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today01.03.2026
Ray Parker Jr. ist eine Legende des R&B, Soul und Funk, der in den späten 1970ern und 1980ern mit seiner Band Raydio und als Solokünstler große Erfolge feierte. Sein weltweiter Durchbruch gelang ihm 1984 mit dem ikonischen Song “Ghostbusters”, doch bereits zuvor hatte er mit Hits wie “The Other Woman” die Charts erobert. Der in Detroit geborene Multi-Instrumentalist, Songwriter und Produzent prägte mit seinem Sound eine ganze Ära.
| Künstlername | Ray Parker Jr. |
| Bürgerlicher Name | Ray Erskine Parker Jr. |
| Genre | R&B, Soul, Funk, Pop |
| Größter Hit | Ghostbusters |
| Geburtsdatum | 1. Mai 1954 |
| Geburtsort | Detroit, Michigan, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Stier |
Ray Parker Jr. wuchs in der Musikmetropole Detroit auf, wo er bereits im Alter von sechs Jahren begann, Klarinette zu spielen. Die Stadt, die für ihren legendären Motown-Sound bekannt war, bot dem jungen Musiker die perfekte Umgebung, um sein Talent zu entwickeln. Er besuchte die Cass Technical High School und später die Northwestern High School, wo er 1971 seinen Abschluss machte. Anschließend schrieb er sich am Lawrence Institute of Technology ein, doch die Musik hatte ihn längst in ihren Bann gezogen. Schon als Teenager spielte Parker in lokalen Clubs wie dem 20 Grand Club und sammelte erste Erfahrungen als Studiomusiker. Diese frühen Jahre legten den Grundstein für eine beeindruckende Karriere, die ihn zu einem der gefragtesten Session-Gitarristen seiner Zeit machen sollte.
Mitte der 1960er Jahre begann Ray Parker Jr. intensiv als Session-Musiker zu arbeiten. Seine Vielseitigkeit als Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger machte ihn zu einem begehrten Studiomusiker bei Labels wie Holland-Dozier-Holland und Invictus-Hot Wax. Er arbeitete mit einigen der größten Namen der Musikgeschichte zusammen, darunter Marvin Gaye, Stevie Wonder, Barry White und dessen Love Unlimited Orchestra. Besonders bemerkenswert war seine Teilnahme an Stevie Wonders Tour 1972, die gemeinsam mit den Rolling Stones stattfand. Diese Erfahrungen prägten seinen musikalischen Stil und verschafften ihm wertvolle Kontakte in der Branche. Parker trug zu zahlreichen Hit-Aufnahmen bei und entwickelte dabei ein feines Gespür für eingängige Melodien und groovende Rhythmen. Seine Arbeit mit Aretha Franklin, Tina Turner, Gladys Knight & the Pips und Herbie Hancock zeugt von seiner außergewöhnlichen Bandbreite. Während dieser Zeit schrieb er auch Songs für andere Künstler, darunter “You Got the Love” für Rufus & Chaka Khan, das 1974 Platz 1 der R&B-Charts erreichte.
1977 gründete Ray Parker Jr. die Band Raydio, mit der er seinen eigenen Sound entwickeln konnte. Zusammen mit Vincent Bonham, Jerry Knight und Arnell Carmichael schuf er eine Mischung aus R&B, Funk und Disco, die perfekt in die Zeit passte. Der erste große Hit ließ nicht lange auf sich warten: “Jack and Jill” erreichte 1978 Platz 8 der Billboard Hot 100 und wurde mit Gold ausgezeichnet. Die Band etablierte sich schnell als feste Größe in den Charts und legte mit “You Can’t Change That” (1979, Platz 9) und “A Woman Needs Love (Just Like You Do)” (1981, Platz 4 Pop, Platz 1 R&B) weitere Erfolge nach. Besonders letzterer Song zeigte Parkers Fähigkeit, emotionale Balladen mit tanzbaren Rhythmen zu verbinden. Ab 1980 trat die Gruppe zunehmend als Ray Parker Jr. & Raydio auf, was die zentrale Rolle des Frontmanns unterstrich. Nach vier erfolgreichen Alben löste sich Raydio 1981 auf, und Parker konzentrierte sich auf seine Solokarriere. Die Zeit mit Raydio hatte ihm nicht nur kommerzielle Erfolge beschert, sondern auch seine Position als eigenständiger Künstler gefestigt.
