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today01.03.2026
Henry Lee Summer, geboren als Henry Lee Swartz, ist ein amerikanischer Rocksänger und Multiinstrumentalist aus Indiana, der Ende der 1980er Jahre mit seinem energiegeladenen Rock-Sound große Erfolge feierte. Sein größter Hit “I Wish I Had a Girl” erreichte Platz 1 der US Mainstream Rock Charts und machte ihn zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Rockszene. Mit seiner Mischung aus Heartland Rock und eingängigen Pop-Melodien tourte er an der Seite von Größen wie Stevie Ray Vaughan und den Doobie Brothers.
| Künstlername | Henry Lee Summer |
| Bürgerlicher Name | Henry Lee Swartz |
| Genre | Rock, Heartland Rock, Southern Rock |
| Größter Hit | I Wish I Had a Girl |
| Geburtsdatum | 5. Juli 1955 |
| Geburtsort | Brazil, Indiana, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Krebs |

Henry Lee Summer wurde am 5. Juli 1955 als Henry Lee Swartz in der kleinen Stadt Brazil im Bundesstaat Indiana geboren. Als junger Mann war er ein talentierter Basketballspieler und erhielt sogar ein Sportstipendium, das ihm den Weg zu einer akademischen Karriere hätte ebnen können. Doch die Leidenschaft zur Musik war stärker. Summer entschied sich, den sicheren Weg des Sports aufzugeben und seiner wahren Berufung zu folgen.
Seine musikalische Reise begann mit Gesang und Schlagzeug, später brachte er sich autodidaktisch Gitarre und Keyboard bei. Diese Vielseitigkeit sollte zu einem seiner Markenzeichen werden. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren tingelte er durch die Clubs und kleinen Venues im Mittleren Westen und Süden der USA, spielte unzählige Shows und verfeinerte seinen Sound. Diese Jahre des Tourens und der harten Arbeit legten das Fundament für seinen späteren Erfolg.
Bevor Henry Lee Summer bei einem Major-Label landete, ging er seinen eigenen Weg. Er gründete sein eigenes Independent-Label namens Majestic Records und veröffentlichte darüber seine ersten Alben. 1984 erschien “Stay with Me”, gefolgt von “Time for Big Fun” im Jahr 1985. Auf letzterem Album war bereits eine erste Version von “I Wish I Had a Girl” zu hören – ein Song, der sein Leben verändern sollte.
Die Eigenständigkeit und der unermüdliche Einsatz zahlten sich aus. 1987 wurde Epic Records, ein Teil von CBS, auf den talentierten Musiker aus Indiana aufmerksam und bot ihm einen Plattenvertrag an. Dies war der Wendepunkt in Summers Karriere. Mit der Unterstützung eines Major-Labels konnte er seine Musik einem wesentlich breiteren Publikum präsentieren und professionellere Produktionen realisieren.
1988 veröffentlichte Henry Lee Summer sein selbstbetiteltes Album bei Epic Records, und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Die überarbeitete Version von “I Wish I Had a Girl” eroberte die Charts im Sturm und erreichte Platz 1 der US Mainstream Rock Charts sowie Platz 20 in den Billboard Hot 100. Der Song wurde zu seinem Signature-Hit und läuft noch heute regelmäßig auf Radiostationen und im Streaming-Bereich.
Das Album brachte weitere erfolgreiche Singles hervor, darunter “Darlin’ Danielle Don’t”, das Platz 57 der Hot 100 und Platz 9 der Rock Charts erreichte, sowie “Hands on the Radio”. Der Erfolg setzte sich 1989 mit dem Album “I’ve Got Everything” fort, das innerhalb der ersten sechs Monate über 400.000 Exemplare verkaufte. Die Single “Hey Baby” kletterte auf Platz 18 der Hot 100 und Platz 6 der Mainstream Rock Charts. Summer war zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Rocklandschaft geworden.
