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today01.03.2026
Die Georgia Satellites sind eine amerikanische Rockband aus Atlanta, Georgia, die in den 1980er Jahren mit ihrem energiegeladenen Southern Rock für Furore sorgte. Mit ihrem Hit “Keep Your Hands to Yourself” landeten sie 1986 einen Welterfolg und wurden zu Ikonen des klassischen Rock’n’Roll. Trotz wechselnder Besetzungen und Pausen ist die Band bis heute aktiv.
| Künstlername | The Georgia Satellites |
| Mitglieder | Rick Richards, Fred McNeal, Bruce Smith, Todd Johnston (ehemalige: Dan Baird, Rick Price, Mauro Magellan, Keith Christopher, Dave Hewitt) |
| Genre | Southern Rock, Hard Rock, Boogie Rock, Roots Rock |
| Größter Hit | Keep Your Hands to Yourself |
| Gründungsjahr | 1980 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Energiegeladener Gitarrensound, Southern-Rock-Attitüde, raue Live-Performances |

Die Geschichte der Georgia Satellites begann 1980 in der pulsierenden Musikszene von Atlanta, Georgia. Ursprünglich nannte sich die Formation “Keith and the Satellites” und wurde von Dan Baird an Gitarre und Gesang, Rick Richards an der Leadgitarre, Keith Christopher am Bass und David Michaelson am Schlagzeug gegründet. Die Band entwickelte schnell einen Ruf für ihre mitreißenden Live-Auftritte in den zahlreichen Bars der Stadt, besonders im Buckhead-Stadtteil, wo sie jeden Montag ihr Publikum begeisterten.
Nach einigen personellen Veränderungen, bei denen Keith Christopher und David Michaelson durch Dave Hewitt beziehungsweise Randy DeLay ersetzt wurden, nahm die Band den Namen “The Georgia Satellites” an. Diese neue Konstellation sollte den Grundstein für ihren späteren Erfolg legen. Die Musiker verschrieben sich einem Sound, der klassischen Rock’n’Roll mit Southern Rock, Blues und Country-Elementen verband und damit eine erfrischende Alternative zum damals dominierenden Synthie-Pop der 1980er Jahre bot.
Trotz ihrer Leidenschaft und ihres unermüdlichen Einsatzes gestaltete sich der Weg zum Erfolg zunächst schwierig. 1984 nahm die Band ein Demo mit sechs Songs auf, doch die fehlende Resonanz der Plattenfirmen führte im Sommer desselben Jahres zur Auflösung der Band. Die Musiker sahen keine Perspektive mehr und gingen zunächst getrennte Wege. Was sie nicht wussten: Ihr Demo hatte bereits seinen Weg über den Atlantik gefunden.
Das britische Independent-Label Making Waves erkannte das Potenzial der Aufnahmen und veröffentlichte 1985 die EP “Keep the Faith”. Die positive Resonanz in Europa, besonders in Großbritannien, überraschte die ehemaligen Bandmitglieder. Die enthusiastischen Kritiken und die wachsende Fangemeinde jenseits des Ozeans motivierten Dan Baird, Rick Richards und die anderen, der Band eine zweite Chance zu geben. Sie fanden sich wieder zusammen, diesmal mit einer neuen Rhythmussektion: Rick Price am Bass und Mauro Magellan am Schlagzeug komplettierten die klassische Besetzung der Georgia Satellites.
1986 war das Jahr, das alles veränderte. Die Band unterschrieb einen Vertrag bei Elektra Records und veröffentlichte ihr selbstbetiteltes Debütalbum “Georgia Satellites”. Der Song “Keep Your Hands to Yourself” entwickelte sich zu einem phänomenalen Erfolg und kletterte bis auf Platz 2 der US-Billboard-Hot-100-Charts. Der Track mit seinem unwiderstehlichen Groove, den prägnanten Gitarrenriffs und Dan Bairds charakteristischer Stimme wurde zur Hymne einer Generation, die sich nach authentischem Rock’n’Roll sehnte.
Das Album wurde von der RIAA zunächst mit Gold und später mit Platin ausgezeichnet, was den kommerziellen Erfolg der Band unterstrich. Neben “Keep Your Hands to Yourself” enthielt das Debüt weitere starke Titel wie “Battleship Chains”, ein Cover eines Songs von Terry Anderson und The Woods, der es auf Platz 86 der Billboard Hot 100 und auf Platz 11 der Mainstream Rock Charts schaffte. Auch in Großbritannien erreichte der Song Platz 44 der Charts. Das Album präsentierte eine gelungene Mischung aus Eigenkompositionen und sorgfältig ausgewählten Covers, darunter “Every Picture Tells a Story” von Rod Stewart und Ron Wood.
