jahre, genauer gesagt um 1974, wagte Greg den großen Schritt und zog nach Kalifornien, genauer in die San Francisco Bay Area. Berkeley wurde zu seiner neuen Heimat, wo er sich in die dortige Musikszene stürzte. Die ersten Jahre waren nicht einfach: Er arbeitete in einem Plattenladen, verdiente sich als Hausmaler etwas dazu und trat in kleinen Coffee Houses auf. Diese Zeit prägte ihn musikalisch und half ihm, seinen eigenen Sound zu entwickeln. Die Bay Area bot ihm die perfekte Umgebung, um sich künstlerisch zu entfalten und Kontakte zu knüpfen.

Der Durchbruch mit Beserkley Records

Das Jahr 1976 markierte einen Wendepunkt in Greg Kihns Karriere. Er unterschrieb bei Beserkley Records, einem Independent-Label, das für seinen melodischen Pop-Rock mit 60er-Jahre-Einflüssen bekannt war. Dort fand er ein musikalisches Zuhause und gründete die Greg Kihn Band. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Steve Wright am Bass, Larry Lynch am Schlagzeug und Robbie Dunbar an der Gitarre, wobei Greg selbst Lead-Vocals und Rhythmusgitarre übernahm. Später kamen weitere Musiker hinzu, darunter Keyboarder Gary Phillips und verschiedene Lead-Gitarristen.

Sein selbstbetiteltes Debütalbum erschien noch im selben Jahr und legte den Grundstein für eine bemerkenswerte Diskografie. In den folgenden Jahren veröffentlichte die Band regelmäßig Alben wie “Greg Kihn Again” (1977), “Next of Kihn” (1978) und “With the Naked Eye” (1979). Die Wortspiele mit seinem Nachnamen wurden zu einem charakteristischen Markenzeichen, das sich durch seine gesamte Karriere zog. Diese cleveren Titel wie “RocKihnRoll”, “Kihntinued” und “Kihnspiracy” zeigten seinen Sinn für Humor und halfen dabei, seine Alben unverwechselbar zu machen.

Die späten 70er Jahre waren geprägt von intensivem Touren und dem Aufbau einer treuen Fanbasis. Obwohl die kommerziellen Erfolge zunächst ausblieben, entwickelte sich um Greg Kihn ein kultartiger Status. Seine energiegeladenen Live-Auftritte und die eingängigen Melodien seiner Songs sprachen vor allem ein Publikum an, das melodischen Rock mit Pop-Sensibilität schätzte.

Die goldenen Jahre und der Weg in die Charts

Der kommerzielle Durchbruch kam zu Beginn der 1980er Jahre. Mit dem Album “RocKihnRoll” von 1981 gelang Greg Kihn sein erster großer Hit: “The Breakup Song (They Don’t Write ‘Em)” erreichte Platz 15 der Billboard Hot 100 und wurde zu einem Radiofavoriten. Der Song mit seinem eingängigen Refrain und der fröhlichen Melodie über das Ende einer Beziehung traf den Nerv der Zeit. Plötzlich war Greg Kihn nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern ein etablierter Name in der amerikanischen Rocklandschaft.

Doch der größte Erfolg sollte noch kommen. 1983 veröffentlichte die Band das Album “Kihnspiracy” mit der Single “Jeopardy”. Dieser Song katapultierte Greg Kihn endgültig in die erste Liga der Rockmusiker. “Jeopardy” erreichte Platz 2 der Billboard Hot 100 und wurde sogar Nummer 1 in den US Dance Charts. Das dazugehörige Musikvideo lief in Dauerschleife auf MTV und machte die Band einem noch breiteren Publikum bekannt. Die Melodie mit ihren markanten Keyboard-Linien und dem treibenden Beat wurde zu einem der definierenden Songs der frühen 80er Jahre.

Interessanterweise wurde “Jeopardy” auch von “Weird Al” Yankovic parodiert, der daraus “I Lost on Jeopardy” machte. Greg Kihn nahm dies mit Humor und hatte sogar einen Cameo-Auftritt im Parodie-Video, was seine Sympathie beim Publikum weiter steigerte. In dieser Zeit tourte die Band unermüdlich und spielte vor ausverkauften Hallen. Für viele Fans, die heute Internetradio hören und dabei auf seine Songs stoßen, ist diese Ära die definitive Greg-Kihn-Periode.

Weitere Hits und musikalische Entwicklung

Nach dem Riesenerfolg von “Jeopardy” veröffentlichte Greg Kihn weitere Alben, die unterschiedlich erfolgreich waren. 1984 erschien “Kihntagious”, gefolgt von “Citizen Kihn” im Jahr 1985. Von letzterem Album stammte die Single “Lucky”, die Platz 30 der Billboard Hot 100 erreichte. Obwohl “Lucky” nicht an den Erfolg von “Jeopardy” anknüpfen konnte, zeigte der Song Greg Kihns Fähigkeit, eingängige Pop-Rock-Melodien zu schreiben, die im Radio gut funktionierten.

