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today01.03.2026
The Alarm waren eine walisische Rockband, die in den 1980er Jahren mit energiegeladenen Hymnen und politisch engagierten Texten die Alternative-Rock-Szene prägte. Gegründet 1981 in Rhyl, Nordwales, gelang der Gruppe mit Songs wie „Sixty Eight Guns” und „Rain in the Summertime” der internationale Durchbruch. Frontmann Mike Peters führte die Band trotz schwerer Krankheit über Jahrzehnte fort und wurde zur Ikone für Durchhaltevermögen und soziales Engagement.
| Künstlername | The Alarm |
| Mitglieder | Mike Peters, Dave Sharp, Eddie MacDonald, Nigel Twist |
| Genre | Alternative Rock, New Wave, Post-Punk |
| Größter Hit | Sixty Eight Guns |
| Gründungsjahr | 1981 |
| Auflösungsjahr | 1991 (Reaktivierung ab 2000) |
| Land | Wales, Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Hymnenhafte Rockstücke, intensive Live-Performance, walisische Identität |
Die Geschichte von The Alarm begann Ende der 1970er Jahre in den kleinen walisischen Küstenstädten Rhyl und Prestatyn. Mike Peters, Eddie MacDonald und Nigel Twist spielten bereits in verschiedenen Vorläuferbands zusammen, darunter The Toilets, Quasimodo und Seventeen. Diese frühen Formationen experimentierten mit Punk und New Wave, fanden aber noch nicht ihren charakteristischen Sound. Als Dave Sharp zur Gruppe stieß, kristallisierte sich die klassische Besetzung heraus, die 1981 offiziell den Namen The Alarm annahm. Der Bandname sollte Programm werden – ein Weckruf, eine Warnung, ein Signal zum Aufbruch. Die vier Musiker teilten nicht nur die Leidenschaft für energiegeladenen Rock, sondern auch ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihre walisische Herkunft und soziale Themen. In einer Zeit, in der Großbritannien von Arbeitslosigkeit und politischen Spannungen geprägt war, wollten The Alarm mehr sein als nur eine weitere Rockband. Sie verstanden ihre Musik als Sprachrohr für eine Generation, die nach Orientierung suchte.
Der kommerzielle Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten. 1983 veröffentlichten The Alarm die Single „Sixty Eight Guns”, die Platz 17 der britischen Charts erreichte und bis heute als ihr größter Hit gilt. Der Song kombinierte eingängige Melodien mit einem dringlichen, fast militärischen Rhythmus und textlich verschlüsselten Botschaften über Widerstand und Hoffnung. Der Erfolg öffnete Türen zu größeren Bühnen – die Band tourte als Support für U2 und Bob Dylan, zwei Künstler, die Peters und seine Mitstreiter stark beeinflusst hatten. Das Debütalbum „Declaration” erschien 1984 und kletterte auf Platz 6 der UK-Charts. Es etablierte The Alarm als ernstzunehmende Kraft im Alternative Rock und zeigte ihre Bandbreite zwischen hymnenhaften Rocknummern und nachdenklichen Balladen. Ein Jahr später folgte „Strength”, das den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzte. Die Band füllte mittlerweile große Hallen und wurde besonders in den USA zu einem Geheimtipp in der College-Radio-Szene. Ihr Sound wurde oft mit U2 verglichen, doch The Alarm hatten eine rauere, erdverbundenere Note, die sie unverwechselbar machte. Auf Streaming-Plattformen und im Internetradio finden sich ihre Songs bis heute in zahlreichen Playlists der 80er-Jahre-Klassiker.