Die Georgia Satellites tourten ausgiebig und etablierten sich als erstklassige Live-Band. Wer die Möglichkeit hatte, die Band auf der Bühne zu erleben, wurde Zeuge einer energiegeladenen Show, die an die großen Tage des klassischen Rock erinnerte. Ihre Musik fand auch den Weg in verschiedene Internetradio-Stationen und Streaming-Dienste, wo sie bis heute regelmäßig gespielt wird und neue Generationen von Rockfans erreicht.
Nach dem durchschlagenden Erfolg des Debüts versuchte die Band, an diesen Triumph anzuknüpfen. 1988 erschien “Open All Night”, das zwar solide Rock-Songs bot und mit dem Titeltrack einen Platz 6 Hit in den Mainstream Rock Charts landete, aber kommerziell nicht ganz an den Vorgänger heranreichte. Die Single “Hippy Hippy Shake”, ein Cover des gleichnamigen Klassikers, erreichte Platz 45 der Billboard Hot 100 und Platz 13 der Rock Charts, konnte aber nicht die gleiche kulturelle Durchschlagskraft entwickeln wie “Keep Your Hands to Yourself”.
1989 folgte “In the Land of Salvation and Sin”, das dritte Studioalbum der Band. Obwohl es musikalisch ausgereift war und die typischen Stärken der Georgia Satellites zeigte, blieb der große kommerzielle Erfolg aus. Die Musiklandschaft hatte sich verändert, und der straighte Rock’n’Roll der Band hatte es schwerer, sich gegen neue Trends durchzusetzen. Weitere Singles wie “Another Chance” und “All Over But the Cryin'” fanden zwar ihre Anhänger, konnten aber keine hohen Chartplatzierungen mehr erreichen.
Die zunehmenden kreativen Differenzen und der ausbleibende kommerzielle Erfolg führten 1990 zu einer längeren Auszeit. Dan Baird, das Gesicht und die treibende kreative Kraft der Band, verließ die Georgia Satellites, um eine Solokarriere zu verfolgen. Er gründete später erfolgreiche Projekte wie “Homemade Sin” und “The Yayhoos” und bewies, dass sein songwriterisches Talent weit über die Georgia Satellites hinausreichte.
1993 kam es zur Wiedervereinigung der Band, allerdings in veränderter Besetzung. Rick Richards, der einzige durchgehend dabei gebliebene Gitarrist seit den Anfangstagen, führte die Georgia Satellites in eine neue Ära. 1996 erschien “Shaken Not Stirred”, ein Album, das neue Songs mit überarbeiteten alten Stücken kombinierte und zeigte, dass die Band noch immer in der Lage war, authentischen Rock’n’Roll zu spielen.
Seitdem besteht die Band in wechselnder Besetzung weiter. Die aktuelle Formation umfasst neben Rick Richards auch Fred McNeal an Leadgesang und Rhythmusgitarre, Bruce Smith am Bass und Todd Johnston am Schlagzeug. Obwohl die großen kommerziellen Erfolge der Vergangenheit angehören, haben die Georgia Satellites ihren Platz in der Rockgeschichte gefunden. Ihre Musik wird weiterhin auf zahlreichen Online Radio-Plattformen gespielt und erreicht Fans auf der ganzen Welt.
Das Vermächtnis der Georgia Satellites liegt in ihrer Fähigkeit, den Geist des klassischen Rock’n’Roll in eine Zeit zu transportieren, in der dieser oft totgesagt wurde. Sie bewiesen, dass ehrlicher, gitarrengetriebener Rock mit Southern-Attitüde auch in den 1980er Jahren seine Berechtigung hatte. Songs wie “Keep Your Hands to Yourself” und “Battleship Chains” sind zu zeitlosen Klassikern geworden, die in Webradio-Programmen und Playlists ihren festen Platz haben. Die Band mag nie wieder die Charts gestürmt haben, aber sie hat eine treue Fangemeinde, die ihre unprätentiöse, energiegeladene Herangehensweise an Rockmusik zu schätzen weiß. Die Georgia Satellites bleiben ein wichtiger Teil der amerikanischen Rockgeschichte und ein Beweis dafür, dass guter Rock’n’Roll niemals aus der Mode kommt.
Wir konnten leider keine Konzerte von Georgia Satellites finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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