Die Mitte der 80er Jahre brachte auch personelle Veränderungen mit sich. Besonders bemerkenswert war, dass der spätere Gitarrenvirtuose Joe Satriani eine Zeit lang als Lead-Gitarrist bei der Greg Kihn Band spielte, bevor er seine eigene Solo-Karriere startete. Greg wechselte auch das Label und unterschrieb bei EMI, was neue künstlerische Möglichkeiten eröffnete. Das Album “Love and Rock & Roll” von 1986 enthielt die gleichnamige Single, die jedoch nur Platz 92 erreichte.

In den folgenden Jahren wurde es ruhiger um Greg Kihn. Die musikalischen Trends änderten sich, und der melodische Power Pop der frühen 80er wurde von anderen Stilrichtungen verdrängt. Dennoch gab Greg nicht auf und veröffentlichte weiterhin Alben wie “Kihn of Hearts” (1991) und “Mutiny” (1994). Diese Werke fanden zwar nicht mehr die breite kommerzielle Aufmerksamkeit früherer Tage, wurden aber von treuen Fans geschätzt. Die Band tourte weiterhin, wenn auch in kleinerem Rahmen, und Greg blieb der Musik treu.

Neue Karrierewege: Radio und Literatur

Während seine Musikkarriere in den 90er Jahren an Fahrt verlor, entdeckte Greg Kihn neue Leidenschaften. Ab 1996 wurde er Radiomoderator bei KUFX (später KFOX) in der San Francisco Bay Area. Seine Morgenshow wurde schnell populär, denn Greg brachte nicht nur seine Musikexpertise ein, sondern auch seinen charakteristischen Humor und seine lockere Art. Bis 2012 moderierte er diese Show und wurde zu einer festen Größe im lokalen Radio. Seine Arbeit wurde so geschätzt, dass er ins Bay Area Radio Museum & Hall of Fame aufgenommen wurde.

Parallel dazu entdeckte Greg seine Liebe zum Schreiben. Er verfasste mehrere Romane, hauptsächlich im Horror- und Mystery-Genre. Sein Debütroman “Horror Show” wurde für den prestigeträchtigen Bram Stoker Award in der Kategorie “Best First Novel” nominiert. Weitere Bücher wie “Shade of Pale”, “Mojo Hand”, “Big Rock Beat”, “Rubber Soul” und “Painted Black” folgten. Die Titel zeigten oft seine Verbundenheit zur Musik, und tatsächlich drehten sich viele seiner Geschichten um Musiker und die Rockszene. Er gab auch eine Kurzgeschichtensammlung namens “Carved in Rock” heraus, zu der verschiedene bekannte Musiker beitrugen.

Diese vielseitige Karriere zeigte Greg Kihns kreative Bandbreite. Er war nicht nur Musiker, sondern auch Entertainer, Geschichtenerzähler und Kommunikator. Seine Fans schätzten diese Vielseitigkeit, und viele entdeckten seine Musik neu, als sie seine Radioshows hörten oder seine Bücher lasen. Im Jahr 2017 kehrte er noch einmal ins Studio zurück und veröffentlichte das Album “ReKihndled”, das seine musikalischen Wurzeln ehrte und bewies, dass er nach wie vor eingängige Songs schreiben konnte.

Die letzten Jahre und das Vermächtnis

Bis 2019 tourte Greg Kihn noch mit seiner Band, wobei auch sein Sohn Ry Kihn als Lead-Gitarrist dabei war. Diese familiäre Verbindung machte die späten Konzerte besonders emotional für Fans, die Greg über Jahrzehnte begleitet hatten. Doch gesundheitliche Probleme zwangen ihn schließlich, kürzer zu treten. Bei ihm wurde Alzheimer diagnostiziert, eine Krankheit, die sein Leben in den folgenden Jahren zunehmend einschränkte.

Am 13. August 2024 verstarb Greg Kihn im Alter von 75 Jahren in der San Francisco Bay Area an Komplikationen durch Alzheimer. Sein Tod löste eine Welle der Trauer in der Musikwelt aus. Viele Weggefährten, Fans und Kollegen würdigten ihn als talentierten Songwriter, charismatischen Performer und warmherzigen Menschen. Seine Songs leben weiter und werden auf zahlreichen Streaming-Plattformen und im Radio gespielt, wo neue Generationen seine Musik entdecken können.

Greg Kihns Vermächtnis ist vielschichtig. Musikalisch hinterließ er eine beeindruckende Diskografie mit über einem Dutzend Studioalben und mehreren Hit-Singles, die die Soundtracks der 80er Jahre mitprägten. Seine Fähigkeit, eingängige Melodien mit cleveren Texten zu verbinden, machte ihn zu einem Meister des Power Pop. Als Radiomoderator brachte er seine Liebe zur Musik einem breiten Publikum näher, und als Autor bewies er, dass seine Kreativität keine Grenzen kannte. Für alle, die seine Musik heute im Webradio oder auf anderen Plattformen hören, bleibt Greg Kihn ein Künstler, der mit Leidenschaft, Humor und handwerklichem Können seine Spuren in der Rockgeschichte hinterlassen hat.

Songs von Greg Kihn im Radio

Konzerte von Greg Kihn

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Geschrieben von: RadioMonster.FM