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today01.03.2026
Paul Davis war ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter, der vor allem in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren mit gefühlvollen Soft-Rock-Balladen große Erfolge feierte. Sein größter Hit „’65 Love Affair” erreichte 1982 Platz 6 der US-Charts und wurde zu einem nostalgischen Klassiker. Neben seiner Karriere als Interpret machte er sich auch als erfolgreicher Country-Songwriter einen Namen.
| Künstlername | Paul Davis |
| Bürgerlicher Name | Paul Lavon Davis |
| Genre | Soft Rock, Pop Rock, Blue-eyed Soul, Country-Pop |
| Größter Hit | ’65 Love Affair |
| Geburtsdatum | 21. April 1948 |
| Geburtsort | Meridian, Mississippi, USA |
| Wohnort | Meridian, Mississippi |
| Todesdatum | 22. April 2008 |
| Sterbeort | Meridian, Mississippi, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Stier |
| Markenzeichen | Warme, emotionale Stimme; nostalgische Themen |

Paul Lavon Davis wurde am 21. April 1948 in Meridian, Mississippi geboren und wuchs in einem religiösen Elternhaus auf – sein Vater war Prediger. Schon früh entdeckte der junge Paul seine Leidenschaft für Musik und brachte sich das Klavierspielen selbst bei. Die musikalische Atmosphäre des Südens, geprägt von Gospel, Soul und Country, sollte seinen späteren Stil maßgeblich beeinflussen. In seiner Jugend spielte er bereits in lokalen Bands wie den Six Soul Survivors und später bei The Endless Chain, wo er erste Bühnenerfahrungen sammelte.
Ende der 1960er Jahre entschied sich Davis, die Musik professionell zu verfolgen. 1968 begann er als Songwriter beim Label Malaco Records zu arbeiten, das vor allem für seine Soul- und Blues-Produktionen bekannt war. Sein Talent als Komponist fiel schnell auf, und schon ein Jahr später holte ihn Ilene Berns zu Bang Records, wo seine eigentliche Karriere als Soloartist beginnen sollte.
1970 veröffentlichte Paul Davis seine erste Single und sein Debütalbum „A Little Bit of Paul Davis”. Die Single „A Little Bit of Soap” erreichte immerhin Platz 52 der US-Charts und machte erste Radiostationen auf den talentierten Newcomer aufmerksam. In den folgenden Jahren arbeitete er kontinuierlich an seiner Karriere und veröffentlichte weitere Alben wie „Paul Davis” (1972) und „Ride ‘Em Cowboy” (1974). Letzteres brachte ihm mit der gleichnamigen Single seinen ersten größeren Erfolg ein – der Song kletterte auf Platz 23 der Pop-Charts und sogar auf Platz 4 der Country-Charts.
Der wirkliche Durchbruch gelang Davis jedoch 1977 mit „I Go Crazy”. Der Song erreichte Platz 7 der Billboard Hot 100 und stellte einen bemerkenswerten Rekord auf: Er hielt sich unglaubliche 40 Wochen in den Charts – damals die längste Verweildauer eines Songs überhaupt. Diese Ballade mit ihrer emotionalen Tiefe und Davis’ warmer, ausdrucksstarker Stimme wurde zu seinem Markenzeichen und öffnete ihm die Türen zu einer breiteren Hörerschaft. Wer damals Internetradio gehört hätte, wäre diesem Song kaum entkommen – so präsent war er in der Radiowelt jener Zeit.
Anfang der 1980er Jahre wechselte Paul Davis zu Arista Records, was sich als goldener Schachzug erweisen sollte. Dort entstanden seine größten kommerziellen Erfolge. 1980 kam „Do Right” heraus, das Platz 23 der Pop-Charts und Platz 4 der Adult Contemporary Charts erreichte. Ein Jahr später folgte das Album „Cool Night”, das seinen erfolgreichsten Titel hervorbrachte: Die gleichnamige Single „Cool Night” stieg bis auf Platz 11 und wurde zu einem der meistgespielten Songs im Radio.
Den absoluten Höhepunkt seiner Karriere erreichte Davis 1982 mit „’65 Love Affair“. Diese nostalgische Hymne an die Jugendliebe und die unbeschwerten Tage der Teenager-Jahre traf den Nerv einer ganzen Generation. Der Song kletterte auf Platz 6 der Billboard Hot 100 und wurde zu seinem größten Hit. Mit seinen Anspielungen auf Drive-ins, Doo-Wop und erste Romanzen versprühte er einen Charme, der bis heute in vielen Streaming-Diensten und Oldiesendungen nachhallt. Interessanterweise stand Davis selbst dem Song ambivalent gegenüber – er bezeichnete ihn als „Bubblegum” und fühlte sich teilweise von der kommerziellen Ausrichtung des Labels fremdbestimmt.
Ab Mitte der 1980er Jahre zog sich Paul Davis zunehmend aus dem Rampenlicht zurück und konzentrierte sich auf das Songwriting, insbesondere im Country-Bereich. Hier sollte er noch einmal große Erfolge feiern, allerdings hinter den Kulissen. Er schrieb oder ko-schrieb mehrere Nummer-eins-Hits für andere Künstler, darunter „Meet Me in Montana” für Dan Seals und Marie Osmond (1985) sowie „Bop” für Dan Seals (1986). Auch „You’re Still New to Me”, das er mit Marie Osmond aufnahm, erreichte 1986 die Spitze der Country-Charts.
1988 hatte Davis mit „I Won’t Take Less Than Your Love”, einem Duett mit Tanya Tucker und Paul Overstreet, erneut einen Nummer-eins-Hit in den Country-Charts. Im selben Jahr beendete er jedoch seine aktive Karriere als Performer. Diese Entscheidung mag auch mit einem traumatischen Ereignis zusammenhängen: 1986 wurde Davis bei einem Raubüberfall in Nashville angeschossen und schwer verletzt. Obwohl er überlebte, hinterließ dieser Vorfall tiefe Spuren.
Nach seinem Rückzug aus dem Musikgeschäft kehrte Paul Davis in seine Heimatstadt Meridian zurück, wo er ein zurückgezogenes Leben führte. Seine Musik blieb jedoch präsent – seine Songs wurden weiterhin im Radio gespielt und von anderen Künstlern gecovert. Sein Einfluss auf die Soft-Rock- und Country-Szene war unbestritten, auch wenn er selbst nie zu den ganz großen Showbiz-Persönlichkeiten gehörte. Davis bevorzugte die Rolle des introspektiven Songwriters, dessen Stärke in der emotionalen Tiefe seiner Kompositionen lag.
Am 22. April 2008, nur einen Tag nach seinem 60. Geburtstag, verstarb Paul Davis in Meridian an einem Herzinfarkt. Sein Tod markierte das Ende einer bemerkenswerten Karriere, die von bescheidenen Anfängen in Mississippi bis zu Chart-Erfolgen und Anerkennung als Songwriter reichte. Posthum wurde er in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen – eine verdiente Würdigung für einen Künstler, der Generationen von Hörern mit seinen gefühlvollen Melodien berührt hat. Heute lebt seine Musik weiter, nicht nur in Oldiesendern und auf Streaming-Plattformen, sondern auch in den Herzen all jener, die seine zeitlosen Balladen schätzen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Paul Davis finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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