Mit dem Beginn seiner Solokarriere 1982 bewies Ray Parker Jr., dass er auch ohne Band erfolgreich sein konnte. Sein Debütalbum “The Other Woman” wurde zu einem großen Erfolg, angeführt von der gleichnamigen Single, die Platz 4 der Billboard Hot 100 erreichte und in Australien sogar die Spitzenposition eroberte. Der Song, der von einer heimlichen Affäre erzählt, bestach durch seine eingängige Melodie und Parkers geschmeidige Vocals. Zwei aufwendige Musikvideos wurden für den Hit produziert, was in der damals noch jungen MTV-Ära ungewöhnlich war. Weitere Singles wie “Let Me Go” und “Bad Boy” folgten und festigten seinen Status als Solokünstler. Das Album “Woman Out of Control” von 1983 brachte mit “I Still Can’t Get Over Loving You” einen weiteren Top-15-Hit hervor. Parker hatte sich erfolgreich vom Bandkontext gelöst und präsentierte sich als vielseitiger Künstler, der sowohl tanzbare Funk-Nummern als auch gefühlvolle Balladen beherrschte. Seine Musik lief regelmäßig im Radio und erreichte ein breites Publikum, das seine Mischung aus Soul, Funk und Pop zu schätzen wusste.
1984 erreichte Ray Parker Jr. mit “Ghostbusters” den absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Der Titelsong zur gleichnamigen Komödie wurde zu einem weltweiten Phänomen und erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100 sowie der R&B-Charts. Das Musikvideo, in dem zahlreiche Prominente Cameo-Auftritte hatten, lief in Dauerschleife auf MTV und machte den Song zu einem kulturellen Ereignis. Die eingängige Melodie und der unverwechselbare Refrain “Who you gonna call?” wurden zu einem festen Bestandteil der Popkultur. Für den Song erhielt Parker eine Oscar-Nominierung für den besten Filmsong sowie eine Golden-Globe-Nominierung. Obwohl er den Oscar nicht gewann, erhielt er einen Grammy Award für die beste Pop-Instrumentaldarbietung. Der kommerzielle Erfolg war überwältigend, und der Song verkaufte sich millionenfach. Allerdings führte der Erfolg auch zu einem Rechtsstreit mit Huey Lewis, der behauptete, der Song klinge zu ähnlich wie sein Hit “I Want a New Drug”. Der Fall wurde außergerichtlich beigelegt. Trotz dieser Kontroverse bleibt “Ghostbusters” Ray Parker Jr.s bekanntester Song und ein Klassiker der 1980er Jahre, der bis heute in Streaming-Diensten und im Internetradio gespielt wird.
Nach dem überwältigenden Erfolg von “Ghostbusters” veröffentlichte Ray Parker Jr. weiterhin Alben, darunter “Sex and the Single Man” (1985) und “After Dark” (1987). Hits wie “Jamie” (1984, Platz 14) und “Girls Are More Fun” (1985) zeigten, dass er weiterhin qualitativ hochwertige Musik produzieren konnte. Der Song “I Don’t Think That Man Should Sleep Alone” (1987) erreichte in Großbritannien sogar die Top 15, während er in den USA weniger erfolgreich war. In den 1990er Jahren nahm die kommerzielle Sichtbarkeit ab, doch Parker blieb der Musik treu. 1991 erschien “I Love You Like You Are”, und 2006 veröffentlichte er mit “I’m Free” sein bislang letztes Studioalbum. Neben seiner eigenen Musik arbeitete er weiterhin als Songwriter und Produzent für andere Künstler. 2014 wurde ihm die besondere Ehre zuteil, einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame zu erhalten – eine Anerkennung für sein Lebenswerk. 2022 nahm er an der US-Show “The Masked Singer” teil und bewies, dass er auch im hohen Alter noch präsent ist. Ray Parker Jr.s Einfluss auf die Musikwelt geht weit über seine Chart-Erfolge hinaus. Als Multi-Instrumentalist, Songwriter und Produzent hat er Generationen von Musikern inspiriert. Seine Songs werden bis heute gesampelt, gecovert und in Kompilationen aufgenommen. Der Detroit-Sound, den er in sich trägt, und seine Fähigkeit, verschiedene Genres zu verschmelzen, machen ihn zu einer einzigartigen Figur in der Musikgeschichte. Ob im Webradio, auf Streaming-Plattformen oder in Filmen – Ray Parker Jr.s Musik bleibt zeitlos und erinnert an eine Ära, in der R&B, Funk und Pop perfekt miteinander verschmolzen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Ray Parker Junior finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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