Sein Sound – eine Mischung aus eingängigen Rock-Melodien, souligen Gesangseinflüssen und melodischen Hooks – machte ihn zum perfekten Kandidaten für Radioprogramme und Internetradio-Playlists. Die Songs waren radiotauglich, energiegeladen und hatten genau die richtige Balance zwischen Rockattitüde und Pop-Appeal.
Henry Lee Summer war nicht nur im Studio erfolgreich, sondern auch auf der Bühne eine Macht. Seine energetischen Live-Shows führten ihn quer durch die USA, und er teilte sich die Bühne mit einigen der größten Namen der Rockgeschichte. Er tourte mit Stevie Ray Vaughan, The Doobie Brothers, Chicago, Don Henley, Cheap Trick, Eddie Money und Richard Marx. Diese Tourneen festigten seinen Ruf als erstklassiger Live-Performer.
1990 trat er bei Farm Aid 4 auf, einem der bedeutendsten Benefizkonzerte für amerikanische Farmer. Solche Auftritte zeigten nicht nur sein musikalisches Können, sondern auch sein Engagement für soziale Anliegen. Seine Musik fand auch den Weg in zahlreiche Film-Soundtracks, darunter “Iron Eagle II”, “Twins”, “Queens Logic” und “Striking Distance”, was seine Reichweite noch weiter vergrößerte.
Nach den erfolgreichen Jahren Ende der 1980er und Anfang der 1990er veröffentlichte Summer weiterhin Alben. 1991 erschien “Way Past Midnight” mit Songs wie “Till Somebody Loves You” und “Turn It Up”, gefolgt von “Slamdunk” im Jahr 1993. Doch der kommerzielle Erfolg ließ allmählich nach, wie es bei vielen Künstlern der Fall ist, wenn sich musikalische Trends ändern.
In den späteren Jahren kehrte Summer zu seinen Independent-Wurzeln zurück. 1999 veröffentlichte er “Smoke and Mirrors” sowie ein Live-Album, 2001 folgte “Big Drum” als selbst veröffentlichtes Werk. Diese Alben zeigten einen gereifteren, eigenständigeren Künstler, der sich nicht mehr dem Druck der Major-Labels beugen musste.
Allerdings blieben auch persönliche Schwierigkeiten nicht aus. In den 2000er Jahren hatte Summer mehrere rechtliche Probleme, darunter Vorfälle im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen. Diese führten zu Bewährungsstrafen und Rehabilitationsmaßnahmen. Trotz dieser Rückschläge blieb er der Musik treu und seiner Heimatregion Indiana verbunden.
Am 9. Februar 2014 wurde Henry Lee Summer eine besondere Ehre zuteil: Er wurde in die Wabash Valley Musicians Hall of Fame aufgenommen. Diese Auszeichnung würdigte seine Bedeutung für die regionale Musikszene und seinen Beitrag zur amerikanischen Rockmusik. Für einen Künstler aus einer kleinen Stadt in Indiana war dies ein bedeutender Meilenstein.
Musikalisch wurde Summer von Größen wie Otis Redding, Elvis Presley, The Beatles, Free und John Mellencamp beeinflusst. Diese klassischen Rock- und Soul-Einflüsse prägten seinen unverwechselbaren Stil – eine Mischung aus kraftvollem Rock, eingängigen Melodien und souligen Vocals. Als Multiinstrumentalist, der Schlagzeug, Gitarre, Keyboards spielte und sang, verkörperte er den Geist des selbstständigen Musikers.
Heute bleibt Henry Lee Summer ein geschätzter Teil der amerikanischen Rockgeschichte. Seine Musik läuft weiterhin im Radio und auf Online-Plattformen, und Songs wie “I Wish I Had a Girl” erinnern an eine Ära, in der Rockmusik die Charts dominierte. Für Fans des klassischen amerikanischen Rock der 1980er Jahre bleibt Summer ein unverzichtbarer Name, dessen energiegeladene Songs auch Jahrzehnte später noch Begeisterung auslösen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Henry Lee Summer finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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