1987 markierte einen weiteren Höhepunkt in der Bandgeschichte. Mit dem Album „Eye of the Hurricane” und der Single „Rain in the Summertime” gelang The Alarm ein internationaler Hit, der besonders in den USA erfolgreich war. Der Song erreichte Platz 18 in Großbritannien und Platz 71 in den Billboard Hot 100, schaffte es aber bis auf Platz 6 der US Album Rock Tracks. Die Mischung aus melancholischer Melodie und hoffnungsvollem Text traf den Nerv der Zeit und wurde zu einem Sommerhit, der die Band einem noch breiteren Publikum bekannt machte. Das Album selbst zeigte The Alarm auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Schaffenskraft – ausgereifter in der Produktion, aber ohne die rohe Energie ihrer frühen Jahre zu verlieren. 1989 erschien „Change”, ein Album, das die Band noch stärker mit ihren walisischen Wurzeln verband. Eine komplette walisischsprachige Version namens „Newid” wurde parallel veröffentlicht, ein mutiger Schritt, der ihre kulturelle Identität unterstrich. Die Single „Sold Me Down the River” wurde besonders in den amerikanischen Rock-Charts ein großer Erfolg und bewies, dass The Alarm auch jenseits des Atlantiks eine treue Fangemeinde aufgebaut hatten.
Trotz aller Erfolge zeigten sich gegen Ende der 1980er Jahre erste Risse in der Bandstruktur. Das letzte Album mit der Originalbesetzung, „Raw”, erschien 1991 und klang bereits wie ein Abschied. Kurz darauf löste sich The Alarm auf, und die Mitglieder gingen getrennte Wege. Mike Peters startete eine Solokarriere und tourte mit verschiedenen Projekten, darunter auch mit Big Country. Doch das Schicksal hatte härtere Prüfungen für ihn bereit. 1995 wurde bei Peters ein Lymphom diagnostiziert, später folgten weitere Krebserkrankungen, darunter chronische lymphatische Leukämie und das seltene Richter-Syndrom. Statt aufzugeben, machte Peters seinen Kampf gegen die Krankheit zu einem Teil seiner Mission. Er gründete die Love Hope Strength Foundation, eine Organisation zur Unterstützung von Blutkrebspatienten und zur Förderung von Stammzellenspenden. Im Jahr 2000 reaktivierte er The Alarm mit neuen Musikern, oft unter dem Namen The Alarm MM++, wobei die Buchstaben und Zahlen für das jeweilige Jahr standen. Die Band tourte weiter, veröffentlichte neue Alben und hielt die Flamme am Leben, auch wenn die Originalbesetzung nie wieder zusammenkam.
Mike Peters’ unermüdlicher Einsatz für seine Musik und seine Wohltätigkeitsarbeit wurde 2019 mit dem MBE (Member of the Order of the British Empire) gewürdigt. Bis zu seinem Tod am 29. April 2025 in Dyserth, Nordwales, im Alter von 66 Jahren blieb er aktiv und inspirierte Fans weltweit mit seiner Lebensgeschichte. The Alarm verkauften über fünf Millionen Tonträger weltweit und hinterließen ein beeindruckendes musikalisches Erbe. Ihre Songs werden bis heute im Radio und auf Online-Plattformen gespielt, wo neue Generationen die Energie und Botschaft ihrer Musik entdecken. Die Band prägte eine Ära, in der Rock noch als Medium für soziale und politische Aussagen verstanden wurde, und ihre hymnenhafte Herangehensweise beeinflusste zahlreiche nachfolgende Künstler. Dave Sharp, Eddie MacDonald und Nigel Twist verfolgten nach der Auflösung eigene Projekte, doch keiner erreichte den Erfolg der gemeinsamen Jahre. The Alarm bleiben ein Symbol für Durchhaltevermögen, kulturelle Identität und die Kraft der Musik, Menschen in schweren Zeiten zusammenzubringen. Ihr Markenzeichen – die Verbindung von eingängigen Melodien mit tiefgründigen Texten und einer mitreißenden Live-Performance – macht sie zu einer der prägendsten Bands der britischen Alternative-Rock-Szene der 1980er Jahre.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Alarm finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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